Alte Schildower Straße, Schildower Straße, Elsestraße, Lessingstraße, Karlstraße, Hermsdorfer Damm, Waldseeweg

Aktuelles:


Neuer Artikel aus der "RAZ" 09.07.2020


Neuer Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel vom 08.07.2020


Ein DANKE für Ihre Aktivitäten für die                 Verkehrsberuhigung

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

trotz des strömenden Regens haben Sie es sich nicht nehmen lassen, Ihre Verärgerung über die Verkehrssituation im Waldseeviertel öffentlich zu zeigen. Es waren etwa 150 Teilnehmer, die trotz der sehr kurzfristig angesetzten Veranstaltung dabei waren. Herzlich Dank an alle Teilnehmer, ganz besonders an die Kinder, so lange ausgehalten und zum Teil ihre eigenen Plakate mitgebracht haben um für einen sicheren Schulweg zu demonstrieren.

Die anwesenden Mitglieder vom Bezirksamt waren in sehr heftige Diskussionen mit unseren „Freunden“ der Initiative  „Offenen Nachbarschaft“ verwickelt. Wie bei jeder Äußerung aus dieser Richtung, kamen aber auch dieses Mal keine sachlichen Argumente gegen die geplante Verkehrsberuhigung. Einige Autofahrer, die vor der Sperrung nach links in die Veltheimstraße abbiegen mussten, zeigten lautstark, dass ihr Auto auch mit einer Hupe ausgestattet ist.

Leider haben viele Teilnehmer aufgrund des Wetters nicht mehr mitbekommen, dass der RBB noch kam und abends einen kurzen Bericht einen kurzen Bericht über unsere Demo gesendet hat:

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200620_1930/schildower_strasse_mein_thema_autoverkehr.html

Wir gehen davon aus, dass nach den Sommerferien die vom Bezirksamt beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden. Hierfür ist noch ein weiteres Verkehrsgutachten erforderlich. Es macht aber wenig Sinn, dieses während der Sommerferien zu erstellen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen sonnigen und entspannten Sommer – und bleiben Sie alle gesund.

 

Ihre Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung


Leserbrief zum Artikel "Erst miteinander reden-und notfalls auch klagen",Kurier Juni 2020

Meint es der Glienicker Bürgermeister tatsächlich ernst, wenn er den Kiezbus als angemessene Antwort auf den ausufernden Verkehr in Glienicke West und im Waldseeviertel anführt?
Die Einführung des Busses mag ja positiv und von Nutzen für Glienicker Bürger sein aber wie viele der tausenden Pendler, die täglich dieses Wohngebiet im Auto durchqueren um die Kreuzung an der B96 zu vermeiden, sind wohl inzwischen auf den Kiezbus umgestiegen oder haben dies demnächst vor?  Einer von 100?  Oder zwei?
Der Bus dürfte hier ebenso effektiv sein wie der mehrmals auf Bürgerversammlungen zum Thema Verkehrspolitik gehörte Vorschlag, doch an den S-Bahnhöfen in Hermsdorf und Frohnau mehr Fahrradständer zu platzieren.
Der Vorwurf an die Glienicker Verwaltung, dass hier nie über wirksame Maßnahmen nachgedacht wurde, ist völlig zutreffend; die Bürgerinitiative, die ein Konzept für eine Einbahnstraßenregelung vorgestellt hatte, wurde weitgehend ignoriert, bei Gesprächen mit Kandidaten verschiedener Parteien im Vorfeld von Wahlen hörte man ausweichende Antworten oder den Verweis, dass die Wohnstraßen in Glienicke West eben gebraucht würden um die Hauptstraße zu entlasten ( was eher hieß, dass sie weiter als eigentliche Hauptstraßen dienen sollten) und der Bürgermeister rekapitulierte auf Versammlungen zu diesem Thema jedes Mal die Entwicklung der Verkehrssituation in Glienicke seit den 90 Jahren, allerdings ohne Idee wie man darauf wirksam reagieren könnte.
Ich erinnere mich auch an einen Leserbrief einer Gemeindevertreterin vor einigen Jahren, die sich darin selbst beglückwünschte, bei der Wahl ihres Grundstücks nicht in diesem Teil des Ortes gelandet zu sein, von Interesse für die Belange der dortigen Anwohner keine Spur. Wer diesen oder den Bewohnern des Waldseeviertels jetzt Eigennutz vorwirft, sollte sich einmal gründlicher mit den Vorgängen um die Totalschließung der Schildower Str. an der Ecke zur Karlstr. in den 90er Jahren befassen, welche ohne jede vorab erfolgte Information und Bürgerbeteiligung handstreichartig erfolgte und die Schildower Str. auf Glienicker Seite zu einer idyllischen Sackgasse machte.
Der einzige Zweck war es damals den Durchgangsverkehr von und nach Berlin zu stoppen, (allerdings nur auf der Glienicker Seite), der dadurch in den anliegenden Straßen kanalisiert wurde.
Wer von den damaligen Glienicker Verantwortlichen ganz zufällig in der plötzlich himmlisch ruhigen Schildower Str. wohnte, ließe sich sicher auch noch feststellen.
Von großer Peinlichkeit ist im Übrigen die wiederholt geäußerte Anspielung bzgl. des "Wiederaufbaus der Mauer". Es geht hier um eine Reduzierung des Autoverkehrs, nicht darum Menschen mit Stacheldraht und Schießbefehl am Überqueren dieser Straßen zu hindern.
Auch war nicht festzustellen, dass bei einer Sperrung der Straße am Waldsee (wie es durch die Baustelle vor einigen Jahren der Fall war), der Verkehr in Glienicke völlig kollabierte, es gab sicher eine etwas längere Wartezeit an der Ampel an der B96 aber keine größeren Vekehrsprobleme im Ortszentrum. Der Verkehr verlief nur dort, wo er hauptsächlich hingehört, auf einer Hauptstraße und nicht auf dafür nicht ausgelegten Wohngebietsstraßen.
Insofern kann man den Beschluß aus Reinickendorf nur begrüßen, der jahrelangen Ignoranz der Glienicker Seite wurde endlich etwas entgegengesetzt.
M. Lewitzka


Da kann man nur schmunzeln…

Die Schildower Straße soll schon vor mehr als 100 Jahren eine wichtige Verbindungsachse in das Umland gewesen sein… wird von vielen unserer Gegner für eine Verkehrsberuhigung behauptet und auch in der Presse geschrieben.

Sammlung Torsten Hauschild

 Es wird darauf behauptet, dass die Schildower Straße schon vor mehr als 100 Jahren eine wichtige Verbindungsstraße in das Umland war. Das nachstehende Foto lädt bei dieser  Aussage zum Schmunzeln ein, denn zu dieser Zeit weideten noch die Schafe auf dem Areal der heutigen Kleinhaussiedlung neben dem Feldweg, der heutigen Schildower Straße.


Wir unterstützen die BVV und den Verkehrsausschuß mit unseren Plakaten

Gerne unterstützen wir die BVV und den Verkehrsausschuß bei der Durchsetzung des Beschlusses zur Verkehrsberuhigung und zeigen das auch öffentlich. Dieser Tage erhielten wir weitere Plakate gegen den Durchgangsverkehr im Waldseeviertel, die wir gerne allen interessierten Nachbarn zur Verfügung stellen.

Sie können Ihren Wunsch telefonisch an folgende Adressen richten:

 

Susanne Tiefenthal

Mobil:     0176 – 460 27 908

Mail:       susanne.tiefenthal@web.de

 

Ulrich Swienteck

Mobil:     01520 – 863 56 43

Mail:       u.swienteck@swienteck.de

 

Ein ganz großes Dankeschön geht an die „Agentur für Werbeproduktionen Gramberg-Haberstroh“. Die neue Plakatierungsaktion dokumentiert eindrucksvoll die Unterstützung der Anwohner für den Beschluss des Verkehrsausschusses und der BVV. Dies wäre ohne die großzügige Plakatspende der Fa. Gramberg-Haberstroh nicht möglich gewesen.


Changing Cities: Waldseeviertel stoppt den Durchgangsverkehr - bundesweite Presseberichte

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

in der Sitzung der BVV vom 13.5. wurde endlich beschlossen, durch das Aufstellen der Modalfilter erste Maßnahmen in unserem Kiez für eine Verkehrsberuhigung zu schaffen. Unsere jahrelangen Aktivitäten und Gespräche mit dem Verkehrsausschuss und der zuständigen Stadtbaurätin, Frau Schultze-Berndt, haben zu diesem wichtigen Schritt geführt. Wir danken allen Vertretern der BVV, die das Thema Verkehrsberuhigung richtungsweisend mitgetragen hat.

Wir danken auch Ihnen und allen anderen Nachbarn, die uns in den vergangenen Jahren hierbei unterstützt haben. Ohne Ihren Rückhalt, ohne Ihre Unterschrift auf der Petition von 2 Jahren wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Dafür nochmals vielen Dank.

Der Beschluss der BVV ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrsberuhigung, aber wir sind noch nicht am Ziel. Nach der Testphase soll die Auswertung eines Gutachtens über die Verkehrsentwicklung in einer öffentlichen Sitzung des Bezirksamtes vorgestellt und mit den Anwohnern diskutiert werden. Wir würden uns freuen, wenn auch die Initiative „Offene Nachbarschaft“, die gegen eine Verkehrsberuhigung ist, die Vorteile einer solchen erkennen würde. Selbstverständlich stehen wir auch zu einem sachlichen Gedankenaustausch und Dialog über Pro und Kontra dieser Maßnahmen zur Verfügung.

Wir sollten ruhig weiterhin unseren Protest gegen den Durchgangsverkehr öffentlich zeigen, zum Beispiel durch unsere Plakate, die wir in wenigen Tagen erhalten werden. Wer von Ihnen auch ein Plakat für seinen Gartenzaun haben möchte, möge uns das bitte mitteilen.

Nachstehend eine Bericht von Changing Cities über den Beschluss der BVV. Aber nicht nur die lokale Presse berichtet heute über diesen Beschluss. Das Thema Gesundheit, Sicherheit und Verkehrsberuhigung ist so wichtig, dass das Waldseeviertel beispielhaft über die dpa bundesweit in der Presse steht, wie z.B.:

RTL, NTV, T-online, Focus-online, Süddeutsche, Welt, BZ, Tagesspiegel, Morgenpost, Die Welt, ..., ...

Verkehr - Berlin - Zwei Verbindungsstraßen an Berliner Stadtgrenze vor Sperrung - Wirtschaft - SZ.de

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Swienteck

Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung

www.schildower-strasse.de

 

Startseite Changing Cities

 

·        Reinickendorf: Waldseeviertel stoppt den Durchgangsverkehr

 

14.05.2020 | Pressemitteilung, Reinickendorf

 

Die BVV Reinickendorf hat gestern Abend beschlossen, dem Durchgangsverkehr im Waldseeviertel in Berlin-Hermsdorf endlich einen Dämpfer zu verpassen. Der Bürgerinitiative Schildower Straße, einem Projekt von Changing Cities, gelang es nach jahrelangem Bemühen, einen verkehrsberuhigten #Kiezblock im Rahmen eines zweijährigen Verkehrsversuches durchzusetzen.

„Durch umfangreiche Messungen der Polizei wurde deutlich, dass viel zu viele Autos durch das Waldseeviertel fahren und dass diese generell viel zu schnell unterwegs sind. Die Mitglieder der BVV Reinickendorf haben in einem langen Diskussionsprozess erkannt, dass der Jetzt-Zustand eine Zumutung für die Anwohner*innen darstellt. Dafür sind wir sehr dankbar,“ sagt Dr. Michael Ortmann von der Bürgerinitiative.

Bis zu 7.000 Pkw fahren täglich durch das Waldseeviertel statt die B96 zu nutzen. Mittels Modalfilter – also einer physische Trennung der Verkehrsarten – werden sie nun reduziert. Blumenkübel sollen zukünftig den Fuß- und Radverkehr weiterhin ermöglichen, den motorisierten Durchgangsverkehr aber aus dem Wohngebiet fernhalten.

Seit zwanzig Jahren wird versucht, das Problem zu lösen: Durch Optimierung der Kreuzungen der B96 für den Kfz-Verkehr, Tempo-30-Zonen und Durchfahrverbote für Lkw im Wohngebiet, Piktogramme auf der Straße, Fahrbahnschwellen und Verkehrseinengungen. Aber der Durchgangsverkehr nahm immer weiter zu.

Die BVV-Beschlussvorlage sieht nun die einzig effektive Lösung vor. Das Ersuchen per Dringlichkeit, vor Errichtung der Modalfilter erst noch ein Gutachten zu erstellen, wurde mit den Stimmen der CDU, AfD, Bündnis90/Grünen und der Linken abgelehnt. Der Beschluss wurde bei Enthaltung der SPD ohne Gegenstimmen verabschiedet.

Der Beschluss wurde trotz lautstarkem Protest, insbesondere aus der Gemeinde Glienicke, gefasst. Unter den Demonstrant*innen vor dem Rathaus Reinickendorf befanden sich auch der

Bürgermeister von Glienicke, Dr. Hans Günther Oberlack (FDP), und der Gemeindevorsteher, Uwe Klein (SPD).

„Es gibt viele gute Gründe, die Schildower Straße zu schließen. Auf dem Foto sind fünf davon. Die Gänse sind fast von einem rücksichtslosen Pendler überfahren worden. Es ist uns zum Glück gelungen, sie ins nahe gelegene Tegeler Fließ zu lenken,“ so Susanne Tiefenthal, Anwohnerin.

 

Ansprechpartnerin Changing Cities e. V.:
Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, 0171 535 77 34

 


Pandemiegerechte Fahrradroute Reinickendorf

Download
Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel setzt sich nicht nur für die Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel ein,
Zusammen mit der Initiative Zabel-Krüger-Damm fordern zusammen mit dem Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf und Changing Cities Maßnahmen für eine pandemieresiliente Verkehrsinfrastruktur im Bezirk. Konkret schlägt das Bündnis eine Fahrradroute vom nördlichen Stadtrand bis zum Kurt-Schuhmacher-Platz vor.
Michael Ortmann, Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung, erklärt: „Viele Leute denken, alleine im eigenen Auto sei man am besten vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt. Sobald die homeoffice-Phase beendet ist, werden viel zu viele Menschen im eigenen Auto zur Arbeit fahren wollen. Die geltenden Abstandsregeln schränken die Leistungsfähigkeit des ÖPNV ein. Sichere Radwege gibt es in Reinickendorf kaum. Es fehlen bei uns die Alternativen zum Auto.“
Der Vorschlag im Detail ist beigefügt.
Pandemieresiliente Fahrradroute Reinicke
Adobe Acrobat Dokument 2.4 MB

Pop-up-Fahrradstraße für das Waldseeviertel


Link zu "Changing-Cities"

In "Changing-Cities" hat eine Petition gestartet zm Ausbau einer neuen Verkehrsinfrastruktur zu Gunsten des Fahrrades.

 

https://changing-cities.org/fairestrassen/

Ein neuer Vorstoß für Sperrungen zwischen Glienicke und Hermsdorf

 

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1796970/


Antwort an Hr. Neiling auf sein Interview im Glienicker Kurier vom April 2020

Guten Tag Herr Neiling,

als Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und langjähriger Kunde Ihres Hauses (wohne hier seit 1991) habe ich Ihr Interview im Glienicker Kurier mit großer Verwunderung gelesen. Bevor ich einen öffentlichen Leserbrief an den Glienicker Kurier schreibe, möchte ich Ihnen aber gerne vorab einige Zeilen zu Ihrem Interview und den falschen Aussagen schreiben.

Ich kann verstehen, dass Sie als Unternehmer verunsichert sind, was diese  Verkehrsänderungen für Sie bedeuten. Aber als Unternehmer müssen wir uns ständig neuen Herausforderungen und Veränderungen stellen. Am Ende des Interviews sagen Sie, dass Sie im „Worst Case“ bei Herrn Prof. Ortmann vor der Tür stehen. Was wollen Sie damit aussagen?

Vor wessen Türe stehen Sie heute in Zeiten von Corona, was Ihr Geschäft ganz sicher betrifft und zu Umsatzrückgängen führt. Wen machen Sie dafür verantwortlich?

Nicht nur ich, sondern viele meiner Nachbarn schätzen Ihr Geschäft sehr. Nicht weil Sie die günstigsten Discountpreise haben, sondern weil Sie sehr gut sortiert sind und ein sehr höfliches und fachkundiges Personal haben. Das habe ich schon bei Ihrem Vorbesitzer seit Anfang der 90ger Jahre sehr geschätzt. Wer also Ihren guten Service zu schätzen weiß, wird in Zukunft dann auch die 2 Minuten Umweg in Kauf nehmen, um zu Ihnen zu kommen.

Lassen Sie mich bitte betonen, dass uns das oft entgegengebrachte Vorurteil, wir seien egoistisch und wollten ja bloß unsere Ruhe haben, einfach nicht den Kern der Situation im Waldseeviertel trifft. Am allerwenigsten stimmt der von Ihnen vorgebrachte Satz, dass Herr Prof. Ortmann nur an sich denke und nicht an die Allgemeinheit. Die Bürgerinitiative gegen den Durchgangsverkehr gibt es schon wesentlich länger als Herr Prof. Ortmann hier wohnt.

Es geht uns für mindestens 2.300 betroffene Anwohner entlang der Durchgangsstraßen in Hermsdorf und Glienicke und natürlich auch abseits dieser Straßen um Sicherheit, Lebens- und Wohnqualität.  Es fahren täglich ca. 7.000 Fahrzeuge im Durchgangsverkehr aus dem Umland durch das Waldseeviertel. Diese Zahlen sind sowohl von uns zweimal gezählt - sowie auch von der Polizei. Fakt ist, dass diese Straßen als Umgehung des Ortskerns von Glienicke dienen – und das ist nicht legitim, bzw. unser Protest dagegen ist legitim.

Man sollte hierbei nicht nur an die Autofahrer denken sondern auch einmal an die Kinder und Senioren. Die Abgase und der Feinstaub verteilen sich von der Veltheimstraße bis zur Bertramstraße und machen an keinem Gartenzaun halt, auch nicht am Kinderspielplatz am Waldsee.

Jetzt frage ich Sie, was hat dieses soziale Engagement für so viele Bewohner mit persönlichem Egoismus zu tun?? Ist da Ihr Interview über die Zukunft Ihres Geschäftes nicht viel mehr von Egoismus geprägt? Ich kann als Unternehmer Ihre Bedenken bezüglich Ihrer Mitarbeiter teilen, doch halte ich Ihren öffentlichen Auftritt als wenig hilfreich für Ihr Geschäft.

 

Ziel der Bürgerinitiative

Seit 20 Jahren sind die Bürger rund um die Schildower Straße engagiert, die Probleme durch den Durchgangsverkehr im Wohngebiet zu reduzieren. Seit 2014 auch verstärkt in Glienicke, denn auch hier steigt die Belastung durch den Autoverkehr. Einige Mitglieder aus unserer Bürgerinitiative wohnen in Glienicke und waren lange Zeit in das Thema Verkehrskonzept in Glienicke mit eingebunden.

Wir legen großen Wert auf Fakten, die unsere Forderungen nach mehr Verkehrsberuhigung bestätigen. Wir haben Verkehrszählungen durchgeführt, die Erstellung eines Verkehrsgutachtens in Glienicke begleitet, eigene Verkehrsgutachten erstellt, öffentliche Prozesse begleitet wie z.B. Lärmaktionspläne in Berlin und Glienicke und immerwährende Beteiligungen in den politischen Gremien und Entscheidungen mit den Verwaltungen gesucht.

Unsere Forderungen und Aktivitäten waren immer offen und transparent auf unsere Website www.schildower-Straße.de dokumentiert und in der Presse kommuniziert. Die Prozesse zur Entscheidungsfindung durch die politischen Gremien in Berlin-Reinickendorf und Glienicke waren immer öffentlich. Leider hat die Gemeinde Glienicke die Zeichen der Zeit nie verstanden und alle Verbesserungsvorschläge, auch des eigenen Verkehrsausschusses, abgelehnt, obwohl die unerträgliche Verkehrsbelastung auch von einigen Parteien in Glienicke als haltlos gesehen wird.

Die Entscheidung Modalfilter zur Begrenzung des PKW-Durchgangsverkehres im Waldseeviertel zu installieren, ist die logische Konsequenz einer jahrelangen Entwicklung. Berlin soll mobiler, sicherer und klimafreundlicher werden, so beschreibt es das Berliner Mobilitätsgesetz. Diese gesetzliche Grundlage bestätigt unser Engagement. Es gibt in Berlin bereits mehrere Bezirke, in denen reine Wohngebiete, wie das Waldseeviertel, durch ähnliche Maßnahmen verkehrsberuhigt werden. Das ist also nichts Neues in der Stadt.

Sicherlich bringt das für den Einen oder Anderen auf dem Weg zum Sport, Einkauf oder Arztbesuch in Glienicke einen Umweg von etwa 2 Minuten. In welchem Verhältnis steht das aber zu den ca. 7.000 Fahrzeugen, die im Durchgangsverkehr durch unsere schmalen Straßen rollen. Die Schildower Straße ist eine untergeordnete Erschließungsstraße – und keine Hauptstraße. Sie ist nach dem heutigen Straßenbaurecht für ca. 400 Fahrzeuge pro Stunde ausgelegt. Damit ist die Straße an ca. 8 Stunden pro Tag überlastet. Zwischen 7 und 8 Uhr morgens fahren sogar bis zu 700 Fahrzeuge pro Stunde hier entlang. Das Gleiche passiert in der abendlichen Rush Hour.

Bezüglich Ihres Hinweises auf die parkenden Fahrzeuge sollten Sie wissen, dass das Wohnviertel „Kleinhaussiedlung“ zwischen Gertrudstraße und Bertastraße keine Parkmöglichkeiten auf den Grundstücken vorsieht. Die Bewohner müssen also am Straßenrand parken.

Ich möchte auch gerne darauf hinweisen, dass es eine Testphase geben wird um heraus zu finden, wie sich Verkehrsströme verlagern bzw. das Verhalten der Bürger sich ändert zu Gunsten des ÖPNV. Dieser Ansatz ist für alle Beteiligten fair. Eine stillschweigende Verstetigung der Modalfilter wird von niemandem angestrebt. Es soll nach Ablauf dieser Testphase eine öffentliche Informationsveranstaltung vom Bezirkssamt geben. Hier können wir uns allesamt miteinander austauschen, um die Erfahrungen gemeinsam zu diskutieren.

Natürlich hat jeder das Recht gegen etwas zu sein, so wie auch die beiden Initiativen gegen eine Verkehrsberuhigung. Aber es wäre hilfreich, wenn man auch nach Lösungsansätzen suchen würde, um das Verkehrsproblem zu entschärfen – und nicht nur Kontra sein, aus eigenem Egoismus, oder weil der Weg nach Glienicke jetzt mit dem Auto etwa 2 Minuten länger wird.

Die Aussage vieler Autofahrer aus dem Umland, dass sie sich nicht von Berlin vorschreiben lassen, wie sie in die Stadt fahren, unterstreicht egoistisches Verhalten.

Wir können mit Stolz darauf verweisen, dass wir mit unseren Aktivitäten in den vergangenen Jahren viele Denkanstöße gegeben haben, die jetzt zum Teil zwischen Berlin und Glienicke miteinander diskutiert werden.

 

Verlust von Kunden
Sie sagen, dass Sie befürchten, Ihr Klientel aus Hermsdorf und Frohnau zu verlieren - und somit Ihre Existenz bedroht sei. Diese Aussage halte ich für populistisch und möchte sie sehr bezweifeln, da nur relativ wenig Käuferströme über die Elsestraße zu Ihnen kommen

 

1.      Frohnau

Aus Frohnau fährt so gut wie kein Kunde über die Veltheim-, Schildower-, und Elsestraße zu Ihnen. Das wäre ein Umweg. Ihr Klientel aus Frohnau kommt eher über den Fürstendamm und die Hauptstraße. Somit verlieren Sie so gut wie keinen Kunden aus Frohnau durch die neue Verkehrssituation.

2.      Hermsdorf westlich der B 96

Die Kunden, die westlich der B 96 in Hermsdorf wohnen, kommen auch besser über die B 96 und die Hauptstraße zu Ihnen als über die Schildower Straße. Auch hier verlieren Sie so gut wie kein Klientel.

3.      Waldseeviertel

Das meiste Klientel aus Hermsdorf dürfte somit aus dem Waldseeviertel kommen. Und hier wird sich für Sie im Zweifelsfalle entscheiden, wie die meisten der Bewohner Ihr Engagement gegen eine Verkehrsberuhigung  auffassen. Ich weiß von vielen Nachbarn, dass sie in Zukunft aus Protest gegen Ihren Protest gegen eine Verkehrsberuhigung dann doch eher zum OBI fahren als zu Ihnen.

 

Fragen an Ihre Gemeindeverteter

Haben Sie schon einmal bei Ihren Gemeindevertretern angefragt, welches zukunftsweisendes Verkehrskonzept Glienicke plant?

Mit jedem Jahre wächst Glienicke immer weiter. Aber was hat Glienicke in den vergangenen 20 Jahren zur Verbesserung der Verkehrssituation beigetragen? Haben Sie diese Frage mal mit Ihrer Gemeindevertretung diskutiert? Warum wurde an der Kreuzung der Hauptstraße auf die B 96 statt eines Restaurants nicht ein Kreisverkehr gemeinsam mit dem Bund und Berlin geplant? Diese Ampelschaltung ist die Hauptursache für das tägliche Verkehrschaos.

Aufgrund der immer weiter zunehmenden Stadtflucht in das Umland wird die Verkehrssituation kontinuierlich schlimmer. So werden in Glienicke kurzfristig weitere große Baugebiete ausgewiesen. Wo wird der Verkehr fließen??? Die Verkehrssituation kann letztendlich nur durch völlig neue Verkehrskonzepte gelöst werden, an denen Berlin und die Umlandgemeinden jetzt auch gemeinsam mit der Bahn arbeiten. Sonst ersticken wir eines Tages alle in der Stadt und den Hauptfahrrouten.

Peinlich empfinde ich immer wieder den Hinweis darauf, wir würden eine neue Mauer bauen. Der Begriff Mauerbau ist verbunden mit „Mauertoten“ und somit eine Verhöhnung der Opfer des früheren politischen Systems.

Bei keiner einzigen verkehrsberuhigenden Maßnahme in der Stadt kommt ein solcher Satz auf, obwohl auch dort von den Anwohnern zum Teil Umwege in Kauf genommen werden müssen, zu Gunsten von tausenden Durchgangsfahrten. Wenn schon der Begriff „Mauer“ in Glienicke so stark strapaziert wird, könnte man ja auch von „Transitfahrten“ sprechen. Vielleicht merken Sie selber, auf welch dünnes intellektuelles Eis Sie sich mit diesem populistischem Satz begeben.

 

Ich würde mich freuen, wenn mein Schreiben etwas Licht in das Dunkel des „Informationstunnels“ bringen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Ulrich Swienteck

Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung

 

Download
Inteview im Glienicker Kurier April 2020
Interview April 2020.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.4 MB

Leserbrief aus der Dorfzeitung Reinickendorf 03/2020

Download
Leserbrief Waldseeviertel: "Hier läuft gewaltig etwas schief!"
Dorfzeitung März.pdf
Adobe Acrobat Dokument 464.5 KB

RAZ Artikel 27.02.2020

Download
Neuer RAZ Artikel
Blumenkübel gegen Pendlerströme 27.02.20
Adobe Acrobat Dokument 643.8 KB

Neuer Artikel aus der Berliner Woche 26.02 2020

Nicht nur Rennstrecke – sondern auch Parkplatz

 Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel

 

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

seit vielen Jahren ist die Bürgerinitiative „Schildower Straße“ mit dem Bezirksamt Reinickendorf im Gespräch, um eine Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel zu erreichen. Dieses betrifft den Durchgangsverkehr aus den umliegenden Gemeinden (OHV, BAR, FF, TP etc.).

Die Schildower Straße ist eine unterklassige Nebenstraße und keine Hauptstraße, wie die Kreisstraße in Glienicke. Mehrere Verkehrszählungern von uns und der Polizei haben ergeben, dass sich täglich ca. 7.000 Fahrzeuge aus den umliegenden Gemeinden ihren Weg durch die Schildower Straße und die Bertramstraße suchen.

Wir haben versucht, sowohl mit Glienicke als auch mit dem für uns zuständigen Bezirksamt Reinickendorf nach einer vertretbaren Lösung zu suchen. Leider hat Glienicke alle unsere Bemühungen ignoriert. Glienicke ist in den vergangenen 30 Jahren zwar um das 3-fache gewachsen, doch hat man es bislang versäumt, eine vorausschauende Verkehrsplanung zu betreiben.

 

Zahlreiche Gespräche mit der Bezirksstadträtin Frau Schultze-Berndt sowie auch Vorort – Termine in der Schildower Straße mit Vertretern aus dem Bezirksamt sowie die Diskussionen in den öffentlichen Sitzungen des Verkehrsausschusses haben in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 13. Februar zu der Beschlussvorlage geführt, dass

"umgehend in der Schildower Straße und gleichzeitig in der Elsestraße, jeweils am Ortsausgang, temporäre Modalfilter (z.B. in Form von massiven Blumenkübel“ zu installieren sind, die die Durchfahrt für motorisierte Verkehrsteilnehmer wirksam verhindern.

Das Bezirksamt wird ersucht, die Auswirkungen der Schließung der Verbindungs -straßen vom Waldseeviertel in Hermsdorf nach Glienicke zu bewerten, sobald der Verkehrsfluss entlang der B 96 durch verbesserte Ampelschaltungen an die neue Situation angepasst worden ist („Grüne Welle“)

Die Ergebnisse der Maßnahmen werden vom Bezirksamt in einer Bürgerversammlung vorgestellt und gemeinsam ausgewertet."

Dieser Antrag wurde von allen Parteien einstimmig angenommen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses und der Bezirksstadträtin für die konstruktive Zusammenarbeit herzlich danken, und dass sie die Sorgen der Bürger aufgegriffen und nach einer verkehrstechnisch machbaren Lösung gesucht und umgesetzt haben.

Mit dieser Maßnahme steigt für alle Bewohner des Waldseeviertel die Lebensqualität, da die

Schildower Straße – Elsestraße – Gertrudtraße - Bertramstraße und Veltheimstraße

nicht mehr insbesondere für den Pendelverkehr als Durchgangsstraßen für die umliegenden Gemeinden genutzt werden kann. Die Lärm- und Umweltbelastungen werden erheblich reduziert. Das rücksichtslose Fahren mit entsprechender Gefährdung für alle Bewohner wird auf ein geringstmögliches Maß reduziert.

 

Wir bedanken uns auch bei allen Bürgern, die unsere Aktivitäten unterstützt haben. Sei es durch ihre Teilnahme an den Bürgerversammlungen,den Sitzungen des Verkehrsaus- schusses sowie der Unterschriftenaktion (ca. 600) für eine Verkehrsberuhigung im Herbst 2018.

Wo viel Vorteil, ist manchmal auch ein kleiner Nachteil. Auch unser PKW-Weg aus dem Waldseeviertel nach Glienicke führt jetzt über die Hauptstraße. Aber wie oft betrifft das jeden einzelnen von uns? Überwiegt dem gegenüber aber nicht der unschätzbare Vorteil, täglich ca. 7.000 Autobewegungen weniger in unserem Viertel zu haben?

Das Argument, dass jetzt nach 30 Jahren Mauerfall wieder eine neue Mauer aufgebaut wird ist ein geistiges Armutszeugnis. Es wird keine Mauer gebaut, sondern lediglich durch bunte Blumenkübel der Verkehrsstrom auf die Hauptstraßen umgeleitet. Außerdem ist dieser Satz eine Verhöhnung der Menschen, die unter der Mauer gelitten haben.

Jede Veränderung in unserem Leben bringt naturgemäß erst einmal Verunsicherung (Veränderung = Urangst des Menschen).  Mit der Einführung des Rauchverbotes in Restaurants sowie der Einführung des Mindestlohns wurde über den Untergang unserer Kultur diskutiert. Beide Maßnahmen sind mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert.

 

Und was passiert bei uns Dramatisches? - Es werden Blumenkübel aufgestellt, damit der Autoverkehr auf den Hauptstraßen bleibt.

 

Wir sind jetzt natürlich alle gespannt, wie sich diese Maßnahme auf die Verkehrssituation auf den Hauptstraßen auswirken wird, wenn auch die Ampelschaltungen Berlin / Glienicke aufeinander abgestimmt sind.

Ihre Bürgerinitiative Schildower Str. - Waldseeviertel

Bericht aus der RAZ kompakt 20.02.2020

Nachstehend eine Antwort zu dem Leserbrief von Hr. Dr. Steichele, Glienicke,                                            im Glienicker Kurier 02/2020

Mauer im Kopf

 

Wem gehört die Schildower Strasse? Die Antwort von Herrn Steichele ist klar: Den Autofahrern. Er möchte schließlich selbst weiter diese Abkürzung nutzen.

In seinem ideenlosen Beitrag in der Ausgabe des Glienicker Kuriers vom Februar 2020 darf sich Herr Steichele von der SPD zur Schildower Str. auslassen. Hierfür wird ihn im Glienicker Kurier fast eine ganze Seite zur Verfügung gestellt. Bericht aus der Kommunalpolitik. Ämter in Glienicker Gremien hat Herr Steichele nicht mehr. Deshalb dürfte es einige  Glienicker Vertreter z. B. aus der CDU, FDP, GBL und SPD freuen, dass er die dort vertretene Auffassung auf den Punkt bringt, ohne dass sie sich selbst die Finger schmutzig machen müssen.

Herr Steichele berichtet über die Sitzung des Verkehrsausschusses Reinickendorf im Januar 2020. Liest man den Artikel, könnte man meinen, er wäre dabei gewesen. War er aber nicht. Er beklagt sich, dass Glienicker Vertreter nicht zu der Sitzung eingeladen worden wären. Als stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung in Glienicke bzw. als Vorsitzender des zuständigen Glienicker Ausschusses TIG ist es ihm aber nie eingefallen, Berliner Kommunalpolitiker oder andere Betroffene in die Erörterung einzubeziehen, wenn es um die Schildower Str. ging. Ist auch nicht nötig. Er hält das sowieso alles für Quatsch. Auch er hat dazu beigetragen, dass es nicht zu der kleinsten Kompromisslösung in Glienicke gekommen ist. Jeden Vorschlag, der einer Verbesserung der Situation der Anwohner (auch in Glienicke) hätte führen können, hat er rundheraus abgelehnt.

Es war auch keineswegs so, dass nur Unterstützer einer temporären Schließung an der BVV-Sitzung teilgenommen hätten. Z. B. war Herr Dr. Oberlack zu der Sitzung eingeladen und hat seine Argumente gegen eine Entlastung des Berliner Waldseeviertels vorgetragen. Auch ein einzelner, versprengter Bürger, dessen unmittelbare Betroffenheit nicht ganz klar zu erkennen war wurde eigens eingeladen und er hat ein langes Rederecht erhalten.

Herr Steichele hat sich in dem Artikel wieder redlich bemüht, alle seine Gedanken zusammenzutragen, die er sich zu der Situation der Autofahrer gemacht hat. Die Anwohner der betroffenen Straßenzüge sind ihm egal. Ist eben so, wenn man da wohnt. Selber schuld. Das sagt sich natürlich leicht, wenn man in einer Sackgasse direkt am Fließ wohnt.

Als es darum ging, die (sinnvollen) Verschwenkungen auf der Karlstr./Alten Schildower Str. rückgängig zu machen, war Herr Steichele Vorsitzender des TIG. Da hat er sich nicht daran gestört, dass dies nur ein (angeblicher) einzelner Anwohner vorgeschlagen hat. Diesen kannte allerdings niemand. Noch nicht einmal Herr Steichele. Die paar Hermsdorfer Anwohner dagegen. Die sorgen sich womöglich um die Wertsteigerung der Immobilien zu Lasten der Allgemeinheit. Er übersieht, dass es sich um selbst bewohnte Immobilien handelt. Viele ältere Menschen leben dort seit zig Jahren. Welche Allgemeinheit? Des Durchgangsverkehrs? Im Übrigen rät  gerade Herr Steichele den Anwohnern der betroffenen Straßenzüge gerne, dort wegzuziehen oder die Fenster zu schließen, wenn es ihnen nicht passt, dass dort täglich ca. 7000 Autos/Lkw durchrasen, obwohl die Straße nicht dafür vorgesehen ist. Über 90% der Autofahrer halten die Verkehrsregeln nicht ein. Das regt u. a. Herrn Steichele nicht auf. Er verwechselt Ursache und Wirkung. Die Menschen engagieren sich, um dort zu leben und die Situation zu verbessern. Es handelt sich um ihr Wohnquartier, das man nicht einfach aufgibt. Wir raten Herrn Steichele auch nicht, sein Grundstück zu verkaufen und in verkehrsgünstiger gelegene Ecken zu ziehen, wenn er nicht mehr überall mit dem Auto langfahren kann, wo er will oder ihm die Fahrtzeit mit dem Auto zu lang scheint. Er wird auch gewusst haben: Wer raus in den Speckgürtel zieht, hat es weiter in die Stadt. 

Im Waldseeviertel betrachtet Herr Steichele den Autoverkehr nur als Lapalie. Ganz anders allerdings, wenn der Verkehr durch die dafür vorgesehene Haupt- bzw. Bundesstraße  gelenkt werden würde. Dann wird alles zum Drama. Was mit einer doppelten Belastung der Anwohner Glienickes gemeint ist, erschließt sich nicht. Nach den Erkenntnissen von Herrn Steichele wird ja nur zweimal am Tag zur und von der Arbeit durch das Waldseeviertel gefahren. Diese Autos würden dann wohl auch nicht häufiger eine Hauptstraße bzw. Bundesstraße nutzen.

Anders als in der Hauptstraße in Glienicke und an der B 96 gibt es im Waldseeviertel kein Gewerbe. Es handelt sich beim Waldseeviertel um ein reines Wohngebiet. Die Schildower Str. ist eine unterklassige Nebenstraße. Sie ist nicht zur Entlastung einer Kreisstraße oder Bundesstraße da. 

Das immer wieder gerne bemühte Mauerargument darf natürlich nicht fehlen. Modalfilter (Blumenkübel) bilden für Herrn Steichele den neuen Todesstreifen. Fragen Sie doch mal die Angehörigen der Mauertoten oder andere Betroffene, wie sie diesen Vergleich finden.

Unser Tipp: Stellen Sie sich nicht in den Stau vom Dorfteich bis zur Essotankstelle, sondern setzen Sie sich in die S-Bahn, den Bus, fahren Rad oder gehen zu Fuß. Das hat viele positive Wirkungen. Nicht nur für das Waldseeviertel. 

 

Susanne Tiefenthal

 

Märkische Allgemeine Zeitung 12.02.2020


Verkehrsproblem am Waldsee - Das Presseecho


Weitere Presseberichte

Download
Mehr Platz fürs Rad
Auftakttreffen des ADFC am 25.02.2020 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus zur Gründung eines eigenen Ortsverbandes
Einladungsschreiben zum Auftakttreffen A
Adobe Acrobat Dokument 467.8 KB

Artikel von Zeit Online 03.02.2020

Download
RAZ Artikel vom 23.01.2020
RAZ Jan. 2020.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Bericht aus der Morgenpost vom 10.01.2020            "Im Waldseeviertel in Hermsdorf will einfach keine Ruhe einkehren."

Download
Artikel aus der RAZ vom 21.11.2019
RAZ Artikel 21.11.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 480.1 KB
Download
Durchgangsverkehr im Waldseeviertel: Ein neues Gutachten liegt vor 23.10 2019
Bericht vom Tagesspiegel online vom 23.10.2019
Neues Gutachten Bericht Tagesspiegel 23.
Adobe Acrobat Dokument 290.3 KB
Download
Waldseeviertel in Hermsdorf: 96 Prozent der Autofahrer zu schnell 23.10.2019
Ein Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel
Tagesspiegel 23.10.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 451.8 KB
Download
Reinickendorfer Allgemeine Zeitung: "Die Blechlawine rollt weiter" (25.07.2019)
RAZ 25.07.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 530.9 KB
Download
Mitschnitt Radio: Berliner Rundfunk 91,4  - Wir kümmern uns (10.07.2019)
Mitschnitt Schildower Straße.MP3
Wave Audio Datei 6.5 MB
Download
Berliner Abendblatt: "Hoffnung für lärmgeplagte Hermsdorfer" (23.03.2019)
Berliner Abendblatt 23.03.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1'002.5 KB
Download
Reinickendorfer Allgemeines Zeitung Kompakt: "Es brodelt im Waldseeviertel" (07.03.2019)
RAZ 07.03.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 420.9 KB

Bericht des berliner-rundfunk 91.4 vom 21.01.2019

Die Mitschnitte aus dem Bericht des berliner-rundfunk 91.4  vom 21.01.2019!

Download
Interview mit Anwohnern 21.01.2019
Interview von Christian Fuchs - 06:44 Uhr am 21.01.2019
BRF_91.4_Berlin_21-01- Mitschnitt-Schild
MP3 Audio Datei 5.4 MB
Download
Interview mit dem Bezirksamt Reinickendorf - Bezirksstadträtin Schultze-Berndt
BRF_91.4_Berlin_21-01-2019-Mitschnitt-Sc
MP3 Audio Datei 3.5 MB

Die Presseberichte

 

89 Eine Stadt, ein Land, viele Meinungen:
Pendlerverkehr am Stadtrand. Die Verkehrsanarchie muss ein Ende haben!

Der Artikel und die Diskussion im Tagesspiegel vom 28.08.2019

 

Zehn Debatten in zehn Wochen:

Verkehr – Kann das Auto weg? Prof. Dr. Karl Michael Ortmann von der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung fordert mehr Sicherheit auf den Straßen für die Menschen an den Rändern der Stadt.

Der Artikel in der Berliner Zeitung vom 29.08.2019

 

Die Verkehrsanarchie muss eine Ende haben

Der Artikel auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung vom 02.08.2019

 

Berliner Woche (27.02.2019)

 

Berliner Abendblatt (03.02.2019)

 

Reinickendorfer Allgemeine Zeitung (17.01.2019)

 

Berliner Morgenpost (16.01.2019)

 

Berliner Kurier (15.01.2019)

 

Tagesspiegel (19.12.2018)

 

Reinickendorfer-Allgemeine (29.11.2018)

 

Abendblatt-berlin (22.11.2018)

 

Dorfzeitung-online (13.11.2018)

 

Tagesspiegel - Berlin Reinickendorf 

 



Der Durchgangsverkehr muss wieder dahin wo er hingehört: auf die Hauptstraßen!

Das Wohnquartier zwischen der Hauptstraße in Glienicke (K6501) und der Berliner Straße (B96) in Hermsdorf rund um die (Alte) Schildower Straße, den Waldsee und das Tegeler Fließ in Hermsdorf bietet eine sehr gute Wohnqualität (Capital Immobilien-Kompass).

 

Leider wird dieses Wohngebiet durch bereits seit Jahren weiter zunehmenden Autoverkehr durchschnitten. Sowohl die Lessingstraße als auch die Alte Schildower Straße in Glienicke sind täglich mit ca. 3.000 Durchfahrten belastet. Auf der Schildower Straße addiert sich der Verkehr auf Berliner Stadtgebiet auf ca. 6.000 Durchfahrten.

 

Der "Zeitvorteil" der Abkürzung durch das Wohngebiet anstelle der Fahrt über die Hauptstraßen beträgt Nachmittags maximal drei Minuten. Drei Minuten Ungeduld, die ein reines Wohngebiet zerschneiden. Unseren Vorschlag für eine faire und ausgewogene Verkehrslenkung finden Sie unter der Grafik unter folgendem Link.

 

In allen Straßen wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit  deutlich überschritten! In der Lessingstraße bspw. überschreiten rund 90 Prozent der Durchfahrten die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h deutlich (Verkehrsmessung der Gemeinde Glienicke).

 

Die Berliner Morgenpost nimmt sich des Problems in ihrem Artikel:
"Wenn Autofahrer die Abkürzung durchs Wohngebiet nehmen" an. 

 

Morgendlicher Durchgangsverkehr Schildower Straße Ecke Gertrudstraße

Bild: Michael Ahrendt 

Schluss mit der Verdrängung des Verkehrs in die Nebenstraßen!

Die derzeit eklatante "Verdrängung" des Verkehrs von den Hauptstraßen in die Nebenstraßen zu unseren Lasten wird nicht länger akzeptiert. Die betroffenen Straßen sollten eigentlich den Verkehr der angrenzenden Nebenstraßen sammeln. De facto dienen Sie der Ableitung des Verkehrs von der Hauptstraße. Eine Situation, der die Anwohner nicht mehr länger tatenlos zusehen wollen! Es gibt gute Gründe für mehr Verkehrsberuhigung:


  1. Der betroffene Straßenabschnitt in der Karlstraße, Alte Schildower Straße und Schildower Straße ist ein 100%iges Wohngebiet.
  2. An dem Straßenabschnitt liegt der Kindergarten „Burratino“ mit ca. 100 Kindern.
  3. Die Straßen sind Schulwege.
  4. Der Hermsdorfer Waldsee und der hoch frequentierte Waldseespielplatz.
  5. Der Waldseeweg ist die Straße mit den meisten Baudenkmälern in Hermsdorf.
  6. Verbesserung der Lebensqualität durch weniger Verkehr.
  7. Der Karlplatz u.a. Straßen wurde als verkehrsberuhigende Maßnahme geschlossen.
  8. Der Berliner Mauerweg führt hier entlang.
  9. Lärmschutz.