Alte Schildower Straße, Schildower Straße, Elsestraße, Lessingstraße, Karlstraße, Hermsdorfer Damm, Waldseeweg

Aktuelles:

Verkehrswendeklage

Changing Cities hat für uns am 31.05.2024 Klage beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht: Der motorisierte, ortsfremde Durchgangsverkehr im Waldseeviertel soll wirksam unterbunden werden. Die fünfzig Seiten umfassende Klageschrift zeigt dem Gericht penibel die mannigfaltigen Gründe auf. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Klage positiv beschieden wird. Für mehr Infos, weitere Links und Medienberichte siehe:

 

 

https://www.schildower-strasse.de/medienspiegel/ 

 

sowie

 

https://changing-cities.org/kampagnen/legalteam/waldseeviertel/

 

Nur mit Hilfe Ihrer finanziellen Unterstützung können wir den Gerichtsweg durchhalten. Changing Cities rechnet mit Anwalts- und Verfahrenskosten in der Sache von etwa 15.000 Euro. Auf unserem Spendenkonto, welches wir 2021 zur anwaltlichen Antragstellung eingerichtet hatten, wurden seinerzeit 3.880 € eingezahlt. Nun sind wir also auf Ihre nachbarschaftliche Unterstützung zur weiteren Finanzierung der Klage angewiesen.

 

Bitte unterstützen Sie die Klage auf eine lebenswerte und sichere Nachbarschaft im Waldseeviertel durch Ihre großzügige Spende.

 

Hier ist der Link zu unserer sicheren Spendenseite: Spendenseite

 

Alle registrierten Spender erhalten exklusiv einen vierteljährlichen Newsletter über den Fortgang der Klage.

 

Herzlichen Dank für Ihre Spende!

 

10.06.2024

 


Verkehrswendeklage: Für das Recht auf eine lebenswerte Stadt!

Über 6.000 Kfz fahren täglich durch die Wohnstraßen im Waldseeviertel. Laut Gutachten handelt es sich zu 90 Prozent um Durchgangsverkehr. Verkehrsstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU) kündigte an, dass der Kfz-Verkehr von der B96 auch weiterhin durch unsere Nachbarschaft geleitet wird, weil die Bundesstraße an ihre „Kapazitätsgrenze“ gelangt sei. Die Schildower Straße soll dahingehend saniert werden, dass die Leichtigkeit des ortsfremden Durchgangsverkehrs besser wird. Das Bezirksamt Reinickendorf hat sogar angekündigt, das Durchfahrverbot für Lkw über 3,5 t nach der Sanierung aufzuheben. Für uns Anwohner*innen ist dieses Vorhaben eine Zumutung, gegen die wir seit Jahren kämpfen.

 

Jetzt reicht's!

 

Wir machen den Irrsinn des Bezirksamts nicht länger mit. Seit der Wiederholungswahl im Februar 2023 hat die Verkehrsstadträtin Schrod-Thiel (CDU) alle Gesprächsanfragen unserer Bürgerinitiative abgelehnt. Wir sind in einer verzweifelten Situation: Alle Fraktionen der BVV hatten im Mai 2020 einem Versuch zur Verkehrsberuhigung durch Modalfilter zugestimmt. Laut Mobilitätsgesetz ist die Straße Teil des Radverkehrsnetzes und muss fahrradfreundlich umgebaut werden. Am Runden Tisch waren sich auch alle Beteiligten einig: Der Rad- und Fußverkehr im Waldseeviertel soll gefördert werden. Passiert ist trotzdem alledem nichts.

 

Mit Unterstützung von Changing Cities klagen wir nun darauf, dass der motorisierte Durchgangsverkehr im Waldseeviertel wirksam unterbunden wird.  Ein Urteil des Verwaltungsgerichts soll das Bezirksamt Reinickendorf zur Umsetzung von wirksamen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen zwingen.

 

Ein weiteres Ziel der Klage ist es, feststellen zu lassen, unter welchen Bedingungen Anwohner*innen einen verbindlichen Rechtsanspruch auf Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in ihrem Wohnviertel haben. Werden solche Bedingungen im Urteil des Verwaltungsgerichts festgehalten, hätten Anwohner*innen bundesweit erstmals klare juristische Argumente, um Verkehrsberuhigung in ihren eigenen Nachbarschaften einzuklagen. "Wir hoffen nun auf ein klares und deutliches Signal des Gerichts, das weit über das Waldseeviertel hinausgeht“, sagt Paul Jäde von Changing Cities.

 

Unsere konkrete Klage für das Waldseeviertel hat also strategischen Charakter für Berlin und darüber hinaus. Wir freuen uns, dass unser Anliegen nach einer wirksamen Verkehrsberuhigung durch den gemeinnützigen Verein Changing Cities unterstützt wird. Unsere Klage auf Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel wird somit im anerkannten Gemeininteresse geführt.

 

Nur mit Hilfe der finanziellen Unterstützung durch Changing Cities kann die Bürgerinitiative den Klageweg beschreiten. Für die Klage vor dem Berliner Verwaltungsgericht rechnen wir mit Anwalts- und Verfahrenskosten von mindestens 15.000 Euro. Hier sind wir auf die Unterstützung  angewiesen.

 

In Kürze starten wir dazu unsere eigene Spendenaktion im Waldseeviertel. Bitte bleiben Sie uns gewogen!

 

31.05.2024


Für ein lebenswertes Wohnumfeld

Der im vergangenen Herbst eröffnete tolle Spielplatz am Waldsee erfreut sich stets wachsender Beliebtheit aus Hermsdorf und Umgebung. Was fehlt, ist ein Zebrastreifen, so dass die Kinder und Eltern gefahrlos die Straße zum Spielplatz überqueren können. Denn täglich rauschen etwa 6.000 Kraftfahrzeuge am Waldsee-Spielplatz vorbei. „Muss erst wieder ein Unfall passieren, bevor die Politik aktiv wird? Kinder sind das schwächste Glied im Straßenverkehr“, sagt Ulrich Swienteck von der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung. Michael Ortmann fragte die anwesenden Eltern: „Wer lässt sein Kind alleine zum Waldsee-Spielplatz gehen?“ Es meldete sich niemand.

Im Interesse der Kinder wurden dann drei Forderungen aufgestellt:

  • Zebrastreifen auf dem Hermsdorfer Damm an der Kreuzung mit Marthastraße und Parkstraße
  • Tempo - 10 auf der maroden Schildower Straße
  • Umleitung des ortsfremden Autoverkehrs auf die B 96

An der Demonstration nahmen etwa 80 Kinder und Erwachsene teil. Die Polizei sperrte die Straße für eine halbe Stunde. Autofahrer mussten einen Umweg fahren. Der Kiezbus der Linie 326 wurde hingegen mit Beifall begrüßt und hindurchgelassen. Die Kinder bemalten mit viel Begeisterung den Hermsdorfer Damm vor dem Spielplatz. So erschien auch für kurze Zeit der gewünschte Zebrastreifen auf der Straße. Als Belohnung gab es für die Kinder ein Pixi-Heft zur Verkehrserziehung und Marienkäfer aus Schokolade.

Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung (www.schildower-strasse.de) wurde vor zehn Jahren, im April 2004, im Bürgersaal von Glienicke gegründet. Zum Geburtstag skandierten die Teilnehmenden an der Demonstration ein schwungvolles „Happy Birthday“. Der Initiator, Johannes Wolff, ergänzte: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Es wird Zeit, dass sich etwas tut, gerade auch für die Kinder am Waldsee-Spielplatz.


Wir fordern mehr Sicherheit für die Kinder am Waldsee-Spielplatz

Seit vielen Jahren kämpfen wir für eine Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel. Nach der Wahl im September 2021 sah es zunächst so aus, als ob unser Anliegen nach Verkehrsberuhigung langsam aber sicher umgesetzt würde. Dazu war in der Schildower Straße zunächst eine Fahrradstraße mit Zusatz "Anlieger frei" angedacht, so wie es im Edelhofdamm in Frohnau schon umgesetzt ist.

 

Nach der Wiederholungswahl im Februar 2023 hat sich das Blatt wieder gewendet. Sobald die Gelder vorhanden sind soll die Schildower Straße ausgebaut werden, um den Verkehrsfluss der Pendler zu verbessern. Die Einengungen sollen zurückgebaut werden, das LKW-Durchfahrverbot aufgehoben werden, und das Parken der Anlieger nur noch an einer Straßenseite erlaubt werden. Somit wird mehr Platz gewonnen für den Durchfluss des Pendlerverkehrs

 

Dazu gibt es nur eins zu sagen: nicht mit uns!

 

In der Berliner Morgenpost vom 21.02.2024 leugnet die zuständige Bezirksstadträtin sogar, dass täglich über 6.000 Kfz durch das Waldseeviertel hindurch fahren, obwohl dieses Verkehrsaufkommen längst mehrfach unabhängig bestätigt wurde. Sie ist gegen jegliche Verkehrsberuhigung!

 

Wir haben in den letzten zwölf Monaten mehrfach versucht, mit der Bezirksbürgermeisterin und der zuständigen Bezirksstadträtin ins persönliche Gespräch zu kommen. Diese Anfragen wurden abgelehnt oder auch gar nicht beantwortet.

 

Der im vergangenen Herbst eröffnete, tolle Spielplatz am Waldsee erfreut sich stets wachsender Beliebtheit aus ganz Hermsdorf und der Umgebung. Was aber fehlt, ist ein Zebrastreifen, so dass die Kinder und Eltern gefahrlos die Straße überqueren können. Muss erst ein Unfall passieren, bevor die Politik aktiv wird? Kinder sind das schwächste Glied im Straßenverkehr!

 

Wir fordern deshalb im Interesse der Kinder:

  1.  Zebrastreifen auf der Schildower Straße nahe Marthastraße
  2. Tempo - 10 Zone auf der maroden Schildower Straße
  3. Umleitung des ortsfremden Verkehrs auf die B 96

 

Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen laden wir alle Nachbarn mit Kindern und Enkeln sowie die Besucher des Spielplatzes ein zu einer Demonstration für die Sicherheit der Kinder:

 

Samstag den 13. April um 14.00 h

Waldsee-Spielplatz, Schildower Straße

Bushaltestelle am Waldsee-Spielplatz

 

Wir informieren über den aktuellen Stand der Verkehrsplanung und den geplanten Ausbau der Schildower Straße. Alle Kinder sind herzlich eingeladen, einen Zebra-Streifen auf die Schildower Straße zu malen. Als Belohnung haben wir eine kleine Überraschung zum Thema Verkehrserziehung parat. Für die Sicherheit der Teilnehmer wird die Polizei sorgen.

 

Mittlerweile sind wir offiziell ein Projekt von Changing Cities e.V. Der Verein hat seine Satzung geändert und will eine Klage auf Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel unterstützen. Man kennt solch ein Vorgehen von der Deutschen Umwelthilfe im bundesweiten Kontext. Das gerichtliche Verfahren soll Strahlkraft für die Kiezblock-Bewegung in Berlin entwickeln. Damit wird unsere Klage letztlich im anerkannten Gemeininteresse geführt werden.

 

Zur Zeit laufen die letzten Vorbereitungen. Die Klageschrift ist bereits verfasst. Die mediale Kampagne mit Changing Cities ist vorbereitet und steht in den Startlöchern. In Kürze werden wir wegen der Finanzierung der Klage erneut auf Sie zukommen. Die Spenden werden über ein Konto bei Changing Cities gesammelt werden.

 

Bitte bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen. Es geht um die Sicherheit der Kinder und unser aller Lebensqualität.

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Aktion am Waldseespielplatz am 13.04.2024
Aktionsplakat 13.04.2024
Plakat für den 13.4..pdf
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Unterschriftenaktion zum Zebrastreifen
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Gemeinsame Erklärung der drei Bürgerinitiativen des Waldseeviertels

Das Bezirksamt Reinickendorf hat darüber informiert, dass nach Sanierung der Schildower Straße das Durchfahrverbot für LKWs über 3,5 t aufgehoben werden könnte. Das stößt bei allen drei Bürgerinitiativen rund um das Waldseeviertel auf völliges Unverständnis. Einen LKW-Durchgangsverkehr im Waldseeviertel lehnen wir gemeinsam mit Nachdruck ab. Er erhöht Lärmbelastung sowie Gefährdungspotential für den Fahrradverkehr der Schildower Straße und dürfte auch den Busverkehr beeinträchtigen. Außerdem wäre mit zusätzlichem Ausweichverkehr durch PKWs in Nebenstraßen zu rechnen. Die StVO bietet u.E. ausreichend Möglichkeiten, den LKW-Durchgangsverkehr im Waldseeviertel zu untersagen. Wir sind bereit, das Bezirksamt in dieser Frage mit Rat und Tat zu unterstützen.

 

Wir begrüßen dagegen ausdrücklich das politische Vorhaben, den Öffentlichen Bus- Nahverkehr und den Radverkehr zwischen Glienicke und Hermsdorf zu fördern. Dazu gehört auch das Vorhaben, ein Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Hermsdorf zu bauen. Um sicher und komfortabel dorthin zu gelangen, ist es dringend notwendig, die hinführenden Straßen dafür herzurichten. Unbedingt ist der für Fahrräder ungeeignete Belag am Waldseeweg umzugestalten und eine Querungshilfe an der Kreuzung Waldseeweg/ 896 zu errichten.

 

31.10.2023

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Gemeinsame Erklärung der drei Bürgerinitiativen des Waldseeviertels 31.10.2023
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LKW-Fahrverbot in der Schildower Straße wird kippen!

Nach der Instandsetzung der Schildower Straße wird das LKW-Fahrverbot nicht mehr aufrechterhalten. So die Antwort der Verwaltung in der gestrigen BVV. Der Lärmschutz der Anwohner spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

 

Seit Jahren weisen wir als Bürgerinitiative darauf hin, dass der Durchgangsverkehr in der Schildower Straße gestoppt werden muss.

 

Der Unmut aller Anwohner gilt denen, die sich für den Durchgangsverkehr einsetzen. Lösungen des Verkehrsproblems in der Schildower Straße und der Lessingstraße wurden bisher verhindert. Wenn demnächst die Lärmschleppe der LKW auch die Nebenstraßen erreicht, ist ihnen unser Undank sicher! Der LKW-Durchgangsverkehr der Hauptstraßen wird zukünftig durchs Viertel abkürzen.

 

Es wird also nicht nur nichts gegen den Durchgangsverkehr getan, sondern sogar noch der LKW-Verkehr ins Viertel geleitet! Wer es selbst hören möchte (ab Minute 26:30): Link zur Sitzung der BVV

 

LKWs und Pendler aus dem Umland gibt es viele, Anwohner im Waldseeviertel wenige. Jetzt handeln, bevor es zu spät ist! Unterstützen Sie die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung!

 

14.09.2023


Die Schildower Straße wird keine Fahrradstraße

Die Schildower Straße wird leider keine Fahrradstraße. Nach der Wahl hat Verkehrsstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU) dies nun ausgeschlossen (Artikel in der BZ).

 

Aus Sicht der Bürgerinitiative ist dies ein Rückschlag. Die "Dagegen-Initiative" und Teile der Kommunalpolitik sind sehr aktiv dabei zu verkünden, was alles nicht geht. Wie sie selbst jedoch die offenkundigen Probleme lösen wollen, da kommt erschreckend wenig. Es fällt auf, dass ihnen wirksame Maßnahmen offenkundig nicht behagen. Vielleicht liegt es daran, dass sich die von ihnen verantwortete Verkehrsrealität schon lange nicht mehr von ihnen gesteuert wird.

 

Übrigens: Der Pfosten neben dem Foto in der BZ auf dem Marvin Schulz (CDU) steht wurde bereits überrollt. Glück gehabt! Die Verkehrsrealität in der Schildower Straße ist von Rücksichtslosigkeit und Durchgangsverkehren geprägt - so geht es nicht weiter!

 

(Foto: Verkehrsrealität in der Schildower Straße).

 


Bauernhof, Bebauung, Beleuchtung, Bäume und Blechlawine

Die bezaubernde „Naturparkgemeinde des. Jahres 2009“ Glienicke/Nordbahn, ruhig und grün wohnen, gut leben, Mensch sein als Teil einer als natürlich empfundenen Umwelt, das ist der Grund gewesen ins beschauliche Glienicke zu ziehen. Wer schnell am Flughafen oder an der Autobahn sein will, der wohnt woanders.

 

Dennoch agitieren die grauen Herren - der nach eigenen Angaben größte Bürgerinitiative am Zonenrandgebiet (GröBaZ) alias „Offene Nachbarschaft“ - weiter. Dieses Mal nach dem Motto: Fahrradfahren in der Schildower Straße sei umweltschädlich. Autofahren umweltfreundlich. Ganz im Stil der „grauen Herren“ aus Momo von der Zeitsparkasse wird vorgerechnet, wie viele Minuten die 6.000!!! Autofahrer in der reinen Wohnstraße länger fahren müssten und wie viel CO2 dadurch entsteht, wenn in der Schildower Straße Fahrradfahrer in einer Fahrradstraße auch mal nebeneinander fahren dürften. Es ist kein Beitrag für den Umweltschutz Auto zu fahren, erst recht nicht, wenn es immer die kürzeste Strecke ist. So viel schwarze Rhetorik war lange nicht. Das passt den grauen Herren der GröBaZ nicht „in die Zeit“. Das kritisierte, interkommunale Verkehrskonzept, das den Vorschlag der Fahrradstraße macht, und das ja auch immer Forderung der GröBaZ war, an dem waren wirklich ALLE beteiligt.

 

Glienicker Kulturkampf

Wenn Sie den Glienicker Kurier aufmerksam studieren, dann fällt auf, dass ein Kulturkampf tobt. Der Abriss des historischen Bauernhofs im Ortskern, die immer brutalere Bebauung mit grauen, angestrahlten Betonbunkern, die Abholzung der Straßen- und Grundstücksbäume und die Verkehrsmassen die den Ort von jeder Seite in die Zange nehmen. Ein riesiger Parkplatz (Michael-Bittner-Parkplatz) direkt vor der Grundschule. Die Naturparkgemeinde wird zerrieben. Zeitdiebe, wo man hinguckt. Wer hat in der Kommunalpolitik die Hand für all das gehoben?

 

Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung – ein bisschen Büllerbü muss bleiben!

Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung kämpft seit 2014 für lebenswerte Zustände. Wohngebiete, die ihren grünen Charakter erhalten können, Straßen, die auch außerhalb eines SUV sicher sind, Begegnungen von Menschen im öffentlichen Raum und freundlicher Austausch in der Nachbarschaft. Die „kidical mass“, die Kinder aufs Rad bringt und den Blick in die Zukunft richtet ist uns ein Herzensanliegen.

 

Dahinter steckt eine positive Herangehensweise an Probleme und eine positive Sicht auf die Welt. Geschützte Räume schaffen, fröhliche, soziale Menschen. Grün beruhigt! Welchen Ort wollen Sie? Betonklötze, breite, kahle, LED-grelle Straßen voller Autos oder einen historischen Ortskern mit angepasster Bebauung mit natürlichem Licht, grünen Bäumen und sicheren Straßen (in denen Schulkinder auch allein zur Schule gehen können)? Ein bisschen Bullerbü muss bleiben!

 

Graue Herren der GröBaZ - ihr Experiment aus Benzin, Gas und Hetze ist beendet. Die Menschen fordern ihre Stundenblumen zurück!


Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten

Warum breitere Straßen nicht gegen Stau helfen:

 

https://www.spiegel.de/auto/verkehr-studie-aus-den-usa-breitere-strassen-helfen-nicht-gegen-stau

 

Offene Durchfahrten für Autos, breitere, neu ausgebaute Straßen, mehr Autoverkehr - Durchfahrstviertel statt Wohnviertel. Der Verlagerungseffekt zu Lasten der Schildower Straße geht weiter...

 

Wider allen Erkenntnissen zum Trotz möchte man ein weiteres Wohnviertel zerschneiden.

 

27.12.2021

Kolonnenfahrt
Verkehr in der Schildower Straße am 09.12.2021

Zur Diskussion um den runden Tisch und den Streit der Bürgerinitiativen

Bild rechts: Trampelpfad in der Nähe des Neuen Gymnasiums, Bild links: Abkürzung durchs Wohngebiet via Schildower Straße - rot markiert

29.06.2021

 

Wie oft haben Sie schon folgende Sätze gesagt: „Schön, wie der Durchgangsverkehr hier durch die Wohnstraßen fließt. Das macht eine Nachbarschaft erst so richtig lebenswert.“? Natürlich nie, das ist auch Unfug. Unpersönlicher, lauter und stinkender Autoverkehr zerschneidet Nachbarschaften, er trennt den Kiez, er bildet neue Grenzen. Man braucht dann bald „Querungshilfen“. In Hermsdorf wie in Glienicke.

 

Nachbarschaft ist mehr als ein Alibi. Nachbarschaft im eigentlichen Sinne heißt Rücksicht zu nehmen, z.B. nachts seine störende Beleuchtung zu löschen oder Lärm zu vermeiden; auch deplatzieren Autoverkehr aus Wohnvierteln herauszuhalten ist direkte Nachbarschaftspflege. Im übertragenen Sinne wird Nachbarschaft als abstrakter Kampfbegriff verwendet um die eigene Bequemlichkeit zu verstecken. Offen nicht für menschliche Begegnungen, offen für die unpersönliche Blechlawine auf der Durchreise.

 

Die Bürgerinitiative „Offene Nachbarschaft“ ist im Waldseeviertel nicht beliebt. Da kann Sie noch so oft ihre Selbstangaben zu Unterstützern von außerhalb erwähnen. Sie hat sich öffentlich nur einmal im Kiez blicken lassen, mit wenigen Leuten, die Zettel an den Durchgangsverkehr verteilt haben. Diese Initiative ist nur außerhalb des Kiezes beliebt oder bei denen, die in Sackgassen leben und sich dort vermeintlich sicher fühlen. In den ruhigen Nebenstraßen des Waldseeviertels hat sich hingegen noch eine dritte Initiative gebildet (die Bürgerinitiative gegen Durchgangsverkehr in Wohnstraßen), die den Weitblick mitbringt zu sehen, dass auf mittlere Frist auch die anderen Nebenstraßen der Nachbarschaft vom zunehmenden Verkehrsaufkommen erreicht werden und dem Kiez die Lebenskraft nehmen.

 

Der „runde Tisch“

Seit 25 Jahren ist die prekäre Verkehrssituation in der Schildower Straße in Berlin aktenkundig. In unendlich vielen Sitzungen wurde in den Berliner Gremien darüber gesprochen. In Glienicke ist das Thema mindestens genauso lange präsent. Seit 2014 wird darüber - auf unseren Impuls hin – sogar gemeinsam gesprochen. Und jetzt kommt ein „runder Tisch“ mit noch mehr Beteiligten. Er bringt sicher „eine sachgerechte, ganzheitliche Lösung.“. Merken Sie, wie sie bereits geistig nicken? Aber wozu eigentlich? „Ganzheitlich“, „sachgerecht“ das klingt gut, bedeutet aber nichts. Das ist rhetorische Manipulation und meint im Ergebnis mehr Verkehr in Wohngebieten. Nach 25 Jahren voller Gespräche und Beschlüsse jetzt zu Gesprächen aufzufordern, ist die Lehrbuchdefinition von Politikverdrossenheit. Ich verrate Ihnen bereits das Ergebnis des „runden Tischs“: Es wird nichts passieren! Die Suche nach der Weltformel wird wieder ergebnislos enden. Das ist Sinn und Zweck aller manipulativen Phrasen. Die Befürworter des Durchgangsverkehrs in Wohnvierteln werden dabei zum Alibi für die konfliktscheue Kommunalpolitik.

 

Trampelpfade

Der so verniedlichend „Schleichverkehr“ genannte Durchgangsverkehr von der Hauptstraße kommt einem Trampelpfad gleich wie Sie ihn aus Parks kennen. Das ist nicht schön. Oft werden dann kleine Zäune gesetzt oder Hindernisse platziert. Die Konsequenz kann nicht sein, jeden Trampelpfad auszubauen bis schlussendlich alles geteert ist.

Eine exemplarische Erkenntnis aus den jahrelangen Gesprächen im Ort: Die früher in Glienicke existierende Bürgerinitiative in der Schönfließer Straße hatte sich in der Frühphase für den Ausbau der Straße engagiert. Lkw, Schlaglöcher und ein schlechter Straßenbelag waren sehr laut. Die Straße wurde ausgebaut und es kam sehr viel mehr Verkehr und Lkw, der alles bisher Dagewesene an Lärm und Gestank noch in den Schatten stellte. Wir sollten nicht den gleichen, falschen Versprechen der „Offenen Nachbarschaft“ erliegen.

 

Wenn der Druck durch Bebauung weiterwächst, dann presst der Verkehr weiter ungehindert in die Nebenstraßen. Beispiele gibt es genug (Leipziger Straße, Nohlstraße, Lindenstraße, Eichenallee, usw.). Verkehr in die Nebenstraßen zu pressen um die Hauptstraßen vom Verkehr zu entlasten ist eine geistige Bankrotterklärung der Kommunalpolitik und der Verkehrsplaner.

 

Die Szenarien

Szenario 1:

Die Allee in der (Alten) Schildower Straße wird zur B96 durchgängig gefällt, die Straße wird verbreitert und zur Vorfahrtsstraße („ruhiger Verkehrsfluss“), die Bundesfernverkehrsstraße 96 (mit LKW und allem Drum und Dran) wird „nachhaltig“ vom Durchgangsverkehr „entlastet“. Das LKW-Durchfahrtsverbot in der Schildower Straße ist übrigens nur dem schlechten Straßenbelag zu verdanken – kein Witz! Den zukünftigen Lärmpegel und den Gestank werden dann auch die entfernten Nebenstraßen noch registrieren. Liebe „Offene Nachbarschaft“ man muss auch wissen wann Schluss ist…

 

Szenario 2:

Der motorisierte Durchgangsverkehr wird an der Landesgrenze durch Modalfilter abgebunden. Rettungswagen und Feuerwehr können weiter passieren. Fußgänger und insbesondere Radfahrer können sich in der (Alten) Schildower Straße sicher fühlen. Nach zwei Wochen regt sich kaum ein Mensch mehr darüber auf und die Wohnviertel bleiben Wohnviertel.

 

 

Berlin hat die Wahl im September - wir freuen uns schon darauf!


Juristische Schritte für den Kiezblock im Waldseeviertel

21.04.2021

 

Die Bewohner des Waldseeviertels sind es leid: Nach jahrelangem Kampf gegen den Durchgangsverkehr hatten im Februar 2020 endlich alle sechs Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf einstimmig beschlossen, dass die Blechlawine aus dem Umland nicht weiter durch das Wohnviertel rollen darf. Mit Modalfiltern, die den Autoverkehr ausbremsen, den Fuß- und Radverkehr aber durchlassen, sollte der motorisierte Durchgangsverkehr unterbunden werden. Nun aber setzt sich das Bezirksamt über den demokratisch gefassten Beschluss hinweg und legt stattdessen eine zweifelhafte rechtliche Stellungnahme vor.

 

„Die bezirkliche Argumentation, dass die kleinen Wohnstraßen im Waldseeviertel zur Entlastung der Bundesfernstraße B96 gebraucht würden, ist blanker Hohn“, so Prof. Dr. Michael Ortmann von der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung. Täglich fahren 6.000 Kfz durch das Waldseeviertel. Der Anteil der Durchfahrten beträgt laut unabhängigem Verkehrsgutachten 90%.

 

Die Bewohner gehen nun mit juristischem Beistand gegen das undemokratische und gesetzeswidrige Verhalten des Bezirksamtes vor.

 

Der beim Straßenverkehrsamt Reinickendorf eingereichte anwaltliche Antrag stützt sich unter anderem auf das Berliner Mobilitätsgesetz, das natürlich auch im Bezirk Reinickendorf gilt. Demnach ist der starke Durchgangsverkehr im Waldseeviertel zum Schutz der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu unterbinden. Das Mobilitätsgesetz sieht einen Vorrang des Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehrs vor – und zwar bei allen Planungen und Maßnahmen, also auch im Waldseeviertel.

 

Weiterführende Informationen hier: https://changing-cities.org/juristische-schritte-fuer-den-kiezblock-im-waldseeviertel/

 

 



Der Durchgangsverkehr muss wieder dahin wo er hingehört: auf die Hauptstraßen!

Das Wohnquartier zwischen der Hauptstraße in Glienicke (K6501) und der Berliner Straße (B96) in Hermsdorf rund um die (Alte) Schildower Straße, den Waldsee und das Tegeler Fließ in Hermsdorf bietet eine sehr gute Wohnqualität.

 

Leider wird dieses Wohngebiet durch bereits seit Jahren weiter zunehmenden Autoverkehr durchschnitten. Sowohl die Lessingstraße als auch die Alte Schildower Straße in Glienicke sind täglich mit ca. 3.000 Durchfahrten belastet. Auf der Schildower Straße addiert sich der Verkehr auf Berliner Stadtgebiet auf ca. 6.000 Durchfahrten.

 

Der "Zeitvorteil" der Abkürzung durch das Wohngebiet anstelle der Fahrt über die Hauptstraßen beträgt Nachmittags maximal drei Minuten. Drei Minuten Ungeduld, die ein reines Wohngebiet zerschneiden.

 

In allen Straßen wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten. 

Morgendlicher Durchgangsverkehr Schildower Straße Ecke Gertrudstraße

Bild: Michael Ahrendt 

Schluss mit der Verdrängung des Verkehrs in die Nebenstraßen!

Die derzeit eklatante "Verdrängung" des Verkehrs von den Hauptstraßen in die Nebenstraßen zu unseren Lasten wird nicht länger akzeptiert. Die betroffenen Straßen sollten eigentlich den Verkehr der angrenzenden Nebenstraßen sammeln. De facto dienen Sie der Ableitung des Verkehrs von der Hauptstraße. Eine Situation, der die Anwohner nicht mehr länger tatenlos zusehen wollen! Es gibt gute Gründe für mehr Verkehrsberuhigung:

  1. Der betroffene Straßenabschnitt in der Karlstraße, Alte Schildower Straße und Schildower Straße ist ein 100%iges Wohngebiet.
  2. An dem Straßenabschnitt liegt der Kindergarten „Burratino“ mit ca. 100 Kindern.
  3. Die Straßen sind Schulwege.
  4. Der Hermsdorfer Waldsee und der hoch frequentierte Waldseespielplatz.
  5. Der Waldseeweg ist die Straße mit den meisten Baudenkmälern in Hermsdorf.
  6. Verbesserung der Lebensqualität durch weniger Verkehr.
  7. Der Karlplatz u.a. Straßen wurde als verkehrsberuhigende Maßnahme geschlossen.
  8. Der Berliner Mauerweg führt hier entlang.
  9. Emissions- und insb. Lärmschutz.