Alte Schildower Straße, Schildower Straße, Elsestraße, Lessingstraße, Karlstraße, Hermsdorfer Damm, Waldseeweg

Aktuelles:

Berliner Kommunalpolitiker haben verstanden!

In Berlin tut sich was!

 

Das Presseecho auf das Verkehrsgutachten von Prof. Dr. Ortmann:

 

Reinickendorfer-Allgemeine

 

Dorfzeitung-online

 

Abendblatt-berlin

 

Tagesspiegel - Berlin Reinickendorf

 

Jetzt den Richtigen die Daumen drücken!


Stellungnahme der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung zum Lärmaktionsplan Glienicke

Die begründete Stellungnahme der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung und unsere Forderungen zum Download (unten):

  1. Verkehrsberuhigung für die Wohngebiete
  2. Berücksichtigung der Karlstraße/ Alte Schildower Straße und Lessingstraße im Lärmaktionsplan
  3. Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit im gesamten Gemeindegebiet
  4. Ausweitung des „ruhigen Gebiets“
Download
Stellungnahme zum LAP Glienicke/Nb.
Stellungnahme der BI zum LAP 29.11.2018.
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Glienicker Lärmaktionsplan - Stellungnahmeverfahren

Die Untätigkeit der Gemeindevertretung in Glienicke den durch den zunehmenden Verkehr entstehenden Lärm zu bekämpfen, bzw. ruhige Gebiete davor zu schützen, ist nicht weniger als ein Armutszeugnis und wird im Lärmaktionsplan im Kapitel „Stand der Maßnahmenumsetzung seit 2013“ eindrucksvoll festgehalten: „Eine Umsetzung der Maßnahmen erfolgte bisher lediglich für die Hauptstraße vom Knotenpunkt Oranienburger Chaussee / Hauptstraße bis Höhe Hauptstraße 60. Weitere Maßnahmen zur Lärmminderung wurden im Gemeindegebiet bisher nicht umgesetzt.“.

 

Die einzige in vier Jahren umgesetzte Maßnahme zur Lärmreduktion wurde nicht durch „unsere“ Glienicker Gemeindevertreter beschlossen, sondern aus Oranienburg angeordnet.

 

Anders als im letzten Entwurf des Lärmaktionsplans sind auch weder die Alte Schildower Straße und die Karlstraße noch die Lessingstraße "betroffen". Dies muss sich ändern!

 

Des Weiteren lässt die im Vorfeld des Lärmaktionsplans stattgefundene Diskussion um die von CDU und SPD gewünschte Ergänzung des Vorworts des Lärmaktionsplans tief blicken. Der betreffende, exkulpierende Passus bezüglich möglicher Einschränkungen durch das vom Auftragnehmer gewählte Lärmvorhersagemodell verrät die eigentliche Absicht von CDU und SPD den Lärmaktionsplan weiter unbeachtet zu lassen, bzw. die dort aufgestellten Forderungen zu dekonstruieren. Provinzieller als durch die Protagonisten dieses überaus peinlichen Vorgangs, geht es wirklich nicht!

 

Bis zum 03.12.2018 sind alle Anwohner aufgefordert ihre Stellungnahmen abzugeben.

 

Den Entwurf des Lärmaktionsplans gibt es hier.

 


Verkehrsgutachten erstellt!

Fünfzehn Anwohner haben sich zusammengetan und haben am 13. Juni 2018 insgesamt 34 Stunden lang die motorisierten Kraftfahrzeuge auf den umliegenden Straßen gezählt. Prof. Dr. Ortmann hat auf der Grundlage dieser Verkehrserhebung ein 72-seitiges Verkehrsgutachten erstellt.

 

Die Ergebnisse der eigenen Verkehrserhebung decken sich mit den Ergebnissen der amtlichen Verkehrserhebungen der Gemeinde Glienicke. Die zehn wichtigsten Erkenntnisse des Gutachtens sind in der Zusammenfassung:

  1. Der wunderschöne Waldsee in Hermsdorf ist ein schützenswerter Ruheort.
  2. Es gibt einen Verkehrskonflikt am Waldsee. Fußgänger, insbesondere Kinder und ältere Mitbürger, können im Berufsverkehr aufgrund von Kolonnenfahrten kaum die Straße überqueren. Im Begegnungsverkehr müssen Kraftfahrzeuge nach Möglichkeit in Parklücken einscheren, was von ungeduldigen Fahrern mit Hupen und Beschimpfungen quittiert wird. Die Aggressionen im Straßenverkehr ängstigen die Anwohner.
  3. Gemäß den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt06) ist die Schildower Straße zwischen Landesgrenze und Waldsee eine kleine Wohnstraße mit einer Kapazität von bis zu 400 Kfz/h.
  4. In der Spitzenstunde am Vormittag wurden am Waldsee 592 Fahrzeuge in Richtung Berlin und am Nachmittag 397 Fahrzeuge in Richtung Brandenburg gezählt. Durch den Durchgangsverkehr ist insbesondere die Schildower Straße, baulich bedingt, überlastet.
  5. Gemäß dem Stadtentwicklungsplan Verkehr (StEP Verkehr) des Berliner Senats sind die Straßen im Waldseeviertel weder Verbindungsstraßen noch Ergänzungsstraßen. Die Wohnstraßen im Quartier sollen demnach keine übergeordnete Verkehrsbedeutung haben. Tatsächlich werden Ortsfremde per Satellitennavigation durch das Waldseeviertel geleitet.
  6. Zwei Drittel des Durchgangsverkehrs zwischen Glienicke und Reinickendorf fährt durch das Waldseeviertel, nur ein Drittel benutzt die Hauptverkehrsstraßen (K6501 und B96). Der faktische Verkehrsfluss widerspricht dem Nutzungsanspruch der betroffenen Straßen.
  7. Insgesamt fahren täglich mehr als 6.000 Kraftfahrzeuge direkt am Waldsee vorbei.  Der Durchgangsverkehr stößt am Ufer des Waldsees jährlich so viel Kohlendioxid aus, wie Wasser in den See hineinpasst. Die ausgestoßenen Stickoxide werden zu Nitraten und dienen als Dünger für Algen. Somit begünstigen die Autoabgase des Durchgangsverkehrs am Ufer des Waldsees das ökologische Umkippen des Sees.
  8. Die qualitative Analyse der Verkehrssituation für die Bundestraße B96 hat gezeigt, dass der gesamte Durchgangsverkehr zwischen Reinickendorf und Glienicke sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag auf der Bundesstraße B96 leistungsfähig abgewickelt werden kann. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass die Schaltungen der Lichtsignalanlagen angepasst werden. Bauliche Erweiterungen der Knotenpunkte sind nicht notwendig.
  9. Auch die Kreisstraße K6501 in Glienicke kann den gesamten Durchgangsverkehr zwischen Glienicke und Reinickendorf sowohl vormittags als auch nachmittags aufnehmen. Zur Abwicklung des gesamten Verkehrs am Nachmittag muss die Ampelschaltung am Knotenpunkt K6501/B96 nicht verändert werden. Denn der zusätzliche Rechtsabbiegeverkehr von der B96 in Richtung Schildow ist vollkommen unkritisch. Ein Rückstau in Berlin ist weder am Nachmittag noch am Vormittag zu erwarten.
  10. Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn hat ein festes Interesse an der Wahrung des Status Quo, damit ihr eigenes Streckennetz entlastet wird.

Das Gutachten wird in nächster Zeit Gegenstand der Diskussion in den zuständigen Ausschüssen werden.


§ 1 StVO Grundregeln

Der Durchgangsverkehr muss wieder dahin wo er hingehört: auf die Hauptstraßen!

Das Wohnquartier zwischen der Hauptstraße in Glienicke (K6501) und der Berliner Straße (B96) in Hermsdorf rund um die (Alte) Schildower Straße, den Waldsee und das Tegeler Fließ in Hermsdorf bietet eine sehr gute Wohnqualität (Capital Immobilien-Kompass).

 

Leider wird dieses Wohngebiet durch bereits seit Jahren weiter zunehmenden Autoverkehr durchschnitten. Sowohl die Lessingstraße als auch die Alte Schildower Straße in Glienicke sind täglich mit ca. 3.000 Durchfahrten belastet. Auf der Schildower Straße addiert sich der Verkehr auf Berliner Stadtgebiet auf ca. 6.000 Durchfahrten.

 

Der "Zeitvorteil" der Abkürzung durch das Wohngebiet anstelle der Fahrt über die Hauptstraßen beträgt Nachmittags maximal drei Minuten. Drei Minuten Ungeduld, die ein reines Wohngebiet zerschneiden. Unseren Vorschlag für eine faire und ausgewogene Verkehrslenkung finden Sie unter der Grafik unter folgendem Link.

 

In allen Straßen wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit  deutlich überschritten! In der Lessingstraße bspw. überschreiten rund 90 Prozent der Durchfahrten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h deutlich (Verkehrsmessung der Gemeinde Glienicke).

 

Die Berliner Morgenpost nimmt sich des Problems in ihrem Artikel:
"Wenn Autofahrer die Abkürzung durchs Wohngebiet nehmen" an. 

 

Morgendlicher Durchgangsverkehr Schildower Straße Ecke Gertrudstraße

Bild: Michael Ahrendt 

Schluss mit der Verdrängung des Verkehrs in die Nebenstraßen!

Die derzeit eklatante "Verdrängung" des Verkehrs von den Hauptstraßen in die Nebenstraßen zu unseren Lasten wird nicht länger akzeptiert. Die betroffenen Straßen sollten eigentlich den Verkehr der angrenzenden Nebenstraßen sammeln. De facto dienen Sie der Ableitung des Verkehrs von der Hauptstraße. Eine Situation, der die Anwohner nicht mehr länger tatenlos zusehen wollen! Es gibt gute Gründe für mehr Verkehrsberuhigung:


  1. Der betroffene Straßenabschnitt in der Karlstraße, Alte Schildower Straße und Schildower Straße ist ein 100%iges Wohngebiet.
  2. An dem Straßenabschnitt liegt der Kindergarten „Burratino“ mit ca. 100 Kindern.
  3. Die Straßen sind Schulwege.
  4. Der Hermsdorfer Waldsee und der hoch frequentierte Waldseespielplatz.
  5. Der Waldseeweg ist die Straße mit den meisten Baudenkmälern in Hermsdorf.
  6. Verbesserung der Lebensqualität durch weniger Verkehr.
  7. Der Karlplatz u.a. Straßen wurde als verkehrsberuhigende Maßnahme geschlossen.
  8. Der Berliner Mauerweg führt hier entlang.
  9. Lärmschutz.