Alte Schildower Straße, Schildower Straße, Elsestraße, Lessingstraße, Karlstraße, Hermsdorfer Damm, Waldseeweg

Aktuelles:


Flyer in der Burgfrauenstraße

Von der Initiative „Offene Rennstrecke im Waldseeviertel“ wurde vor wenigen Tagen der nachstehende Rundbrief in der Burgfrauenstraße verteilt.

Daraufhin hat einer der Bewohner den nachfolgenden Brief verfasst, den wir mit seiner Genehmigung veröffentlichen dürfen. Besser kann man auf den Rundbrief nicht reagieren.

Ulrich Swienteck

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihren Flyer fand ich bei mir im Briefkasten in der Burgfrauenstraße Hausnummer
XY. Nach Lektüre verwirrt er und wirft Fragen auf:

1. Meinen Sie wirklich, dass infolge der Sperrung der Else-/Schildower Straße [ESS] die im Flyer genannten, neu betroffenen Straßen noch stärker durch Pendlerverkehr belastet werden? Woher haben Sie diese sichere Erkenntnis? Welche Studie (VLB?) haben Sie herangezogen?

2. Ist es nicht so, dass der überwiegende Teil derjenigen Kfz, die die ESS nutzen, in Richtung Hermsdorf-Süd fahren. Also Richtung Wachsmuthstr. und damit bis zum südlichen Ende der Schildower Str.?

3. Kann es sein, dass Sie Ängste bei den Anwohnern westlich der B 96 schüren, um von hier Unterstützer für Ihre Ziele zu erhalten? Ja, die B 96 wird ab Glienicke mehr Verkehr aufnehmen müssen. Aber genau dafür ist eine Bundesstraße auch gedacht und ausgelegt! Volumenstarker und stetig anschwellender Abkürzungsverkehr durch ein Wohngebiet -und darum geht es hier genau- muss unterbunden werden, weil sich dieser etablieren wird und später zu dem Vorschlag führen könnte, eine Hauptverkehrsstraße mit Tempo 50 zuzulassen. So darf keine Wohngegend dem wachsenden Speckgürtel mit der von dort anrollenden Pkw-Flut geopfert werden.

4. Merkwürdig ist, dass alle im Impressum genannten Personen mit ebenfalls dort vermutetem Wohnsitz von der prophezeiten Verkehrsflut des im Flyer beschriebenen Gebiets (westlich der B 96) gar nicht betroffen sind - sollte die Flut überhaupt eintreten? Es tritt doch eine verkehrliche Entlastung des Waldseeviertel ein. Das kommt auch der Veltheimstr. zugute.

5. Kann es ein, dass Ihre Sicht der Dinge keinen Blick auf die Nöte und auch Ängste der derzeit tatsächlich betroffen Anwohner zulässt? Blenden Sie deren Bedenken zur heutigen Lage völlig aus? Genau wie in der Burgfrauenstraße belasten Verkehrsströme sowie nicht regelkonforme Geschwindigkeiten die Lebensqualität in höchstem Maß. Das trifft eben auch für die Verkehrsadern im Waldseeviertel hin nach Hermsdorf-Süd zu. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie an einer kleineren Verkehrsader wohnen, die ständig mehr und mehr Verkehr aus dem wachsenden Glienicke aufnehmen muss und zu kollabieren droht?

6. Weshalb gründen Sie eine Bürgerinitiative, die allein dem Zweck dient, die drohenden "Betonsperren" der ESS infrage zu stellen? Dies auch noch mit dem polemischen Verweis auf den Standort: Der ehemaligen Berliner Mauer! Ist es lediglich das doch eher egoistische Ziel, selbst schnell mit dem Auto nach Glienicke zu kommen, auch wenn der neue Umweg dann faktisch doch nur 3 Minuten länger wäre? Mit dem Auto wohlgemerkt! Wie lange stehen Sie im Jahr in der Summe im Stau? Was sind denn da 3 Minuten? Wenn das Ihr wahrer Hintergrund ist, dann wäre es mehr als traurig.

7. Welche Vorschläge haben Sie, wenn Sie den Reinickendorfer Ansatz für "verkehrspolitisch verfehlt" deklarieren? Der Pendlerstrom kommt aus Glienicke. Welche konkreten Ideen hat Glienicke, um die täglichen Pendlerströme (nur im Auto-Individualverkehr) einzudämmen? Bessere Busanbindung zu den S-Bahnen? Nein: Tempo 30 in der Hauptstraße in Glienicke, was den Abkürzungsverkehr seit einigen Jahren nur noch verstärkt!

8. Sie suggerieren durch den Namen Ihrer Initiative, dass sich durch die geplante Verkehrsmaßnahme das Nachbarschaftsverhältnis verändern würde. Das wird es nicht! Die Nachbarschaft ist und sie bleibt auch offen; nur der Verkehrsfluss verändert sich bzw. muss sich verändern.

Kurzum: Ich meine, Ihr Flyer enthält erschreckenderweise -und insbesondere unter Würdigung der Doktoren-Titel der im Impressum der Internetseite genannten Personen- so viel "Unfug" und keine konkreten Lösungsvorschläge, dass es um das Papier und die investierte Zeit (sowohl Ihre als auch meine) eigentlich viel zu schade ist. Aber ich musste das mal raus lassen.


Mit vorbildlicher Selbstbeherrschung

Bernd P.

Burgfrauenstr. XY,  13465 Berlin

(Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir den Nachnahmen und die genaue Anschrift nicht veröffentlicht. Die Daten liegen uns aber vor.)

 

Tagesspiegel Artikel vom 23.09.2020

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Radfahrerdemo mit Kindern
Veröffentlicht am 23.09.2020 von Gerd Appenzeller
Tagesspiegel Leute Newsletter 23 Sep 202
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MOZ Artikel vom 21.09.2020

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Aktueller Pressebericht vom 21.09.2020 über die Fahrraddemo
MOZ_Pressebericht 21.09.20.pdf
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Unser Fahrradkorso für ein kinderfreundliches, verkehrssicheres und lebenswertes Waldseeviertel

Liebe Mitbewohner im Waldseeviertel,

am Sonntag, dem Weltkindertag, eroberten große und kleine Radfahrer bundesweit die Straßen. In 100 Städten fanden 110 Aktionen unter dem Motto statt: „Platz da für die nächste Generation“. Die so genannten Kidical- Mass-Demonstrationen sind Fahrradkundgebungen von Kindern und Familien und werden von großen Organisationen wie ADFC, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Changing Cities und vielen weiteren Partnern unterstützt.

Wir haben diese bundesweite Aktion zum Anlass genommen, nochmals auf unser Anliegen nach Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel hin zu weisen.

Da wir wegen Corona zur Zeit keine Informationsflyer mehr verteilen  (Briefkasten öffnen – danach den Finger an den Lippen wieder befeuchten um den nächsten Flyer zu erfassen und einzuwerfen), erfolgt die Information an die Mitbürger aktuell ausschließlich über die Mund zu Mund Propaganda und unseren Email-Verteiler. Trotz dieser geringen Informationsmöglichkeit kamen etwa 80 Teilnehmer zu unserem Fahrradkorso.

 Es war ein voller Erfolg!

Wie Sie wissen, hat die BVV im Mai einstimmig beschlossen, die Schildower Straße sowie die Elsestraße  für den Durchgangsverkehr zu sperren. Zur Vorbereitung dieser Sperrungen wurde ein erneutes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Vor wenigen Wochen erfolgten nach unserem Kenntnisstand elektronische Zählungen an den Übergängen zwischen Glienicke und Hermsdorf am Hermsdorfer Damm / B 96 und am Waldsee.

Heute fand eine manuelle Zählung im Auftrag eines Ingenieurbüros für Stadt- und Verkehrsplanung an den Gleichen Standorten statt.

Wie wir vor kurzem erfahren haben, werden aber in diesem Jahr noch keine weiteren Maßnahmen eingeleitet, was uns alle sehr enttäuscht und verärgert. Ursprünglich hieß es seitens der BVV, dass im Herbst in einer öffentlichen Veranstaltung das Ergebnis dieses Gutachtens präsentiert und besprochen wird.

Wir bleiben dran und haben auch schon um einen Gesprächstermin bei der Bezirksstadträtin Schulze-Berndt gebeten um zu erfahren, was nun die nächsten Schritte von ihrer Seite aus sind und warum in diesem Jahr nichts mehr passieren wird.

Bitte sprechen Sie Ihre Nachbarn an, sich über unsere Internetseite oder meine Email bei uns zu melden, damit wir sie in den Verteiler mit aufnehmen können. Somit können wir unsere Informationsbasis weiter verbreiten.

www.schildower-strasse.de

info@swienteck.de

Wir danken allen Nachbarn und Teilnehmern unseres Fahrradkorsos für ihr Engagement

Ihre Bürgerinitiative – für mehr Verkehrsberuhigung

Hans Ulrich Swienteck,
Schildower Str.72, 13467 Berlin


Die Verkehrszählung läuft ...

 Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

nachdem wir vor wenigen Tagen geschrieben haben, dass wir gespannt sind, wann die Verkehrszählung
beginnen wird, können wir heute positives berichten:

Sie hat begonnen!!!

 

Sowohl an den beiden Übergängen Schildower Straße und Lessingstraße stehen auf Glienicker  Seite Zählgeräte.

 Im Waldseeviertel befinden sich die Zählgeräte an zahlreichen Stellen:

 Bertramstraße – Schildower Straße/Marthatraße – Schildower Straße/Solquellstraße – Schildower Straße/Berliner Straße – Hermsdorfer Damm/Solquellstraße.

 Somit kann zwischen dem Durchgangsverkehr aus dem Umland und dem Anliegerverkehr aus dem Waldseeviertel unterschieden werden. Diese Differenzierung ist für die weiteren Maßnahmen für den Bezirk wichtig. Wir  gehen davon aus, dass die Verkehrszählung alle bisherigen Zählungen nochmals bestätigt.

Am 13.August demonstrierten etwa 10-12 Mitglieder der Gruppe „Offene Nachbarschaft“ im Rahmen einer Flugblattaktion für den weiteren ungehinderten Verkehrsfluss aus Glienicke in das Waldseeviertel.

Diese Aktion fand zwischen 7 - 9 h in Ost-Westrichtung an der Schildower Straße statt und nachmittags von 16 – 18 h in West-Ostrichtung an der Elsestraße, also immer mit dem Berufsverkehrsstrom.

Wie wir beobachten konnten, kamen am Morgen die meisten Teilnehmer aus Glienicke, aus dem direkten Umfeld der Jungbornstraße.

Wir würden uns freuen, wenn solche Verkehrsszenen, wie bei dieser Unterschriftenaktion für offenen Durchgangsverkehr bald der Vergangenheit angehören.

Wie wir von einigen Nachbarn erfahren haben, wurden sie von den Flugblatt-Verteilern fast massiv an der Weiterfahrt behindert, weil sie kein Flugblatt annehmen wollten

Sobald wir etwas Neues erfahren, werden wir Sie umgehend informieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung

 


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Das Video von Changing Cities über unsere Poller-Naise am 27.06.2020
Am 27.06.20 fand gemeinsam mit unserem "großen Bruder" Changing Cities unsere Poller-Naise statt. Trotz Dauerregen zeigten etwa 150 Teilnehmer wie sie über die aktuelle Verkehrssituation im Waldseeviertel denken. Anbei das gekürzte Video von Changing Citites.
Mit besten Dank an die Macher Brian Karp & Leonard Leesch https://magmastudio.de/
Video Waldseeviertel-Demo.mp4
MP3 Audio Datei 93.8 MB

Tagesspiegel 31.07.20 Kommentar zum Waldseeviertel


Ein schöner, langer Artikel in der TAZ vom 23.07.2020:


Neuer Artikel aus der "RAZ" 09.07.2020


Neuer Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel vom 08.07.2020


Ein DANKE für Ihre Aktivitäten für die                 Verkehrsberuhigung

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

trotz des strömenden Regens haben Sie es sich nicht nehmen lassen, Ihre Verärgerung über die Verkehrssituation im Waldseeviertel öffentlich zu zeigen. Es waren etwa 150 Teilnehmer, die trotz der sehr kurzfristig angesetzten Veranstaltung dabei waren. Herzlich Dank an alle Teilnehmer, ganz besonders an die Kinder, so lange ausgehalten und zum Teil ihre eigenen Plakate mitgebracht haben um für einen sicheren Schulweg zu demonstrieren.

Die anwesenden Mitglieder vom Bezirksamt waren in sehr heftige Diskussionen mit unseren „Freunden“ der Initiative  „Offenen Nachbarschaft“ verwickelt. Wie bei jeder Äußerung aus dieser Richtung, kamen aber auch dieses Mal keine sachlichen Argumente gegen die geplante Verkehrsberuhigung. Einige Autofahrer, die vor der Sperrung nach links in die Veltheimstraße abbiegen mussten, zeigten lautstark, dass ihr Auto auch mit einer Hupe ausgestattet ist.

Leider haben viele Teilnehmer aufgrund des Wetters nicht mehr mitbekommen, dass der RBB noch kam und abends einen kurzen Bericht einen kurzen Bericht über unsere Demo gesendet hat:

https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200620_1930/schildower_strasse_mein_thema_autoverkehr.html

Wir gehen davon aus, dass nach den Sommerferien die vom Bezirksamt beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden. Hierfür ist noch ein weiteres Verkehrsgutachten erforderlich. Es macht aber wenig Sinn, dieses während der Sommerferien zu erstellen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen sonnigen und entspannten Sommer – und bleiben Sie alle gesund.

 

Ihre Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung


Leserbrief zum Artikel "Erst miteinander reden-und notfalls auch klagen",Kurier Juni 2020

Meint es der Glienicker Bürgermeister tatsächlich ernst, wenn er den Kiezbus als angemessene Antwort auf den ausufernden Verkehr in Glienicke West und im Waldseeviertel anführt?
Die Einführung des Busses mag ja positiv und von Nutzen für Glienicker Bürger sein aber wie viele der tausenden Pendler, die täglich dieses Wohngebiet im Auto durchqueren um die Kreuzung an der B96 zu vermeiden, sind wohl inzwischen auf den Kiezbus umgestiegen oder haben dies demnächst vor?  Einer von 100?  Oder zwei?
Der Bus dürfte hier ebenso effektiv sein wie der mehrmals auf Bürgerversammlungen zum Thema Verkehrspolitik gehörte Vorschlag, doch an den S-Bahnhöfen in Hermsdorf und Frohnau mehr Fahrradständer zu platzieren.
Der Vorwurf an die Glienicker Verwaltung, dass hier nie über wirksame Maßnahmen nachgedacht wurde, ist völlig zutreffend; die Bürgerinitiative, die ein Konzept für eine Einbahnstraßenregelung vorgestellt hatte, wurde weitgehend ignoriert, bei Gesprächen mit Kandidaten verschiedener Parteien im Vorfeld von Wahlen hörte man ausweichende Antworten oder den Verweis, dass die Wohnstraßen in Glienicke West eben gebraucht würden um die Hauptstraße zu entlasten ( was eher hieß, dass sie weiter als eigentliche Hauptstraßen dienen sollten) und der Bürgermeister rekapitulierte auf Versammlungen zu diesem Thema jedes Mal die Entwicklung der Verkehrssituation in Glienicke seit den 90 Jahren, allerdings ohne Idee wie man darauf wirksam reagieren könnte.
Ich erinnere mich auch an einen Leserbrief einer Gemeindevertreterin vor einigen Jahren, die sich darin selbst beglückwünschte, bei der Wahl ihres Grundstücks nicht in diesem Teil des Ortes gelandet zu sein, von Interesse für die Belange der dortigen Anwohner keine Spur. Wer diesen oder den Bewohnern des Waldseeviertels jetzt Eigennutz vorwirft, sollte sich einmal gründlicher mit den Vorgängen um die Totalschließung der Schildower Str. an der Ecke zur Karlstr. in den 90er Jahren befassen, welche ohne jede vorab erfolgte Information und Bürgerbeteiligung handstreichartig erfolgte und die Schildower Str. auf Glienicker Seite zu einer idyllischen Sackgasse machte.
Der einzige Zweck war es damals den Durchgangsverkehr von und nach Berlin zu stoppen, (allerdings nur auf der Glienicker Seite), der dadurch in den anliegenden Straßen kanalisiert wurde.
Wer von den damaligen Glienicker Verantwortlichen ganz zufällig in der plötzlich himmlisch ruhigen Schildower Str. wohnte, ließe sich sicher auch noch feststellen.
Von großer Peinlichkeit ist im Übrigen die wiederholt geäußerte Anspielung bzgl. des "Wiederaufbaus der Mauer". Es geht hier um eine Reduzierung des Autoverkehrs, nicht darum Menschen mit Stacheldraht und Schießbefehl am Überqueren dieser Straßen zu hindern.
Auch war nicht festzustellen, dass bei einer Sperrung der Straße am Waldsee (wie es durch die Baustelle vor einigen Jahren der Fall war), der Verkehr in Glienicke völlig kollabierte, es gab sicher eine etwas längere Wartezeit an der Ampel an der B96 aber keine größeren Vekehrsprobleme im Ortszentrum. Der Verkehr verlief nur dort, wo er hauptsächlich hingehört, auf einer Hauptstraße und nicht auf dafür nicht ausgelegten Wohngebietsstraßen.
Insofern kann man den Beschluß aus Reinickendorf nur begrüßen, der jahrelangen Ignoranz der Glienicker Seite wurde endlich etwas entgegengesetzt.
M. Lewitzka


Da kann man nur schmunzeln…

Die Schildower Straße soll schon vor mehr als 100 Jahren eine wichtige Verbindungsachse in das Umland gewesen sein… wird von vielen unserer Gegner für eine Verkehrsberuhigung behauptet und auch in der Presse geschrieben.

Sammlung Torsten Hauschild

 Es wird darauf behauptet, dass die Schildower Straße schon vor mehr als 100 Jahren eine wichtige Verbindungsstraße in das Umland war. Das nachstehende Foto lädt bei dieser  Aussage zum Schmunzeln ein, denn zu dieser Zeit weideten noch die Schafe auf dem Areal der heutigen Kleinhaussiedlung neben dem Feldweg, der heutigen Schildower Straße.


Wir unterstützen die BVV und den Verkehrsausschuß mit unseren Plakaten

Gerne unterstützen wir die BVV und den Verkehrsausschuß bei der Durchsetzung des Beschlusses zur Verkehrsberuhigung und zeigen das auch öffentlich. Dieser Tage erhielten wir weitere Plakate gegen den Durchgangsverkehr im Waldseeviertel, die wir gerne allen interessierten Nachbarn zur Verfügung stellen.

Sie können Ihren Wunsch telefonisch an folgende Adressen richten:

 

Susanne Tiefenthal

Mobil:     0176 – 460 27 908

Mail:       susanne.tiefenthal@web.de

 

Ulrich Swienteck

Mobil:     01520 – 863 56 43

Mail:       u.swienteck@swienteck.de

 

Ein ganz großes Dankeschön geht an die „Agentur für Werbeproduktionen Gramberg-Haberstroh“. Die neue Plakatierungsaktion dokumentiert eindrucksvoll die Unterstützung der Anwohner für den Beschluss des Verkehrsausschusses und der BVV. Dies wäre ohne die großzügige Plakatspende der Fa. Gramberg-Haberstroh nicht möglich gewesen.


Changing Cities: Waldseeviertel stoppt den Durchgangsverkehr - bundesweite Presseberichte

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

in der Sitzung der BVV vom 13.5. wurde endlich beschlossen, durch das Aufstellen der Modalfilter erste Maßnahmen in unserem Kiez für eine Verkehrsberuhigung zu schaffen. Unsere jahrelangen Aktivitäten und Gespräche mit dem Verkehrsausschuss und der zuständigen Stadtbaurätin, Frau Schultze-Berndt, haben zu diesem wichtigen Schritt geführt. Wir danken allen Vertretern der BVV, die das Thema Verkehrsberuhigung richtungsweisend mitgetragen hat.

Wir danken auch Ihnen und allen anderen Nachbarn, die uns in den vergangenen Jahren hierbei unterstützt haben. Ohne Ihren Rückhalt, ohne Ihre Unterschrift auf der Petition von 2 Jahren wären wir nicht da, wo wir heute stehen. Dafür nochmals vielen Dank.

Der Beschluss der BVV ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Verkehrsberuhigung, aber wir sind noch nicht am Ziel. Nach der Testphase soll die Auswertung eines Gutachtens über die Verkehrsentwicklung in einer öffentlichen Sitzung des Bezirksamtes vorgestellt und mit den Anwohnern diskutiert werden. Wir würden uns freuen, wenn auch die Initiative „Offene Nachbarschaft“, die gegen eine Verkehrsberuhigung ist, die Vorteile einer solchen erkennen würde. Selbstverständlich stehen wir auch zu einem sachlichen Gedankenaustausch und Dialog über Pro und Kontra dieser Maßnahmen zur Verfügung.

Wir sollten ruhig weiterhin unseren Protest gegen den Durchgangsverkehr öffentlich zeigen, zum Beispiel durch unsere Plakate, die wir in wenigen Tagen erhalten werden. Wer von Ihnen auch ein Plakat für seinen Gartenzaun haben möchte, möge uns das bitte mitteilen.

Nachstehend eine Bericht von Changing Cities über den Beschluss der BVV. Aber nicht nur die lokale Presse berichtet heute über diesen Beschluss. Das Thema Gesundheit, Sicherheit und Verkehrsberuhigung ist so wichtig, dass das Waldseeviertel beispielhaft über die dpa bundesweit in der Presse steht, wie z.B.:

RTL, NTV, T-online, Focus-online, Süddeutsche, Welt, BZ, Tagesspiegel, Morgenpost, Die Welt, ..., ...

Verkehr - Berlin - Zwei Verbindungsstraßen an Berliner Stadtgrenze vor Sperrung - Wirtschaft - SZ.de

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Swienteck

Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung

www.schildower-strasse.de

 

Startseite Changing Cities

 

·        Reinickendorf: Waldseeviertel stoppt den Durchgangsverkehr

 

14.05.2020 | Pressemitteilung, Reinickendorf

 

Die BVV Reinickendorf hat gestern Abend beschlossen, dem Durchgangsverkehr im Waldseeviertel in Berlin-Hermsdorf endlich einen Dämpfer zu verpassen. Der Bürgerinitiative Schildower Straße, einem Projekt von Changing Cities, gelang es nach jahrelangem Bemühen, einen verkehrsberuhigten #Kiezblock im Rahmen eines zweijährigen Verkehrsversuches durchzusetzen.

„Durch umfangreiche Messungen der Polizei wurde deutlich, dass viel zu viele Autos durch das Waldseeviertel fahren und dass diese generell viel zu schnell unterwegs sind. Die Mitglieder der BVV Reinickendorf haben in einem langen Diskussionsprozess erkannt, dass der Jetzt-Zustand eine Zumutung für die Anwohner*innen darstellt. Dafür sind wir sehr dankbar,“ sagt Dr. Michael Ortmann von der Bürgerinitiative.

Bis zu 7.000 Pkw fahren täglich durch das Waldseeviertel statt die B96 zu nutzen. Mittels Modalfilter – also einer physische Trennung der Verkehrsarten – werden sie nun reduziert. Blumenkübel sollen zukünftig den Fuß- und Radverkehr weiterhin ermöglichen, den motorisierten Durchgangsverkehr aber aus dem Wohngebiet fernhalten.

Seit zwanzig Jahren wird versucht, das Problem zu lösen: Durch Optimierung der Kreuzungen der B96 für den Kfz-Verkehr, Tempo-30-Zonen und Durchfahrverbote für Lkw im Wohngebiet, Piktogramme auf der Straße, Fahrbahnschwellen und Verkehrseinengungen. Aber der Durchgangsverkehr nahm immer weiter zu.

Die BVV-Beschlussvorlage sieht nun die einzig effektive Lösung vor. Das Ersuchen per Dringlichkeit, vor Errichtung der Modalfilter erst noch ein Gutachten zu erstellen, wurde mit den Stimmen der CDU, AfD, Bündnis90/Grünen und der Linken abgelehnt. Der Beschluss wurde bei Enthaltung der SPD ohne Gegenstimmen verabschiedet.

Der Beschluss wurde trotz lautstarkem Protest, insbesondere aus der Gemeinde Glienicke, gefasst. Unter den Demonstrant*innen vor dem Rathaus Reinickendorf befanden sich auch der

Bürgermeister von Glienicke, Dr. Hans Günther Oberlack (FDP), und der Gemeindevorsteher, Uwe Klein (SPD).

„Es gibt viele gute Gründe, die Schildower Straße zu schließen. Auf dem Foto sind fünf davon. Die Gänse sind fast von einem rücksichtslosen Pendler überfahren worden. Es ist uns zum Glück gelungen, sie ins nahe gelegene Tegeler Fließ zu lenken,“ so Susanne Tiefenthal, Anwohnerin.

 

Ansprechpartnerin Changing Cities e. V.:
Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, 0171 535 77 34

 


Pandemiegerechte Fahrradroute Reinickendorf

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Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel setzt sich nicht nur für die Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel ein,
Zusammen mit der Initiative Zabel-Krüger-Damm fordern zusammen mit dem Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf und Changing Cities Maßnahmen für eine pandemieresiliente Verkehrsinfrastruktur im Bezirk. Konkret schlägt das Bündnis eine Fahrradroute vom nördlichen Stadtrand bis zum Kurt-Schuhmacher-Platz vor.
Michael Ortmann, Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung, erklärt: „Viele Leute denken, alleine im eigenen Auto sei man am besten vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt. Sobald die homeoffice-Phase beendet ist, werden viel zu viele Menschen im eigenen Auto zur Arbeit fahren wollen. Die geltenden Abstandsregeln schränken die Leistungsfähigkeit des ÖPNV ein. Sichere Radwege gibt es in Reinickendorf kaum. Es fehlen bei uns die Alternativen zum Auto.“
Der Vorschlag im Detail ist beigefügt.
Pandemieresiliente Fahrradroute Reinicke
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Pop-up-Fahrradstraße für das Waldseeviertel


Link zu "Changing-Cities"

In "Changing-Cities" hat eine Petition gestartet zm Ausbau einer neuen Verkehrsinfrastruktur zu Gunsten des Fahrrades.

 

https://changing-cities.org/fairestrassen/

Ein neuer Vorstoß für Sperrungen zwischen Glienicke und Hermsdorf

 

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1796970/


Antwort an Hr. Neiling auf sein Interview im Glienicker Kurier vom April 2020

Guten Tag Herr Neiling,

als Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und langjähriger Kunde Ihres Hauses (wohne hier seit 1991) habe ich Ihr Interview im Glienicker Kurier mit großer Verwunderung gelesen. Bevor ich einen öffentlichen Leserbrief an den Glienicker Kurier schreibe, möchte ich Ihnen aber gerne vorab einige Zeilen zu Ihrem Interview und den falschen Aussagen schreiben.

Ich kann verstehen, dass Sie als Unternehmer verunsichert sind, was diese  Verkehrsänderungen für Sie bedeuten. Aber als Unternehmer müssen wir uns ständig neuen Herausforderungen und Veränderungen stellen. Am Ende des Interviews sagen Sie, dass Sie im „Worst Case“ bei Herrn Prof. Ortmann vor der Tür stehen. Was wollen Sie damit aussagen?

Vor wessen Türe stehen Sie heute in Zeiten von Corona, was Ihr Geschäft ganz sicher betrifft und zu Umsatzrückgängen führt. Wen machen Sie dafür verantwortlich?

Nicht nur ich, sondern viele meiner Nachbarn schätzen Ihr Geschäft sehr. Nicht weil Sie die günstigsten Discountpreise haben, sondern weil Sie sehr gut sortiert sind und ein sehr höfliches und fachkundiges Personal haben. Das habe ich schon bei Ihrem Vorbesitzer seit Anfang der 90ger Jahre sehr geschätzt. Wer also Ihren guten Service zu schätzen weiß, wird in Zukunft dann auch die 2 Minuten Umweg in Kauf nehmen, um zu Ihnen zu kommen.

Lassen Sie mich bitte betonen, dass uns das oft entgegengebrachte Vorurteil, wir seien egoistisch und wollten ja bloß unsere Ruhe haben, einfach nicht den Kern der Situation im Waldseeviertel trifft. Am allerwenigsten stimmt der von Ihnen vorgebrachte Satz, dass Herr Prof. Ortmann nur an sich denke und nicht an die Allgemeinheit. Die Bürgerinitiative gegen den Durchgangsverkehr gibt es schon wesentlich länger als Herr Prof. Ortmann hier wohnt.

Es geht uns für mindestens 2.300 betroffene Anwohner entlang der Durchgangsstraßen in Hermsdorf und Glienicke und natürlich auch abseits dieser Straßen um Sicherheit, Lebens- und Wohnqualität.  Es fahren täglich ca. 7.000 Fahrzeuge im Durchgangsverkehr aus dem Umland durch das Waldseeviertel. Diese Zahlen sind sowohl von uns zweimal gezählt - sowie auch von der Polizei. Fakt ist, dass diese Straßen als Umgehung des Ortskerns von Glienicke dienen – und das ist nicht legitim, bzw. unser Protest dagegen ist legitim.

Man sollte hierbei nicht nur an die Autofahrer denken sondern auch einmal an die Kinder und Senioren. Die Abgase und der Feinstaub verteilen sich von der Veltheimstraße bis zur Bertramstraße und machen an keinem Gartenzaun halt, auch nicht am Kinderspielplatz am Waldsee.

Jetzt frage ich Sie, was hat dieses soziale Engagement für so viele Bewohner mit persönlichem Egoismus zu tun?? Ist da Ihr Interview über die Zukunft Ihres Geschäftes nicht viel mehr von Egoismus geprägt? Ich kann als Unternehmer Ihre Bedenken bezüglich Ihrer Mitarbeiter teilen, doch halte ich Ihren öffentlichen Auftritt als wenig hilfreich für Ihr Geschäft.

 

Ziel der Bürgerinitiative

Seit 20 Jahren sind die Bürger rund um die Schildower Straße engagiert, die Probleme durch den Durchgangsverkehr im Wohngebiet zu reduzieren. Seit 2014 auch verstärkt in Glienicke, denn auch hier steigt die Belastung durch den Autoverkehr. Einige Mitglieder aus unserer Bürgerinitiative wohnen in Glienicke und waren lange Zeit in das Thema Verkehrskonzept in Glienicke mit eingebunden.

Wir legen großen Wert auf Fakten, die unsere Forderungen nach mehr Verkehrsberuhigung bestätigen. Wir haben Verkehrszählungen durchgeführt, die Erstellung eines Verkehrsgutachtens in Glienicke begleitet, eigene Verkehrsgutachten erstellt, öffentliche Prozesse begleitet wie z.B. Lärmaktionspläne in Berlin und Glienicke und immerwährende Beteiligungen in den politischen Gremien und Entscheidungen mit den Verwaltungen gesucht.

Unsere Forderungen und Aktivitäten waren immer offen und transparent auf unsere Website www.schildower-Straße.de dokumentiert und in der Presse kommuniziert. Die Prozesse zur Entscheidungsfindung durch die politischen Gremien in Berlin-Reinickendorf und Glienicke waren immer öffentlich. Leider hat die Gemeinde Glienicke die Zeichen der Zeit nie verstanden und alle Verbesserungsvorschläge, auch des eigenen Verkehrsausschusses, abgelehnt, obwohl die unerträgliche Verkehrsbelastung auch von einigen Parteien in Glienicke als haltlos gesehen wird.

Die Entscheidung Modalfilter zur Begrenzung des PKW-Durchgangsverkehres im Waldseeviertel zu installieren, ist die logische Konsequenz einer jahrelangen Entwicklung. Berlin soll mobiler, sicherer und klimafreundlicher werden, so beschreibt es das Berliner Mobilitätsgesetz. Diese gesetzliche Grundlage bestätigt unser Engagement. Es gibt in Berlin bereits mehrere Bezirke, in denen reine Wohngebiete, wie das Waldseeviertel, durch ähnliche Maßnahmen verkehrsberuhigt werden. Das ist also nichts Neues in der Stadt.

Sicherlich bringt das für den Einen oder Anderen auf dem Weg zum Sport, Einkauf oder Arztbesuch in Glienicke einen Umweg von etwa 2 Minuten. In welchem Verhältnis steht das aber zu den ca. 7.000 Fahrzeugen, die im Durchgangsverkehr durch unsere schmalen Straßen rollen. Die Schildower Straße ist eine untergeordnete Erschließungsstraße – und keine Hauptstraße. Sie ist nach dem heutigen Straßenbaurecht für ca. 400 Fahrzeuge pro Stunde ausgelegt. Damit ist die Straße an ca. 8 Stunden pro Tag überlastet. Zwischen 7 und 8 Uhr morgens fahren sogar bis zu 700 Fahrzeuge pro Stunde hier entlang. Das Gleiche passiert in der abendlichen Rush Hour.

Bezüglich Ihres Hinweises auf die parkenden Fahrzeuge sollten Sie wissen, dass das Wohnviertel „Kleinhaussiedlung“ zwischen Gertrudstraße und Bertastraße keine Parkmöglichkeiten auf den Grundstücken vorsieht. Die Bewohner müssen also am Straßenrand parken.

Ich möchte auch gerne darauf hinweisen, dass es eine Testphase geben wird um heraus zu finden, wie sich Verkehrsströme verlagern bzw. das Verhalten der Bürger sich ändert zu Gunsten des ÖPNV. Dieser Ansatz ist für alle Beteiligten fair. Eine stillschweigende Verstetigung der Modalfilter wird von niemandem angestrebt. Es soll nach Ablauf dieser Testphase eine öffentliche Informationsveranstaltung vom Bezirkssamt geben. Hier können wir uns allesamt miteinander austauschen, um die Erfahrungen gemeinsam zu diskutieren.

Natürlich hat jeder das Recht gegen etwas zu sein, so wie auch die beiden Initiativen gegen eine Verkehrsberuhigung. Aber es wäre hilfreich, wenn man auch nach Lösungsansätzen suchen würde, um das Verkehrsproblem zu entschärfen – und nicht nur Kontra sein, aus eigenem Egoismus, oder weil der Weg nach Glienicke jetzt mit dem Auto etwa 2 Minuten länger wird.

Die Aussage vieler Autofahrer aus dem Umland, dass sie sich nicht von Berlin vorschreiben lassen, wie sie in die Stadt fahren, unterstreicht egoistisches Verhalten.

Wir können mit Stolz darauf verweisen, dass wir mit unseren Aktivitäten in den vergangenen Jahren viele Denkanstöße gegeben haben, die jetzt zum Teil zwischen Berlin und Glienicke miteinander diskutiert werden.

 

Verlust von Kunden
Sie sagen, dass Sie befürchten, Ihr Klientel aus Hermsdorf und Frohnau zu verlieren - und somit Ihre Existenz bedroht sei. Diese Aussage halte ich für populistisch und möchte sie sehr bezweifeln, da nur relativ wenig Käuferströme über die Elsestraße zu Ihnen kommen

 

1.      Frohnau

Aus Frohnau fährt so gut wie kein Kunde über die Veltheim-, Schildower-, und Elsestraße zu Ihnen. Das wäre ein Umweg. Ihr Klientel aus Frohnau kommt eher über den Fürstendamm und die Hauptstraße. Somit verlieren Sie so gut wie keinen Kunden aus Frohnau durch die neue Verkehrssituation.

2.      Hermsdorf westlich der B 96

Die Kunden, die westlich der B 96 in Hermsdorf wohnen, kommen auch besser über die B 96 und die Hauptstraße zu Ihnen als über die Schildower Straße. Auch hier verlieren Sie so gut wie kein Klientel.

3.      Waldseeviertel

Das meiste Klientel aus Hermsdorf dürfte somit aus dem Waldseeviertel kommen. Und hier wird sich für Sie im Zweifelsfalle entscheiden, wie die meisten der Bewohner Ihr Engagement gegen eine Verkehrsberuhigung  auffassen. Ich weiß von vielen Nachbarn, dass sie in Zukunft aus Protest gegen Ihren Protest gegen eine Verkehrsberuhigung dann doch eher zum OBI fahren als zu Ihnen.

 

Fragen an Ihre Gemeindeverteter

Haben Sie schon einmal bei Ihren Gemeindevertretern angefragt, welches zukunftsweisendes Verkehrskonzept Glienicke plant?

Mit jedem Jahre wächst Glienicke immer weiter. Aber was hat Glienicke in den vergangenen 20 Jahren zur Verbesserung der Verkehrssituation beigetragen? Haben Sie diese Frage mal mit Ihrer Gemeindevertretung diskutiert? Warum wurde an der Kreuzung der Hauptstraße auf die B 96 statt eines Restaurants nicht ein Kreisverkehr gemeinsam mit dem Bund und Berlin geplant? Diese Ampelschaltung ist die Hauptursache für das tägliche Verkehrschaos.

Aufgrund der immer weiter zunehmenden Stadtflucht in das Umland wird die Verkehrssituation kontinuierlich schlimmer. So werden in Glienicke kurzfristig weitere große Baugebiete ausgewiesen. Wo wird der Verkehr fließen??? Die Verkehrssituation kann letztendlich nur durch völlig neue Verkehrskonzepte gelöst werden, an denen Berlin und die Umlandgemeinden jetzt auch gemeinsam mit der Bahn arbeiten. Sonst ersticken wir eines Tages alle in der Stadt und den Hauptfahrrouten.

Peinlich empfinde ich immer wieder den Hinweis darauf, wir würden eine neue Mauer bauen. Der Begriff Mauerbau ist verbunden mit „Mauertoten“ und somit eine Verhöhnung der Opfer des früheren politischen Systems.

Bei keiner einzigen verkehrsberuhigenden Maßnahme in der Stadt kommt ein solcher Satz auf, obwohl auch dort von den Anwohnern zum Teil Umwege in Kauf genommen werden müssen, zu Gunsten von tausenden Durchgangsfahrten. Wenn schon der Begriff „Mauer“ in Glienicke so stark strapaziert wird, könnte man ja auch von „Transitfahrten“ sprechen. Vielleicht merken Sie selber, auf welch dünnes intellektuelles Eis Sie sich mit diesem populistischem Satz begeben.

 

Ich würde mich freuen, wenn mein Schreiben etwas Licht in das Dunkel des „Informationstunnels“ bringen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Ulrich Swienteck

Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung

 

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Inteview im Glienicker Kurier April 2020
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Leserbrief aus der Dorfzeitung Reinickendorf 03/2020

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Leserbrief Waldseeviertel: "Hier läuft gewaltig etwas schief!"
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RAZ Artikel 27.02.2020

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Neuer RAZ Artikel
Blumenkübel gegen Pendlerströme 27.02.20
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Neuer Artikel aus der Berliner Woche 26.02 2020

Nicht nur Rennstrecke – sondern auch Parkplatz

 Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel

 

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

seit vielen Jahren ist die Bürgerinitiative „Schildower Straße“ mit dem Bezirksamt Reinickendorf im Gespräch, um eine Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel zu erreichen. Dieses betrifft den Durchgangsverkehr aus den umliegenden Gemeinden (OHV, BAR, FF, TP etc.).

Die Schildower Straße ist eine unterklassige Nebenstraße und keine Hauptstraße, wie die Kreisstraße in Glienicke. Mehrere Verkehrszählungern von uns und der Polizei haben ergeben, dass sich täglich ca. 7.000 Fahrzeuge aus den umliegenden Gemeinden ihren Weg durch die Schildower Straße und die Bertramstraße suchen.

Wir haben versucht, sowohl mit Glienicke als auch mit dem für uns zuständigen Bezirksamt Reinickendorf nach einer vertretbaren Lösung zu suchen. Leider hat Glienicke alle unsere Bemühungen ignoriert. Glienicke ist in den vergangenen 30 Jahren zwar um das 3-fache gewachsen, doch hat man es bislang versäumt, eine vorausschauende Verkehrsplanung zu betreiben.

 

Zahlreiche Gespräche mit der Bezirksstadträtin Frau Schultze-Berndt sowie auch Vorort – Termine in der Schildower Straße mit Vertretern aus dem Bezirksamt sowie die Diskussionen in den öffentlichen Sitzungen des Verkehrsausschusses haben in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 13. Februar zu der Beschlussvorlage geführt, dass

"umgehend in der Schildower Straße und gleichzeitig in der Elsestraße, jeweils am Ortsausgang, temporäre Modalfilter (z.B. in Form von massiven Blumenkübel“ zu installieren sind, die die Durchfahrt für motorisierte Verkehrsteilnehmer wirksam verhindern.

Das Bezirksamt wird ersucht, die Auswirkungen der Schließung der Verbindungs -straßen vom Waldseeviertel in Hermsdorf nach Glienicke zu bewerten, sobald der Verkehrsfluss entlang der B 96 durch verbesserte Ampelschaltungen an die neue Situation angepasst worden ist („Grüne Welle“)

Die Ergebnisse der Maßnahmen werden vom Bezirksamt in einer Bürgerversammlung vorgestellt und gemeinsam ausgewertet."

Dieser Antrag wurde von allen Parteien einstimmig angenommen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses und der Bezirksstadträtin für die konstruktive Zusammenarbeit herzlich danken, und dass sie die Sorgen der Bürger aufgegriffen und nach einer verkehrstechnisch machbaren Lösung gesucht und umgesetzt haben.

Mit dieser Maßnahme steigt für alle Bewohner des Waldseeviertel die Lebensqualität, da die

Schildower Straße – Elsestraße – Gertrudtraße - Bertramstraße und Veltheimstraße

nicht mehr insbesondere für den Pendelverkehr als Durchgangsstraßen für die umliegenden Gemeinden genutzt werden kann. Die Lärm- und Umweltbelastungen werden erheblich reduziert. Das rücksichtslose Fahren mit entsprechender Gefährdung für alle Bewohner wird auf ein geringstmögliches Maß reduziert.

 

Wir bedanken uns auch bei allen Bürgern, die unsere Aktivitäten unterstützt haben. Sei es durch ihre Teilnahme an den Bürgerversammlungen,den Sitzungen des Verkehrsaus- schusses sowie der Unterschriftenaktion (ca. 600) für eine Verkehrsberuhigung im Herbst 2018.

Wo viel Vorteil, ist manchmal auch ein kleiner Nachteil. Auch unser PKW-Weg aus dem Waldseeviertel nach Glienicke führt jetzt über die Hauptstraße. Aber wie oft betrifft das jeden einzelnen von uns? Überwiegt dem gegenüber aber nicht der unschätzbare Vorteil, täglich ca. 7.000 Autobewegungen weniger in unserem Viertel zu haben?

Das Argument, dass jetzt nach 30 Jahren Mauerfall wieder eine neue Mauer aufgebaut wird ist ein geistiges Armutszeugnis. Es wird keine Mauer gebaut, sondern lediglich durch bunte Blumenkübel der Verkehrsstrom auf die Hauptstraßen umgeleitet. Außerdem ist dieser Satz eine Verhöhnung der Menschen, die unter der Mauer gelitten haben.

Jede Veränderung in unserem Leben bringt naturgemäß erst einmal Verunsicherung (Veränderung = Urangst des Menschen).  Mit der Einführung des Rauchverbotes in Restaurants sowie der Einführung des Mindestlohns wurde über den Untergang unserer Kultur diskutiert. Beide Maßnahmen sind mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert.

 

Und was passiert bei uns Dramatisches? - Es werden Blumenkübel aufgestellt, damit der Autoverkehr auf den Hauptstraßen bleibt.

 

Wir sind jetzt natürlich alle gespannt, wie sich diese Maßnahme auf die Verkehrssituation auf den Hauptstraßen auswirken wird, wenn auch die Ampelschaltungen Berlin / Glienicke aufeinander abgestimmt sind.

Ihre Bürgerinitiative Schildower Str. - Waldseeviertel

Bericht aus der RAZ kompakt 20.02.2020

Nachstehend eine Antwort zu dem Leserbrief von Hr. Dr. Steichele, Glienicke,                                            im Glienicker Kurier 02/2020

Mauer im Kopf