Alte Schildower Straße, Schildower Straße, Elsestraße, Lessingstraße, Karlstraße, Hermsdorfer Damm, Waldseeweg

Aktuelles:

Die Umbaupläne der Schildower Straße

Sehr geehrte Damen und Herren, anbei finden Sie die Pläne für den Neubau der Schildower Straße:

https://www.berlin.de/ba-reinickendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/strassenbau/artikel.1122459.php


Und jetzt, denken Sie auch an die Schildower Straße


Zur Diskussion um den runden Tisch und den Streit der Bürgerinitiativen

Bild rechts: Trampelpfad in der Nähe des Neuen Gymnasiums, Bild links: Abkürzung durchs Wohngebiet via Schildower Straße - rot markiert

29.06.2021

 

Wie oft haben Sie schon folgende Sätze gesagt: „Schön, wie der Durchgangsverkehr hier durch die Wohnstraßen fließt. Das macht eine Nachbarschaft erst so richtig lebenswert.“? Natürlich nie, das ist auch Unfug. Unpersönlicher, lauter und stinkender Autoverkehr zerschneidet Nachbarschaften, er trennt den Kiez, er bildet neue Grenzen. Man braucht dann bald „Querungshilfen“. In Hermsdorf wie in Glienicke.

 

Nachbarschaft ist mehr als ein Alibi. Nachbarschaft im eigentlichen Sinne heißt Rücksicht zu nehmen, z.B. nachts seine störende Beleuchtung zu löschen oder Lärm zu vermeiden; auch deplatzieren Autoverkehr aus Wohnvierteln herauszuhalten ist direkte Nachbarschaftspflege. Im übertragenen Sinne wird Nachbarschaft als abstrakter Kampfbegriff verwendet um die eigene Bequemlichkeit zu verstecken. Offen nicht für menschliche Begegnungen, offen für die unpersönliche Blechlawine auf der Durchreise.

 

Die Bürgerinitiative „Offene Nachbarschaft“ ist im Waldseeviertel nicht beliebt. Da kann Sie noch so oft ihre Selbstangaben zu Unterstützern von außerhalb erwähnen. Sie hat sich öffentlich nur einmal im Kiez blicken lassen, mit wenigen Leuten, die Zettel an den Durchgangsverkehr verteilt haben. Diese Initiative ist nur außerhalb des Kiezes beliebt oder bei denen, die in Sackgassen leben und sich dort vermeintlich sicher fühlen. In den ruhigen Nebenstraßen des Waldseeviertels hat sich hingegen noch eine dritte Initiative gebildet (die Bürgerinitiative gegen Durchgangsverkehr in Wohnstraßen), die den Weitblick mitbringt zu sehen, dass auf mittlere Frist auch die anderen Nebenstraßen der Nachbarschaft vom zunehmenden Verkehrsaufkommen erreicht werden und dem Kiez die Lebenskraft nehmen.

 

Der „runde Tisch“

Seit 25 Jahren ist die prekäre Verkehrssituation in der Schildower Straße in Berlin aktenkundig. In unendlich vielen Sitzungen wurde in den Berliner Gremien darüber gesprochen. In Glienicke ist das Thema mindestens genauso lange präsent. Seit 2014 wird darüber - auf unseren Impuls hin – sogar gemeinsam gesprochen. Und jetzt kommt ein „runder Tisch“ mit noch mehr Beteiligten. Er bringt sicher „eine sachgerechte, ganzheitliche Lösung.“. Merken Sie, wie sie bereits geistig nicken? Aber wozu eigentlich? „Ganzheitlich“, „sachgerecht“ das klingt gut, bedeutet aber nichts. Das ist rhetorische Manipulation und meint im Ergebnis mehr Verkehr in Wohngebieten. Nach 25 Jahren voller Gespräche und Beschlüsse jetzt zu Gesprächen aufzufordern, ist die Lehrbuchdefinition von Politikverdrossenheit. Ich verrate Ihnen bereits das Ergebnis des „runden Tischs“: Es wird nichts passieren! Die Suche nach der Weltformel wird wieder ergebnislos enden. Das ist Sinn und Zweck aller manipulativen Phrasen. Die Befürworter des Durchgangsverkehrs in Wohnvierteln werden dabei zum Alibi für die konfliktscheue Kommunalpolitik.

 

Trampelpfade

Der so verniedlichend „Schleichverkehr“ genannte Durchgangsverkehr von der Hauptstraße kommt einem Trampelpfad gleich wie Sie ihn aus Parks kennen. Das ist nicht schön. Oft werden dann kleine Zäune gesetzt oder Hindernisse platziert. Die Konsequenz kann nicht sein, jeden Trampelpfad auszubauen bis schlussendlich alles geteert ist.

Eine exemplarische Erkenntnis aus den jahrelangen Gesprächen im Ort: Die früher in Glienicke existierende Bürgerinitiative in der Schönfließer Straße hatte sich in der Frühphase für den Ausbau der Straße engagiert. Lkw, Schlaglöcher und ein schlechter Straßenbelag waren sehr laut. Die Straße wurde ausgebaut und es kam sehr viel mehr Verkehr und Lkw, der alles bisher Dagewesene an Lärm und Gestank noch in den Schatten stellte. Wir sollten nicht den gleichen, falschen Versprechen der „Offenen Nachbarschaft“ erliegen.

 

Wenn der Druck durch Bebauung weiterwächst, dann presst der Verkehr weiter ungehindert in die Nebenstraßen. Beispiele gibt es genug (Leipziger Straße, Nohlstraße, Lindenstraße, Eichenallee, usw.). Verkehr in die Nebenstraßen zu pressen um die Hauptstraßen vom Verkehr zu entlasten ist eine geistige Bankrotterklärung der Kommunalpolitik und der Verkehrsplaner.

 

Die Szenarien

Szenario 1:

Die Allee in der (Alten) Schildower Straße wird zur B96 durchgängig gefällt, die Straße wird verbreitert und zur Vorfahrtsstraße („ruhiger Verkehrsfluss“), die Bundesfernverkehrsstraße 96 (mit LKW und allem Drum und Dran) wird „nachhaltig“ vom Durchgangsverkehr „entlastet“. Das LKW-Durchfahrtsverbot in der Schildower Straße ist übrigens nur dem schlechten Straßenbelag zu verdanken – kein Witz! Den zukünftigen Lärmpegel und den Gestank werden dann auch die entfernten Nebenstraßen noch registrieren. Liebe „Offene Nachbarschaft“ man muss auch wissen wann Schluss ist…

 

Szenario 2:

Der motorisierte Durchgangsverkehr wird an der Landesgrenze durch Modalfilter abgebunden. Rettungswagen und Feuerwehr können weiter passieren. Fußgänger und insbesondere Radfahrer können sich in der (Alten) Schildower Straße sicher fühlen. Nach zwei Wochen regt sich kaum ein Mensch mehr darüber auf und die Wohnviertel bleiben Wohnviertel.

 

 

Berlin hat die Wahl im September - wir freuen uns schon darauf!


Der Runde Tisch zum Waldseeviertel war eine einzige Farce

Berlin, 24. Juni 2021

Seit 25 Jahren ist das Verkehrsproblem im Waldseeviertel ein Thema in der Kommunalpolitik. Die erste länderübergreifende Zusammenarbeit und das erste Treffen der Verkehrsausschüsse aus Glienicke und Reinickendorf im Jahr 2015 geht auf unsere Initiative zurück. Wir haben die Kommunalpolitik zusammengebracht, damit unser Problem gemeinsam gelöst wird. Runde Tische gehörten dazu, zum Beispiel als Teil der AG Verkehr in Glienicke im Jahr 2016.

 

Dieser neuerliche Runde Tisch war die größtmögliche Zeitverschwendung für alle Beteiligten. Am Ende konnte man nicht einmal gemeinsam feststellen, dass es einen verkehrlichen Missstand im Waldseeviertel gibt, von einer Absichtserklärung zur Lösung des konkreten Verkehrsproblems im Waldseeviertel ganz zu schweigen. Der Landkreis Oberhavel hatte bereits im Vorfeld schriftlich angezeigt, dass die Gestaltungsmöglichkeiten der kommunalen Träger endgültig erschöpft seien. Die Senatsverwaltung hatte hingegen schriftlich dargelegt, dass die Zuständigkeit für Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel ausschließlich beim Bezirksamt liege. Der Senat würde bei einer Sperrung des Waldseeviertels für den Kfz-Durchgangsverkehr nicht eingreifen und nahm wohl deshalb gar nicht erst an diesem Runden Tisch teil.

 

Die Gemeinde Glienicke hatte seinerzeit sämtliche Vorschläge der AG Verkehr zur Schildower Straße in die Tonne gekloppt. Das Bezirksamt Reinickendorf setzt den Konsensbeschluss der Bezirksverordnetenversammlung zur Erprobung von Modalfiltern in der Schildower Straße nicht um. Stattdessen soll nun, so berichtete das Bezirksamt, das Gegenteil passieren: die Schildower Straße wird 2023 ausgebaut und die Engstellen werden zurückgebaut, damit der motorisierte Verkehr besser fließt. Außerdem soll eine zusätzliche Buslinie durch die engen Straßen an der Stadtgrenze führen. Parkmöglichkeiten am Straßenrand sollen für die Leichtigkeit des Pendlerverkehrs eingeschränkt werden. Ob die hundert Jahre alten Linden dafür gefällt werden müssen, ist offen, man denke an die Ernststraße in Tegel. Wohlmöglich soll auf diese Weise allen Reinickendorfern Angst gemacht werden und ein Exempel im Waldseeviertel statuiert werden: seht her, was passiert, wenn ihr das Bezirksamt bedrängt! In solch einer bürgerverachtenden Weise gegen die eigenen Einwohner zu agieren, ist wohl kaum nachhaltig erfolgversprechend. Das wird die Reinickendorfer CDU hoffentlich schon bei der nächsten Wahl spüren.

 

Wir haben die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung in 2014 gegründet, um damit zu demonstrieren, dass wir so lange am Thema dranbleiben, bis unser konkretes Verkehrsproblem gelöst ist. Die Gegner jedweder Verkehrsberuhigung können die Wahrheit offenbar nicht länger ertragen. Nur so lässt sich die Gereiztheit manch eines Teilnehmers am Runden Tisch erklären, als wieder einmal die Fakten zur Überlastung der Nebenstraßen im Waldseeviertel dargelegt wurden. Politiker kommen und gehen, wir bleiben.

 


Der „Runde Tisch“ – vom Berliner Beschluss zu mehr Verkehrsberuhigung zum Ausbau der Schildower Straße - wir sind entsetzt!

Am 24.06. tagte der „Runde Tisch“ aus Beteiligten der Bürgerinitiativen und der Kommunalpolitik aus Berlin und Glienicke. Leider standen die Ergebnisse des Gesprächs bereits im Vorfeld fest und die Moderation durch die Bezirksstadträtin war parteiisch. Anstatt einer gemeinsamen Lösungssuche gab es zu Beginn viel „weiße Salbe“ in Form von unverbindlichen, abstrakten Appellen an „höhere Stellen“. Anstelle von gemeinsamen Maßnahmen für mehr Verkehrsberuhigung in der Schildower Straße und den weiteren Nebenstraßen folgte die Ansage, man würde die Straße ausbauen und die bestehende Verkehrsberuhigung ab - einfach Grotesk. Es wäre ein echter Treppenwitz, wenn ausgerechnet in der Schildower Straße – dem Herzensanliegen der ältesten aller länderübergreifenden Nachbarschaftsinitiativen - die Verkehrsberuhigung nun abgebaut würde.

 

Die Ärgernisse im Faktencheck in der Übersicht:

 

Der "Runde Tisch" sollte der gemeinsamen Lösungssuche dienen.

Kurios: Es wurde viel über abstrakte, interkommunale Verkehrskonzepte gesprochen, die weder in Berlin noch in Glienicke in der Kompetenz zur Umsetzung liegen. Konkrete Maßnahmen der Verkehrsberuhigung für die Schildower Straße wurden abgelehnt. Gegen Ende des „Runden Tischs“ wurden konkrete Pläne für den Ausbau der Schildower Straße präsentiert. Ein echter Rückschlag für vertrauensvolle, gemeinsame Gespräche.

 

Die Bezirksstadträtin aus Berlin sieht das größte Problem in den verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Schildower Straße.

Kurios: Denn der Beschluss der Berliner BVV war es, die Schildower Straße vom motorisierten Durchgangsverkehr zu entlasten.

 

Der Glienicker Bürgermeister möchte die Verkehrsberuhigung auch in der Schildower Straße in Glienicke zurückbauen um den Bus durch die Straße zu schicken (und mit ihm den Durchgangs-verkehr); vorgeblich um Radfahrer zu schützen.

Kurios: Denn wenn die Straße ausgebaut wird, dann sind Radfahrer die letzten, die davon profitieren würden, weil der Autoverkehr sie schlicht verdrängt (diverse Beispiele bekannt).

 

Die Bürgerinitiative „Offene Nachbarschaft“ bejubelt – freudig erregt – jeden Schritt in Richtung Ausbau der Schildower Straße zur Hauptstraße.

Kurios: Denn die echten Nachbarn, die die unter dem täglichen Durchgangsverkehr leiden, scheinen ihnen dabei völlig egal, sie stehen der eigenen Bequemlichkeit im Weg.

 

Das schlechteste Argument: „Es darf durch Verkehrsberuhigung keine „Verlagerungseffekte“ geben“.

Kurios: Denn hier wird schlicht das Unmögliche eingefordert. Maßnahmen die wirken, und den Verkehr lenken, werden ausgeschlossen. Wir kennen keine Maßnahme außen Nichtstun, die nicht wirkt. Dabei ist der einzige echte Verlagerungseffekt der, der jahrelangen Ableitung des Verkehrs von Hauptstraßen durch reine Wohngebiete.

 

 

 


Das Statement unserer Bürgerinitiative in der Sitzung des „Runden Tischs“

„Lassen Sie uns mit folgendem Beginnen: Unsere Bürgerinitiative für die Schildower Straße ist der Ausgangspunkt von allem heute hier. Seit 25 Jahren ist das Problem in der Schildower Straße und den umliegenden Straßen in der Kommunalpolitik Thema.

 

Erzählen Sie uns nichts von länderübergreifender Zusammenarbeit oder Nachbarschaft. Die erste länderübergreifende Zusammenarbeit in diesem Thema, in dieser Gegend, überhaupt geht auf uns zurück. Das erste Treffen der Verkehrsausschüsse aus Reinickendorf und Berlin nach der Wiedervereinigung überhaupt – geht auf unsere Initiative zurück. Weil wir die Kommunalpolitik zusammenbringen wollten um ein gemeinsames Problem zu lösen:

 

Viel zu viel Durchgangsverkehr in den Wohnstraßen in und um die Schildower Straße!

 

Aktivismus muss Ergebnisse erzielen. Dabei ist es viel schwieriger etwas zum Besseren zu verändern, als alles beim Alten zu belassen. Wir haben Ihnen 2014 in den Glienicker Ausschüssen bereits gesagt: Wir sind gekommen um zu bleiben!  Gegebenenfalls dauert das auch nochmal sehr, sehr viel länger. Aber: Bleibt das Problem, bleiben wir. Dann eben noch mal 20 Jahre. Die nächste Generation unserer Initiative steht schon bereit. Dauerhaft gegen die Anwohner zu regieren, das wird nicht klappen.

 

Das Problem in der Schildower Straße wird nur gelöst, wenn das Problem gelöst wird. Da passiert etwas, das ist falsch - der Durchgangsverkehr presst immer stärker in ein reines Wohnviertel - und es wird nichts dagegen unternommen. Es braucht messbar weniger Durchgangsverkehr im Waldseeviertel, eine echte Lösung! Aber immer, wenn wir an dem Punkt sind, dass sich etwas zu Besseren verändern könnte, tun wir so, als ob wir in dem Thema neu anfangen. Neue Gutachten, noch eine Messung, wieder neue Gespräche mit neuen Leuten – alles Blendwerk, das davon ablenkt, dass Sie das konkrete Problem noch nicht gelöst haben.

 

Es gibt es einen Ausdruck für das, was Sie hier heute beschließen wollen: Sie wollen „weiße Salbe“ beschließen – eine „Placebo Anwendung“ von unverbindlichen Erklärungen mit „abstrakten Lösungen“. Nicht die konkret benannten Probleme werden gelöst, es werden hochtrabende Erklärungen verfasst. Auf einer Ebene der Komplexität, die gegen das konkrete Verkehrsproblem, seines Gleichen sucht. Ich frage einmal provokant: Wie groß dürfen die Problem sein, damit sie sie lösen können? Versuchen Sie sich doch mal an einem kleinen, konkreten Problem, bevor sie sich an die Großen „interkommunalen Verkehrskonzepte“ trauen. „Weiße Salbe“ - gut für Politiker, schlecht um zu wirken.

 

Glienicke hat die Beschlüsse der AG Verkehr zur Schildower Straße nicht umgesetzt.

 

Berlin setzt die Beschlüsse der BVV zur Schildower Straße nicht um.

 

Fürs Nichtstun und die Probleme – nun mindestens - 25 Jahre auszusitzen braucht es das hier nicht. Unsere Geduld am Ball zu bleiben ist ungebrochen, aber wir werden zunehmend ungeduldig. Wir bieten Ihnen gerne eine Wette an: Mit Ihrer Erklärung ist das Verkehrsproblem in der Schildower Straße weder in fünf noch in zehn Jahren gelöst! Wir sind gekommen um zu bleiben solange das Problem besteht!

 

Unsere konkreten Fragen:

Wann werden messbare Ergebnisse der Verkehrsreduktion in der Schildower Straße erzielt? 

 

Was nehmen wir hier heute konkretes für die Schildower Straße mit um die Situation zu verbessern?“


Unser Dank gilt allen Unterstützer*innen! Fahrraddemonstration am 15.05.2021

Gelungene Demonstration trotz strömenden Regens, Gewitter und Hagel

15.05.2021

 

Der motorisierte Verkehr ist das Sorgenkind des Klimaschutzes. Ein Ziel des Pariser Abkommens ist die Reduktion der Treibhausgase um 95% bis 2050. Im Verkehrssektor ist die Emission der Treibhausgase seit 1990 jedoch um 25% gestiegen. Wie soll der Umstieg auf das Fahrrad gelingen, wenn die Bezirksstadträtin  Veränderungen aus ideologischen Gründen abblockt? Es fehlt dem Bezirksamt schlichtweg die Vorstellungskraft, welche Qualitäten eine gute Zu-Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur mit sich bringt. Dafür demonstrierten am Samstag etwa 500 Menschen. Auch strömender Regen, Gewitter und Hagel, hielten den Großteil nicht davon ab, den Fahrradkorso im Bermuda-Dreieck-Reinickendorf zu vollenden. Denn wie die Erde den Regen braucht, so braucht sie auch die Verkehrswende und Menschen, die dafür eintreten.

 

Der fünfjährige Mattis hielt eine Ansprache: Er wünschte sich eine Fahrradstraße auf dem Waldseeweg. Wir meinen: "Richtig, wichtig und mutig! Danke Mattis."

 

Nirgendwo lässt sich das Nützliche mit dem Angenehmen so schön verbinden wie im Waldseeviertel. Die Strecke entlang der Schildower Straße ist schon jetzt eine wunderbare Ergänzungsroute im Radverkehrsnetz Berlin. Doch der Anteil der motorisierten Druchfahrten beträgt hier bis zu 90%. Deshalb verkleideten sich einige Teilnehmer als menschliche Poller.  Sie ließen auf den engen Straßen des Waldseeviertels nur die "Pollernaise" der fröhlichen Fahrradfahrer hindurch. Es war ein Wink mit dem Zaunpfahl an die CDU.

 


ADFC Reinickendorf, BI Waldseeviertel, Changing Cities Reinickendorf, Initiative Zabel-KrügerDamm und Fridays for Future Reinickendorf rufen gemeinsam auf zur Teilnahme an der

 

Fahrraddemonstration

 

Mehr Sicherheit für Radfahrer*innen und mehr Ruhe für Anwohner*innen

 

am Samstag, 15. Mai 2021 um 14.30 Uhr, Start und Ziel: S-Bhf Waidmannslust

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wenn beim Radfahren ständig die Angst mitfährt, wird das schwierig mit dem Umstieg vom Auto aufs Rad, mit der Verkehrswende also und dem dringend benötigten Klimaschutz.

 

Wo haben Radfahrer*innen in Reinickendorf am meisten Grund, Angst zu haben? Das hat der Tagesspiegel 2018 mit dem Projekt #Radmesser gemessen. Auf den Straßen Oraniendamm – Waidmannsluster Damm und Hermsdorfer Damm wurde schon 2018 zu eng überholt – daher erhielt diese Strecke den unrühmlichen Namen „Bermuda-Dreieck“. Leider hat sich seitdem kaum etwas verändert!

 

Daher laden wir zu einem Fahrradcorso durch das nordöstliche Reinickendorf ein. Mit dem Rundkurs wollen wir auf die fehlende Sicherheit insbes. für Radfahrer*innen auf den Straßen von Reinickendorf, auf die übermäßige Lärmbelastung durch den motorisierten Verkehr und auf die Notwendigkeit der Einrichtung von Pop-Up-Radwegen auch in unserem Bezirk hinweisen.

 

Trotz des großen Medien-Hypes um die Berliner Pop-Up-Radwege wurden gerade mal 25 km dieser besonderen Fahrradstrecken in Berlin eingerichtet – das sind nicht mal 16 % dessen, was laut Mobilitätsgesetz im Jahr 2020 hätte gebaut werden sollen! In Reinickendorf gibt es übrigens nicht einen einzigen Meter Pop-Up-Radweg. Überhaupt ist die Fahrradinfrastruktur in Reinickendorf veraltet: ungepflegte Hochbordradwege mit Wurzelschwellen, Radwege, die im Nichts enden oder unzureichende Fahrrad-Abstellanlagen.

 

Es gibt also hinreichend Gründe, auf die Straße zu gehen und auf die für Rad fahrende Menschen miserable Situation aufmerksam zu machen – gerade zu Beginn eines Superwahljahres. Entlang der Strecke wird es mehrere kreative Aktionen sowie Redebeiträge von aktiven Radfahrer*innen geben. Die Veranstaltung ist polizeilich angemeldet; wir befolgen die Hygieneregeln (Abstand und Maske).

 

Mit freundlichen Grüßen

 

  • ADFC Stadtteilgruppe Reinickendorf, Carsten Schulz, www.adfc-berlin.de,
  • BI Waldseeviertel, Michael Ortmann, www.schildower-strasse.de,
  • Changing Cities Reinickendorf, Mathias Adelhoefer, rad-reinickendorf.de,
  • Fridays for Future Reinickendorf,
  • Initiative Zabel-Krüger-Damm, Tobias Büchner, izkd.de/index.html
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Aufruf zur Fahrraddemo am 15.05.2021
Aufruf zur Fahrrad-Demo Bermuda-Dreieck
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Stellungnahme zu den Wahlprüfsteinen der Parteien

06.05.2021

 

Stellungnahme Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel zu den Antworten der Parteien auf die „Wahlprüfsteine“ der Bürgerinitiativen

 

Die Antworten der Parteien zu den Wahlprüfsteinen bieten das erwartbare Spektrum zwischen echtem Fortschrittswillen und Experimentierfreude auf der einen und dem Abspulen pseudo-fortschrittlicher Floskeln auf der anderen Seite, die offenbar nur dazu dienen sollen, den eigentlichen

Willen zum „Weiter so“ mehr schlecht als recht zu verbrämen.

 

Vornehmlich die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und die Linke haben sich erkennbar zum Ziel gesetzt, die zentralen Forderungen des Mobilitätsgesetzes nach weniger motorisiertem Individualverkehr und weniger Parkplätzen im Öffentlichen Raum wirklich ernst zu nehmen. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Fraktionen hantieren sie nicht mit der höchstens oberflächlich logisch erscheinenden Vorstellung von einem Ladesäulensystem für Elektrofahrzeuge (des motorisierten Individualverkehrs, der doch vermieden werden soll!) im öffentlichen Raum, der dadurch noch knapper und zulasten der anderen Verkehrsteilnehmer belegt würde. Auch im Lärmaktionsplan sehen sie mehr als ein Feigenblatt und erkennen unter anderem Kiezblocks als mögliches Instrument der Verkehrssteuerung an.

 

Wenig überraschend ist das größte Beharrungsvermögen auf der Seite der in Reinickendorf langjährig verantwortlichen CDU zu erkennen, die den Bezirk sehenden Auges in die gegenwärtige Situation gesteuert hat: Eine Situation, in der es an allen Ecken und Enden durch automobile Überlastung buchstäblich dermaßen klemmt und stinkt, dass die betroffenen Menschen sich lautstark zu Wort melden. Die gleichen Verantwortlichen, die zuletzt im Waldseeviertel unter Missachtung des einstimmigen Konsens der BVV einen vielleicht richtungsweisenden verkehrspolitischen Feldversuch zur echten Gleichstellung des Rad- und Fußverkehrs mit dem Pkw-Verkehr zumindest vorläufig vereitelt haben, stellen sich jetzt als verkehrspolitisch verantwortungsvoll, langfristig und großräumig denkend und unideologisch agierend dar.

 

Nein, es ist nicht unideologisch, Radwegen nur 2,5 % der gesamten Verkehrsfläche zuzubilligen. Es ist auch nicht unideologisch, Kfz-Pendlerverkehr als gegeben und auf 'Magistralen' 'bündelbar' darzustellen. Eine Illusion! Es ist im Gegenteil ideologisch, Konzepte wie flächendeckendes Tempo 30 innerhalb von Städten als ‚noch zu wenig erforscht‘ darzustellen, wenn es beispielsweise aus Frankreich harte Zahlen aus über 200 Städten und Kommunen gibt, die genau dieses praktizieren – mit Erfolg und als Nebeneffekt einer direkt nachweisbaren Reduktion der Zahl der Verkehrstoten um 70 % (siehe Midi Libre,Montpellier, vom 20.02.2021, https://t1p.de/84v0 und <https://t1p.de/84v0>).

 

Mit den immer gleichen Phrasen wird Reinickendorf keine gute verkehrspolitische Zukunft haben. Es ist Zeit, wirklich etwas zu verändern.

Antworten der Parteien

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Antworten Wahlprüfsteine - Grüne
Wahlprüfsteine Bürgerinitiativen Reini
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Antworten Wahlprüfsteine - Linke
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Antworten Wahlprüfsteine - CDU
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Antworten Wahlprüfsteine - SPD
Wahlprüfsteine Bürgerinitiativen Reini
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Antworten Wahlprüfsteine - FDP
Wahlprüfsteine Bürgerinitiativen Reini
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Antworten Wahlprüfsteine - AfD
Wahlprüfsteine Bürgerinitiativen Reini
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Juristische Schritte für den Kiezblock im Waldseeviertel

21.04.2021

 

Die Bewohner des Waldseeviertels sind es leid: Nach jahrelangem Kampf gegen den Durchgangsverkehr hatten im Februar 2020 endlich alle sechs Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf einstimmig beschlossen, dass die Blechlawine aus dem Umland nicht weiter durch das Wohnviertel rollen darf. Mit Modalfiltern, die den Autoverkehr ausbremsen, den Fuß- und Radverkehr aber durchlassen, sollte der motorisierte Durchgangsverkehr unterbunden werden. Nun aber setzt sich das Bezirksamt über den demokratisch gefassten Beschluss hinweg und legt stattdessen eine zweifelhafte rechtliche Stellungnahme vor.

 

„Die bezirkliche Argumentation, dass die kleinen Wohnstraßen im Waldseeviertel zur Entlastung der Bundesfernstraße B96 gebraucht würden, ist blanker Hohn“, so Prof. Dr. Michael Ortmann von der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung. Täglich fahren 6.000 Kfz durch das Waldseeviertel. Der Anteil der Durchfahrten beträgt laut unabhängigem Verkehrsgutachten 90%.

 

Die Bewohner gehen nun mit juristischem Beistand gegen das undemokratische und gesetzeswidrige Verhalten des Bezirksamtes vor.

 

Der beim Straßenverkehrsamt Reinickendorf eingereichte anwaltliche Antrag stützt sich unter anderem auf das Berliner Mobilitätsgesetz, das natürlich auch im Bezirk Reinickendorf gilt. Demnach ist der starke Durchgangsverkehr im Waldseeviertel zum Schutz der Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zu unterbinden. Das Mobilitätsgesetz sieht einen Vorrang des Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehrs vor – und zwar bei allen Planungen und Maßnahmen, also auch im Waldseeviertel.

 

Weiterführende Informationen hier: https://changing-cities.org/juristische-schritte-fuer-den-kiezblock-im-waldseeviertel/

 

 


Spendenaufruf

03.03.2021

 

Sehr geehrte Unterstützer,

 

das Verkehrsgutachten des Bezirksamts bestätigt das Verkehrsproblem im Waldseeviertel:

Täglich fahren mehr als 6.000 Kfz durch das Waldseeviertel. Keine dieser Straßen ist eine amtliche Verbindungsstraße.

 

Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Sperrung des Waldseeviertels die einzige sinnvolle und überprüfbare Möglichkeit ist, den Durchgangsverkehr zu unterbinden. Um aber die B96 zu den Stoßzeiten durch die Nebenstraßen zu entlasten, wird die Maßnahme abgelehnt. Eine sinnvolle Alternative bieten die Verkehrsplaner nicht.

 

Im Widerspruch zum Berliner Mobilitätsgesetz wird eine untergeordnete Wohn- und Erschließungsstraße dazu genutzt, die Bundesfenverkehrsstraße 96 zu entlasten!

 

Wir gehen davon aus, dass es einen Rechtsanspruch auf Verkehrsentlastung gibt. Wir wollen mit anwaltlicher Hilfe einen formalen Antrag auf Durchführung der beschlossenen Verkehrsberuhigung einreichen.

 

Für die Ausarbeitung eines entsprechenden Antrags braucht es Ihre Unterstützung.

 

Wir haben  Kontakt zu Changing Cities e.V. aufgenommen, die uns unterstützen und begleiten. Changing Cities e.V. hat für unser Vorhaben eine Spendenseite eingerichtet. Von den eingegangenen Beträgen stehen uns 90% zur Verfügung. Die restlichen 10% verbleiben bei Changing Cities e.V. 

 

Changing Cities ist gemeinnützig. Sie erhalten einen Zuwendungsbescheid als Nachweis, um die Spende von der Steuer absetzen zu können. 

 

https://changing-cities.org/civicrm/?civiwp=CiviCRM&q=civicrm%2Fcontribute%2Ftransact&reset=1&id=25

 

Wir bitten um Ihre Unterstützung!

 


Bürgerbeteiligung - Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel

25.02.2021

 

Verkehrsberuhigung für die Wohngebiete - kein Spaltpilz in der Nachbarschaft!  Der unausgegorene Vorschlag der Einbahnstraßenregelung war nur dazu da, die einen Nachbarn gegen die anderen aufzubringen. Diese Rechnung ist heute nicht aufgegangen!

 

Lassen Sie sich nicht für den Durchgangsverkehr instrumentalisieren!

 

Die Schildower Straße ist im Verhältnis bereits heute stärker überlastet als die B96. Immer mehr Zuzug ins Umland wird zunehmend noch mehr Durchgangsverkehr von den Hauptstraßen in die Wohngebiete pressen.

 

Ohne die Verschwenkungen, mit neuer Teerdecke und breiterer Fahrbahn in der Schildower Straße wird es immer mehr Autoverkehr geben. Es dem Autoverkehr zu vereinfachen heißt mehr Autoverkehr zu bekommen. Es wird sogar angedeutet dafür die alten Linden in der Schildower zu fällen! 

 

Kein Ausbau, kein bequemerer Autoverkehr in Wohngebieten!

 

In fünf Jahren ist es durch den Zuzug zu spät - eine neue Hauptstraße trennt das Viertel, weitere Nebenstraßen werden dann auch belastet.

 

Der Durchgangsverkehr muss raus aus ALLEN Wohngebieten  - Kiezblocks für ALLE - JETZT!

Autos haben Priorität in Reinickendorf

CDU-Stadträtin ignoriert Beschluss der Bezirksverordneten für effektive Verkehrsberuhigung


Kein Durchgangsverkehr in Wohngebieten – Kiezblöcke in Hermsdorf

Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung setzt sich seit fünfzehn Jahren dafür ein, den  Durchgangsverkehr im Hermsdorfer Waldseeviertel zu stoppen. 

 

Der stetige Anstieg der Verkehrsbelastung aus dem Umland verdrängt den Verkehr zunehmend in  die Wohn- und Nebenstraßen in ganz Hermsdorf.  

 

Das Bezirksamt, vertreten von Frau BzStRin Schultze-Berndt, möchte dieser Entwicklung nicht  nur weiter tatenlos zusehen, sie versucht sogar, Bürger*innen in Nebenstraßen mit der Aussicht  auf „Verlagerungseffekte“ durch Verkehrsberuhigungsmaßnahmen gegeneinander auszuspielen.

 

Umwegeführungen des Verkehrs durch Wohnvierteln lehnen wir klar ab!

 

Die Philosophie, dass Wohnstraßen zur Entlastung der Hauptstraßen gebraucht werden, ist  blanker Irrsinn und wird durch weiteren Zuzug ins Umland dazu führen, dass wunderschöne Wohnviertel zunehmend zerschnitten und für die Bewohner durch Lärm, Abgase sowie  Verkehrsgefährdung unnötig belastet werden.  

 

Wenn die B96 oder andere Hauptstraßen voll sind, dann ist das so!  Der automobile Verkehrskollaps ist ohnehin Realität bzw. in den nächsten Jahren unausweichlich.

 

Retten wir unsere Wohnviertel solange es noch geht. Der Autoverkehr muss auf die Hauptstraßen, die Wohnstraßen sind für die Menschen da!  

 

Es ist an der Zeit, in ganz Hermsdorf Kiezblocks einzurichten, damit es keinen Durchgangsverkehr  mehr in den Wohnvierteln gibt: https://changing-cities.org/kampagnen/kiezblock/ 

 

Die BVV hat am 13.05.20 ohne Gegenstimmen beschlossen, einen solchen Kiezblock im  Waldseeviertel zu erproben, um den Durchgangsverkehr zu stoppen. Das Bezirksamt möchte diesen  Beschluss jetzt nicht umsetzen und schiebt ein 50.000 Euro teures Gutachten vor. Die Erkenntnis daraus: „wenn man die Wohnviertel sperrt, kann der Durchgangsverkehr nur noch  auf der Hauptstraße fahren.“

  

Wenn auch Sie unseren Wunsch nach Kiezblocks in Hermsdorf unterstützen, dann  schreiben Sie dies der Bezirksverordnetenversammlung bvv@reinickendorf.berlin.de, der Bezirksstadträtin: katrin.schultze-berndt@reinickendorf.berlin.de, oder dem Bürgermeister: frank.balzer@reinickendorf.berlin.de 

 

Kiezblocks JETZT und nicht erst, wenn es zu spät ist! Wo sich der Autoverkehr erst etabliert, da bleibt er. 

 

16.02.2021 

Flyer - Kiezblocks

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Flyer - Kiezblocks
Flyer Hermsdorf 16 02 2021 clean4.pdf
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Waldseeviertel: Auch Reinickendorf kann #Kiezblock


Der Durchgangsverkehr muss wieder dahin wo er hingehört: auf die Hauptstraßen!

Das Wohnquartier zwischen der Hauptstraße in Glienicke (K6501) und der Berliner Straße (B96) in Hermsdorf rund um die (Alte) Schildower Straße, den Waldsee und das Tegeler Fließ in Hermsdorf bietet eine sehr gute Wohnqualität.

 

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Leider wird dieses Wohngebiet durch bereits seit Jahren weiter zunehmenden Autoverkehr durchschnitten. Sowohl die Lessingstraße als auch die Alte Schildower Straße in Glienicke sind täglich mit ca. 3.000 Durchfahrten belastet. Auf der Schildower Straße addiert sich der Verkehr auf Berliner Stadtgebiet auf ca. 6.000 Durchfahrten.

 

Der "Zeitvorteil" der Abkürzung durch das Wohngebiet anstelle der Fahrt über die Hauptstraßen beträgt Nachmittags maximal drei Minuten. Drei Minuten Ungeduld, die ein reines Wohngebiet zerschneiden.

 

In allen Straßen wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten. 

Morgendlicher Durchgangsverkehr Schildower Straße Ecke Gertrudstraße

Bild: Michael Ahrendt 

Schluss mit der Verdrängung des Verkehrs in die Nebenstraßen!

Die derzeit eklatante "Verdrängung" des Verkehrs von den Hauptstraßen in die Nebenstraßen zu unseren Lasten wird nicht länger akzeptiert. Die betroffenen Straßen sollten eigentlich den Verkehr der angrenzenden Nebenstraßen sammeln. De facto dienen Sie der Ableitung des Verkehrs von der Hauptstraße. Eine Situation, der die Anwohner nicht mehr länger tatenlos zusehen wollen! Es gibt gute Gründe für mehr Verkehrsberuhigung:

  1. Der betroffene Straßenabschnitt in der Karlstraße, Alte Schildower Straße und Schildower Straße ist ein 100%iges Wohngebiet.
  2. An dem Straßenabschnitt liegt der Kindergarten „Burratino“ mit ca. 100 Kindern.
  3. Die Straßen sind Schulwege.
  4. Der Hermsdorfer Waldsee und der hoch frequentierte Waldseespielplatz.
  5. Der Waldseeweg ist die Straße mit den meisten Baudenkmälern in Hermsdorf.
  6. Verbesserung der Lebensqualität durch weniger Verkehr.
  7. Der Karlplatz u.a. Straßen wurde als verkehrsberuhigende Maßnahme geschlossen.
  8. Der Berliner Mauerweg führt hier entlang.
  9. Emissions- und insb. Lärmschutz.