Noch mehr Worte statt Taten!

14.03.2021

 

Zur Entspannung der Verkehrssituation im Waldseeviertel soll nun nach dem Willen der Bezirksverordneten ein Runder Tisch angeregt werden. Daran sollen die drei Bürgerinitiativen des Waldseeviertels, der Bezirk Reinickendorf, die Gemeinde Glienicke, der Landkreis Oberhavel und auch die Länder Berlin und Brandenburg teilnehmen. Als ob noch nicht genug geredet wurde und die Sachlage nicht längst vollkommen klar wäre.

 

Seit über zwanzig Jahren wird das Anliegen nach Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel dementiert, beschwichtigt und ignoriert. Und jetzt – nachdem die Fakten zum deplatzierten Durchgangsverkehr unmissverständlich deutlich geworden sind – soll wieder von Neuem miteinander über das Verkehrsproblem geredet werden. Das hatten wir doch alles schon zur Genüge!

 

Das einzige Interesse der Gemeinde Glienicke sowie der Gegner einer Verkehrsberuhigung ist und bleibt die Wahrung des Status Quo. Solange man lediglich redet, werden konkrete Maßnahmen immer wieder hinausgeschoben. Man will das gerechtfertigte Anliegen nach Verkehrsberuhigung der Bürger in Hermsdorf und Glienicke totlaufen lassen. Für Nichtstun braucht man jedoch niemanden – erst recht nicht die Bezirksstadträtin der CDU!

 

Gemäß dem unabhängigen Verkehrsgutachten gibt es kein milderes Mittel zur Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel als die komplette Sperrung für den Durchgangsverkehr. Wozu dann also weitere Gespräche? Uns liegt außerdem ein Schreiben des Landkreises Oberhavel vor: Der Bezirk Reinickendorf und die Gemeinde Glienicke sind sich offenbar einig, dass ihre Handlungsoptionen endgültig erschöpft sind. Der Runde Tisch ist folglich ein falsches Spiel!

 

Jedwede verkehrsberuhigende Maßnahme ist politisch schlichtweg nicht gewollt. Es soll alles so bleiben, wie es ist. Das Bezirksamt macht sich dadurch zum Erfüllungsgesellen der Umlandgemeinden: Freie Fahrt für Pendler aus Glienicke und Schildow, wo auch immer sie es mögen! So hintergeht die CDU Reinickendorf die eigenen Bürger. Wenn sich die Partei im Blick auf die Wahl da mal nicht verrechnet! Bürgernähe geht jedenfalls ganz anders!

 

In der Sitzung des Verkehrsausschusses am Freitag wurde die Bezirksstadträtin hartnäckig mit dem Mobilitätsgesetz und der einschlägigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts konfrontiert. Schließlich knickte sie ein und gab zu, dass es auch eine andere juristische Einschätzung des Sachverhalts gibt. Sie müsse sich aber an die Stellungnahme des Rechtsamts halten. Die Maske der Bezirksstadträtin ist dadurch gefallen: Sie will den Durchgangsverkehr im Waldseeviertel aus ideologischen Gründen nicht einschränken. Rechtlich geht es sehr wohl, wie auch andere Bezirke zeigen.

Download
PM "Runder Tisch"
Pressemitteilung Runder Tisch 14 März 20
Adobe Acrobat Dokument 106.7 KB

Wahlprüfsteine

14.03.2021

 

Die Bürgerinitiativen Zabel-Krüger-Damm, Waidmannslust, Alt-Lübars, Alter Bernauer Heerweg, Ruppiner Chaussée, Waldseeviertel, Offene Nachbarschaft und Frohnau setzen sich seit Jahren für mehr Verkehrssicherheit, weniger Verkehrslärm und ein modernes und nachhaltiges Verkehrskonzept in Reinickendorf ein.

 

Um ihre Mitstreiter/innen über die Pläne der Parteien zur Wahl der Bezirksverordnetenversammlung bzw. Abgeordnetenhaus 2021 zu informieren, haben sie gemeinsam einen Wahlprüfstein erstellt. Dieser wurde nun an die jeweiligen Parteien geschickt.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Bürgerinitiativen für unsere Idee, einen gemeinsamen Wahlprüfstein zu erstellen, gewinnen konnten. Durch unseren regelmäßigen Austausch mit Politikern im Bezirk, wissen wir gut, welche Standpunkte dabei die jeweiligen Parteien vertreten. Mit dem Wahlprüfstein können sich nun auch alle Wähler/innen besser entscheiden wen sie wählen sollen wenn es um das Thema Verkehr in Reinickendorf geht“,

 

so Tobias Büchner von der Initiative Zabel-Krüger-Damm.

 

 

In Sachen Verkehr erleben wir in Reinickendorf einen klassischen Zielkonflikt: Auf der einen Seite steht die Leichtigkeit des Verkehrs für die Pendler aus dem Umland. Auf der anderen Seite steht das Bedürfnis der Anwohner nach einem sicheren und lebenswerten Wohnumfeld. Wir erwarten von den Parteien eine klare Positionierung“,

 

so die Forderung von Prof. Dr. Karl Michael Ortmann, Sprecher der Initiative Waldseeviertel.

Download
PM Wahlprüfsteine 2021
PM WPS 2021 BIs Reinickendorf.pdf
Adobe Acrobat Dokument 135.2 KB

Keine Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel?

 

Liebe Nachbarn im Waldseeviertel,

 

während in vielen Städten und auch Berliner Bezirken in Zeiten der Verkehrsüberlastungen, Umweltverschmutzung und Klimawandel drakonische Maßnahmen eingeleitet werden, um den Individualverkehr zu verringern, gibt Reinickendorf „Grünes Licht für noch mehr Autos in den Wohngebieten“. 

 

Rückblick mit Beschluss der BVV

Im Mai 2020 hat die BVV beschlossen, die Elsestraße und die Schildower Straße probeweise durch Modalfilter für den Autoverkehr zu schließen. Hierfür sollten ein Verkehrs- und Rechtsgutachten eingeholt werden.  

 

 

Verkehrsgutachten

Das Gutachten kommt zu dem gleichen Ergebnis wie alle anderen Verkehrserhebungen bisher: es gibt im Waldseeviertel viel zu viel Durchgangsverkehr. Allerdings muss der motorisierte Verkehr weiterhin durch unseren Kiez fließen dürfen, da ansonsten die B96 in Spitzen überlastet wäre. Das Gutachten weist unserer Meinung nach erhebliche Mängel auf und bezieht Aspekte der Lärmminderung sowie die Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität gar nicht mit ein. Einzig der Autoverkehr interessiert.

 

Rechtsgutachten 

Das Rechtsgutachten bezieht sich mit keiner Silbe darauf, dass die Schildower Straße eine untergeordnete Nebenstraße ist. Die heutige Nutzung als Hauptdurchgangsstraße ist demnach nicht rechtmäßig. Mit keinem Wort wird das Mobilitätsgesetz erwähnt, wonach der motorisierte Durchgangsverkehr in Nebenstraßen zu unterbinden ist. Das Rechtsgutachten stellt einfach nur fest,

dass…„die Aspekte der Lärmminderung sowie die Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in den Abwägungsprozess einzubeziehen sind. Auf der anderen Seite stehen

„neben der Leichtigkeit des Verkehrs, insbesondere zugunsten der Pendler aus dem Umland…“ usw…usw… „ Fazit des Gutachtens: … der Einbau von Modalfiltern wäre unzulässig

 

Man kann die beiden Gutachten auf einen Punkt bringen: "Sorry Bewohner, die Hauptstraße (B 96) ist überlastet, wir müssen Rücksicht nehmen auf die Pendler aus OHV und die Verkehrsströme deswegen durch Ihr Wohngebiet lenken".

 

Ausblick

Liebe Nachbarn, wir sind über diese Entscheidung entsetzt und werden beide Gutachten überprüfen lassen. Jeder Bürger hat aber selber auch das Recht, bei den verantwortlichen Politikern an zu fragen, wie sie sich eine wirksame Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel vorstellen:

 

Bezirksstadträtin: katrin.schultze-berndt@reinickendorf.berlin.de,  Bürgermeister: frank.balzer@reinickendorf.berlin.de oder auch an die  bvv@reinickendorf.berlin.de

 


Da kann man nur schmunzeln…

Die Schildower Straße soll schon vor mehr als 100 Jahren eine wichtige Verbindungsachse in das Umland gewesen sein… wird von vielen unserer Gegner für eine Verkehrsberuhigung behauptet und auch in der Presse geschrieben.

Artikel aus der MOZ vom 03.10.2020

Auszug aus dem Artikel vom Tagesspiegel 28.10.2020

                                       Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung
                                                                                            30. Oktober 2020

 

Liebe Mitbewohner im Waldseeviertel,

„steter Tropfen höhlt den Stein“ lautet ein bekanntes Sprichwort.

Es sieht jetzt so aus, als ob unsere jahrelangen Bemühungen („steter Tropfen“) für eine Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel die von der BVV im Mai 2020 beschlossenen Maßnahmen bringen. Vor wenigen Tagen erschien der nachstehende hoffnungsvolle Artikel von Herrn Appenzeller im Tagesspiegel-Online.

„Der Ärger um die Autos im Waldseeviertel

Veröffentlicht am 28.10.2020 von Gerd Appenzeller

Ob gegen den morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr durch das Hermsdorfer Waldseeviertel künftig Sperren helfen sollen, oder ob dies im übertragenen Sinne einem neuen Mauerbau zwischen Berlin und Brandenburg gleich käme, wird seit Monaten sehr kontrovers diskutiert. Die BVV hatte sich ohne Gegenstimmen bei Enthaltung der SPD dafür ausgesprochen, einen so genannten Modalfilter zu testen. Er wirkt auf den Durchgangsstraßen wie ein Trichter, der – neben Fußgängern – nur Fahrrad- und Motorradfahrer passieren lässt.

Wie geht es nun weiter, wann wird der Test durchgeführt? Das war Gegenstand einer Einwohneranfrage in der BVV-Sitzung am 7. Oktober. Es zeichnet sich nun ab, dass nach neuerlichen Verkehrsanalysen im ersten Quartal 2021 versuchsweise die Schließung der beiden Durchgangsstraßen durch Modalfilter kommt. Dann wird im Zweiten Quartal 2021 eine Bürgerbeteiligung durchgeführt, bei der die Wirkungen des Filters diskutiert werden sollen. Auf die Frage, wie das rechtssicher geschehen könne, erklärte Bürgermeister Frank Balzer, CDU: Das heißt, die Verkehrsströme überprüfen und dann entscheiden. Text: Gerd Appenzeller“

Wir bleiben weiter am Thema dran und halten Sie informiert

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bitte sprechen Sie Ihre Nachbarn an, sich über unsere Internetseite oder meine Email bei uns zu melden, damit wir sie in den Verteiler mit aufnehmen können. Somit können wir unsere Informationsbasis weiter verbreiten.

 

www.schildower-strasse.de

info@swienteck.de

 

Wir danken allen Nachbarn für ihr Engagement

Ihre Bürgerinitiative – für mehr Verkehrsberuhigung

Hans Ulrich Swienteck

 

Reaktion auf den Artikel im Tagesspiegel vom 28.10.2020 „Der Ärger um die Autos im Waldseeviertel“

Artikel aus der MOZ vom 30.11.2020

Artikel aus der Reinickendorfer Allgemeine Zeitung • Ausgabe 23/20 • 3. Dezember 2020

Die Verkehrszählung läuft ...

 Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

nachdem wir vor wenigen Tagen geschrieben haben, dass wir gespannt sind, wann die Verkehrszählung
beginnen wird, können wir heute positives berichten:

Sie hat begonnen!!!

 

Sowohl an den beiden Übergängen Schildower Straße und Lessingstraße stehen auf Glienicker  Seite Zählgeräte.

 Im Waldseeviertel befinden sich die Zählgeräte an zahlreichen Stellen:

 Bertramstraße – Schildower Straße/Marthatraße – Schildower Straße/Solquellstraße – Schildower Straße/Berliner Straße – Hermsdorfer Damm/Solquellstraße.

 Somit kann zwischen dem Durchgangsverkehr aus dem Umland und dem Anliegerverkehr aus dem Waldseeviertel unterschieden werden. Diese Differenzierung ist für die weiteren Maßnahmen für den Bezirk wichtig. Wir  gehen davon aus, dass die Verkehrszählung alle bisherigen Zählungen nochmals bestätigt.

Am 13.August demonstrierten etwa 10-12 Mitglieder der Gruppe „Offene Nachbarschaft“ im Rahmen einer Flugblattaktion für den weiteren ungehinderten Verkehrsfluss aus Glienicke in das Waldseeviertel.

Diese Aktion fand zwischen 7 - 9 h in Ost-Westrichtung an der Schildower Straße statt und nachmittags von 16 – 18 h in West-Ostrichtung an der Elsestraße, also immer mit dem Berufsverkehrsstrom.

Wie wir beobachten konnten, kamen am Morgen die meisten Teilnehmer aus Glienicke, aus dem direkten Umfeld der Jungbornstraße.

Wir würden uns freuen, wenn solche Verkehrsszenen, wie bei dieser Unterschriftenaktion für offenen Durchgangsverkehr bald der Vergangenheit angehören.

Sammlung Torsten Hauschild

Wie wir von einigen Nachbarn erfahren haben, wurden sie von den Flugblatt-Verteilern fast massiv an der Weiterfahrt behindert, weil sie kein Flugblatt annehmen wollten

Sobald wir etwas Neues erfahren, werden wir Sie umgehend informieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung

 

Flyer in der Burgfrauenstraße

Von der Initiative „Offene Rennstrecke im Waldseeviertel“ wurde vor wenigen Tagen der nachstehende Rundbrief in der Burgfrauenstraße verteilt.

Daraufhin hat einer der Bewohner den nachfolgenden Brief verfasst, den wir mit seiner Genehmigung veröffentlichen dürfen. Besser kann man auf den Rundbrief nicht reagieren.

Ulrich Swienteck

_________________________________________________________________________________

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihren Flyer fand ich bei mir im Briefkasten in der Burgfrauenstraße Hausnummer
XY. Nach Lektüre verwirrt er und wirft Fragen auf:

1. Meinen Sie wirklich, dass infolge der Sperrung der Else-/Schildower Straße [ESS] die im Flyer genannten, neu betroffenen Straßen noch stärker durch Pendlerverkehr belastet werden? Woher haben Sie diese sichere Erkenntnis? Welche Studie (VLB?) haben Sie herangezogen?

2. Ist es nicht so, dass der überwiegende Teil derjenigen Kfz, die die ESS nutzen, in Richtung Hermsdorf-Süd fahren. Also Richtung Wachsmuthstr. und damit bis zum südlichen Ende der Schildower Str.?

3. Kann es sein, dass Sie Ängste bei den Anwohnern westlich der B 96 schüren, um von hier Unterstützer für Ihre Ziele zu erhalten? Ja, die B 96 wird ab Glienicke mehr Verkehr aufnehmen müssen. Aber genau dafür ist eine Bundesstraße auch gedacht und ausgelegt! Volumenstarker und stetig anschwellender Abkürzungsverkehr durch ein Wohngebiet -und darum geht es hier genau- muss unterbunden werden, weil sich dieser etablieren wird und später zu dem Vorschlag führen könnte, eine Hauptverkehrsstraße mit Tempo 50 zuzulassen. So darf keine Wohngegend dem wachsenden Speckgürtel mit der von dort anrollenden Pkw-Flut geopfert werden.

4. Merkwürdig ist, dass alle im Impressum genannten Personen mit ebenfalls dort vermutetem Wohnsitz von der prophezeiten Verkehrsflut des im Flyer beschriebenen Gebiets (westlich der B 96) gar nicht betroffen sind - sollte die Flut überhaupt eintreten? Es tritt doch eine verkehrliche Entlastung des Waldseeviertel ein. Das kommt auch der Veltheimstr. zugute.

5. Kann es ein, dass Ihre Sicht der Dinge keinen Blick auf die Nöte und auch Ängste der derzeit tatsächlich betroffen Anwohner zulässt? Blenden Sie deren Bedenken zur heutigen Lage völlig aus? Genau wie in der Burgfrauenstraße belasten Verkehrsströme sowie nicht regelkonforme Geschwindigkeiten die Lebensqualität in höchstem Maß. Das trifft eben auch für die Verkehrsadern im Waldseeviertel hin nach Hermsdorf-Süd zu. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie an einer kleineren Verkehrsader wohnen, die ständig mehr und mehr Verkehr aus dem wachsenden Glienicke aufnehmen muss und zu kollabieren droht?

6. Weshalb gründen Sie eine Bürgerinitiative, die allein dem Zweck dient, die drohenden "Betonsperren" der ESS infrage zu stellen? Dies auch noch mit dem polemischen Verweis auf den Standort: Der ehemaligen Berliner Mauer! Ist es lediglich das doch eher egoistische Ziel, selbst schnell mit dem Auto nach Glienicke zu kommen, auch wenn der neue Umweg dann faktisch doch nur 3 Minuten länger wäre? Mit dem Auto wohlgemerkt! Wie lange stehen Sie im Jahr in der Summe im Stau? Was sind denn da 3 Minuten? Wenn das Ihr wahrer Hintergrund ist, dann wäre es mehr als traurig.

7. Welche Vorschläge haben Sie, wenn Sie den Reinickendorfer Ansatz für "verkehrspolitisch verfehlt" deklarieren? Der Pendlerstrom kommt aus Glienicke. Welche konkreten Ideen hat Glienicke, um die täglichen Pendlerströme (nur im Auto-Individualverkehr) einzudämmen? Bessere Busanbindung zu den S-Bahnen? Nein: Tempo 30 in der Hauptstraße in Glienicke, was den Abkürzungsverkehr seit einigen Jahren nur noch verstärkt!

8. Sie suggerieren durch den Namen Ihrer Initiative, dass sich durch die geplante Verkehrsmaßnahme das Nachbarschaftsverhältnis verändern würde. Das wird es nicht! Die Nachbarschaft ist und sie bleibt auch offen; nur der Verkehrsfluss verändert sich bzw. muss sich verändern.

Kurzum: Ich meine, Ihr Flyer enthält erschreckenderweise -und insbesondere unter Würdigung der Doktoren-Titel der im Impressum der Internetseite genannten Personen- so viel "Unfug" und keine konkreten Lösungsvorschläge, dass es um das Papier und die investierte Zeit (sowohl Ihre als auch meine) eigentlich viel zu schade ist. Aber ich musste das mal raus lassen.


Mit vorbildlicher Selbstbeherrschung

Bernd P.

Burgfrauenstr. XY,  13465 Berlin

(Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir den Nachnahmen und die genaue Anschrift nicht veröffentlicht. Die Daten liegen uns aber vor.)

 

Tagesspiegel Artikel vom 23.09.2020

Download
Radfahrerdemo mit Kindern
Veröffentlicht am 23.09.2020 von Gerd Appenzeller
Tagesspiegel Leute Newsletter 23 Sep 202
Adobe Acrobat Dokument 146.6 KB

MOZ Artikel vom 21.09.2020

Download
Aktueller Pressebericht vom 21.09.2020 über die Fahrraddemo
MOZ_Pressebericht 21.09.20.pdf
Adobe Acrobat Dokument 510.5 KB

Tagesspiegel 31.07.20 Die fehlende Verkehrspolitik macht die Bürger wütend.

TAZ vom 23.07.2020: "New Kietz on the Block"

Neuer Artikel aus der "RAZ" 09.07.2020

Neuer Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel vom 08.07.2020

Ein DANKE für Ihre Aktivitäten für die                 Verkehrsberuhigung

Leserbrief zum Artikel "Erst miteinander reden-und notfalls auch klagen",Kurier Juni 2020

Meint es der Glienicker Bürgermeister tatsächlich ernst, wenn er den Kiezbus als angemessene Antwort auf den ausufernden Verkehr in Glienicke West und im Waldseeviertel anführt?
Die Einführung des Busses mag ja positiv und von Nutzen für Glienicker Bürger sein aber wie viele der tausenden Pendler, die täglich dieses Wohngebiet im Auto durchqueren um die Kreuzung an der B96 zu vermeiden, sind wohl inzwischen auf den Kiezbus umgestiegen oder haben dies demnächst vor?  Einer von 100?  Oder zwei?
Der Bus dürfte hier ebenso effektiv sein wie der mehrmals auf Bürgerversammlungen zum Thema Verkehrspolitik gehörte Vorschlag, doch an den S-Bahnhöfen in Hermsdorf und Frohnau mehr Fahrradständer zu platzieren.
Der Vorwurf an die Glienicker Verwaltung, dass hier nie über wirksame Maßnahmen nachgedacht wurde, ist völlig zutreffend; die Bürgerinitiative, die ein Konzept für eine Einbahnstraßenregelung vorgestellt hatte, wurde weitgehend ignoriert, bei Gesprächen mit Kandidaten verschiedener Parteien im Vorfeld von Wahlen hörte man ausweichende Antworten oder den Verweis, dass die Wohnstraßen in Glienicke West eben gebraucht würden um die Hauptstraße zu entlasten ( was eher hieß, dass sie weiter als eigentliche Hauptstraßen dienen sollten) und der Bürgermeister rekapitulierte auf Versammlungen zu diesem Thema jedes Mal die Entwicklung der Verkehrssituation in Glienicke seit den 90 Jahren, allerdings ohne Idee wie man darauf wirksam reagieren könnte.
Ich erinnere mich auch an einen Leserbrief einer Gemeindevertreterin vor einigen Jahren, die sich darin selbst beglückwünschte, bei der Wahl ihres Grundstücks nicht in diesem Teil des Ortes gelandet zu sein, von Interesse für die Belange der dortigen Anwohner keine Spur. Wer diesen oder den Bewohnern des Waldseeviertels jetzt Eigennutz vorwirft, sollte sich einmal gründlicher mit den Vorgängen um die Totalschließung der Schildower Str. an der Ecke zur Karlstr. in den 90er Jahren befassen, welche ohne jede vorab erfolgte Information und Bürgerbeteiligung handstreichartig erfolgte und die Schildower Str. auf Glienicker Seite zu einer idyllischen Sackgasse machte.
Der einzige Zweck war es damals den Durchgangsverkehr von und nach Berlin zu stoppen, (allerdings nur auf der Glienicker Seite), der dadurch in den anliegenden Straßen kanalisiert wurde.
Wer von den damaligen Glienicker Verantwortlichen ganz zufällig in der plötzlich himmlisch ruhigen Schildower Str. wohnte, ließe sich sicher auch noch feststellen.
Von großer Peinlichkeit ist im Übrigen die wiederholt geäußerte Anspielung bzgl. des "Wiederaufbaus der Mauer". Es geht hier um eine Reduzierung des Autoverkehrs, nicht darum Menschen mit Stacheldraht und Schießbefehl am Überqueren dieser Straßen zu hindern.
Auch war nicht festzustellen, dass bei einer Sperrung der Straße am Waldsee (wie es durch die Baustelle vor einigen Jahren der Fall war), der Verkehr in Glienicke völlig kollabierte, es gab sicher eine etwas längere Wartezeit an der Ampel an der B96 aber keine größeren Vekehrsprobleme im Ortszentrum. Der Verkehr verlief nur dort, wo er hauptsächlich hingehört, auf einer Hauptstraße und nicht auf dafür nicht ausgelegten Wohngebietsstraßen.
Insofern kann man den Beschluß aus Reinickendorf nur begrüßen, der jahrelangen Ignoranz der Glienicker Seite wurde endlich etwas entgegengesetzt.
M. Lewitzka

Pop-up-Fahrradstraße für das Waldseeviertel

Ein neuer Vorstoß für Sperrungen zwischen Glienicke und Hermsdorf

 

https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1796970/

Antwort an Hr. Neiling auf sein Interview im Glienicker Kurier vom April 2020

 Es wird darauf behauptet, dass die Schildower Straße schon vor mehr als 100 Jahren eine wichtige Verbindungsstraße in das Umland war. Das nachstehende Foto lädt bei dieser  Aussage zum Schmunzeln ein, denn zu dieser Zeit weideten noch die Schafe auf dem Areal der heutigen Kleinhaussiedlung neben dem Feldweg, der heutigen Schildower Straße.

Guten Tag Herr Neiling,

als Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und langjähriger Kunde Ihres Hauses (wohne hier seit 1991) habe ich Ihr Interview im Glienicker Kurier mit großer Verwunderung gelesen. Bevor ich einen öffentlichen Leserbrief an den Glienicker Kurier schreibe, möchte ich Ihnen aber gerne vorab einige Zeilen zu Ihrem Interview und den falschen Aussagen schreiben.

Ich kann verstehen, dass Sie als Unternehmer verunsichert sind, was diese  Verkehrsänderungen für Sie bedeuten. Aber als Unternehmer müssen wir uns ständig neuen Herausforderungen und Veränderungen stellen. Am Ende des Interviews sagen Sie, dass Sie im „Worst Case“ bei Herrn Prof. Ortmann vor der Tür stehen. Was wollen Sie damit aussagen?

Vor wessen Türe stehen Sie heute in Zeiten von Corona, was Ihr Geschäft ganz sicher betrifft und zu Umsatzrückgängen führt. Wen machen Sie dafür verantwortlich?

Nicht nur ich, sondern viele meiner Nachbarn schätzen Ihr Geschäft sehr. Nicht weil Sie die günstigsten Discountpreise haben, sondern weil Sie sehr gut sortiert sind und ein sehr höfliches und fachkundiges Personal haben. Das habe ich schon bei Ihrem Vorbesitzer seit Anfang der 90ger Jahre sehr geschätzt. Wer also Ihren guten Service zu schätzen weiß, wird in Zukunft dann auch die 2 Minuten Umweg in Kauf nehmen, um zu Ihnen zu kommen.

Lassen Sie mich bitte betonen, dass uns das oft entgegengebrachte Vorurteil, wir seien egoistisch und wollten ja bloß unsere Ruhe haben, einfach nicht den Kern der Situation im Waldseeviertel trifft. Am allerwenigsten stimmt der von Ihnen vorgebrachte Satz, dass Herr Prof. Ortmann nur an sich denke und nicht an die Allgemeinheit. Die Bürgerinitiative gegen den Durchgangsverkehr gibt es schon wesentlich länger als Herr Prof. Ortmann hier wohnt.

Es geht uns für mindestens 2.300 betroffene Anwohner entlang der Durchgangsstraßen in Hermsdorf und Glienicke und natürlich auch abseits dieser Straßen um Sicherheit, Lebens- und Wohnqualität.  Es fahren täglich ca. 7.000 Fahrzeuge im Durchgangsverkehr aus dem Umland durch das Waldseeviertel. Diese Zahlen sind sowohl von uns zweimal gezählt - sowie auch von der Polizei. Fakt ist, dass diese Straßen als Umgehung des Ortskerns von Glienicke dienen – und das ist nicht legitim, bzw. unser Protest dagegen ist legitim.

Man sollte hierbei nicht nur an die Autofahrer denken sondern auch einmal an die Kinder und Senioren. Die Abgase und der Feinstaub verteilen sich von der Veltheimstraße bis zur Bertramstraße und machen an keinem Gartenzaun halt, auch nicht am Kinderspielplatz am Waldsee.

Jetzt frage ich Sie, was hat dieses soziale Engagement für so viele Bewohner mit persönlichem Egoismus zu tun?? Ist da Ihr Interview über die Zukunft Ihres Geschäftes nicht viel mehr von Egoismus geprägt? Ich kann als Unternehmer Ihre Bedenken bezüglich Ihrer Mitarbeiter teilen, doch halte ich Ihren öffentlichen Auftritt als wenig hilfreich für Ihr Geschäft.

 

Ziel der Bürgerinitiative

Seit 20 Jahren sind die Bürger rund um die Schildower Straße engagiert, die Probleme durch den Durchgangsverkehr im Wohngebiet zu reduzieren. Seit 2014 auch verstärkt in Glienicke, denn auch hier steigt die Belastung durch den Autoverkehr. Einige Mitglieder aus unserer Bürgerinitiative wohnen in Glienicke und waren lange Zeit in das Thema Verkehrskonzept in Glienicke mit eingebunden.

Wir legen großen Wert auf Fakten, die unsere Forderungen nach mehr Verkehrsberuhigung bestätigen. Wir haben Verkehrszählungen durchgeführt, die Erstellung eines Verkehrsgutachtens in Glienicke begleitet, eigene Verkehrsgutachten erstellt, öffentliche Prozesse begleitet wie z.B. Lärmaktionspläne in Berlin und Glienicke und immerwährende Beteiligungen in den politischen Gremien und Entscheidungen mit den Verwaltungen gesucht.

Unsere Forderungen und Aktivitäten waren immer offen und transparent auf unsere Website www.schildower-Straße.de dokumentiert und in der Presse kommuniziert. Die Prozesse zur Entscheidungsfindung durch die politischen Gremien in Berlin-Reinickendorf und Glienicke waren immer öffentlich. Leider hat die Gemeinde Glienicke die Zeichen der Zeit nie verstanden und alle Verbesserungsvorschläge, auch des eigenen Verkehrsausschusses, abgelehnt, obwohl die unerträgliche Verkehrsbelastung auch von einigen Parteien in Glienicke als haltlos gesehen wird.

Die Entscheidung Modalfilter zur Begrenzung des PKW-Durchgangsverkehres im Waldseeviertel zu installieren, ist die logische Konsequenz einer jahrelangen Entwicklung. Berlin soll mobiler, sicherer und klimafreundlicher werden, so beschreibt es das Berliner Mobilitätsgesetz. Diese gesetzliche Grundlage bestätigt unser Engagement. Es gibt in Berlin bereits mehrere Bezirke, in denen reine Wohngebiete, wie das Waldseeviertel, durch ähnliche Maßnahmen verkehrsberuhigt werden. Das ist also nichts Neues in der Stadt.

Sicherlich bringt das für den Einen oder Anderen auf dem Weg zum Sport, Einkauf oder Arztbesuch in Glienicke einen Umweg von etwa 2 Minuten. In welchem Verhältnis steht das aber zu den ca. 7.000 Fahrzeugen, die im Durchgangsverkehr durch unsere schmalen Straßen rollen. Die Schildower Straße ist eine untergeordnete Erschließungsstraße – und keine Hauptstraße. Sie ist nach dem heutigen Straßenbaurecht für ca. 400 Fahrzeuge pro Stunde ausgelegt. Damit ist die Straße an ca. 8 Stunden pro Tag überlastet. Zwischen 7 und 8 Uhr morgens fahren sogar bis zu 700 Fahrzeuge pro Stunde hier entlang. Das Gleiche passiert in der abendlichen Rush Hour.

Bezüglich Ihres Hinweises auf die parkenden Fahrzeuge sollten Sie wissen, dass das Wohnviertel „Kleinhaussiedlung“ zwischen Gertrudstraße und Bertastraße keine Parkmöglichkeiten auf den Grundstücken vorsieht. Die Bewohner müssen also am Straßenrand parken.

Ich möchte auch gerne darauf hinweisen, dass es eine Testphase geben wird um heraus zu finden, wie sich Verkehrsströme verlagern bzw. das Verhalten der Bürger sich ändert zu Gunsten des ÖPNV. Dieser Ansatz ist für alle Beteiligten fair. Eine stillschweigende Verstetigung der Modalfilter wird von niemandem angestrebt. Es soll nach Ablauf dieser Testphase eine öffentliche Informationsveranstaltung vom Bezirkssamt geben. Hier können wir uns allesamt miteinander austauschen, um die Erfahrungen gemeinsam zu diskutieren.

Natürlich hat jeder das Recht gegen etwas zu sein, so wie auch die beiden Initiativen gegen eine Verkehrsberuhigung. Aber es wäre hilfreich, wenn man auch nach Lösungsansätzen suchen würde, um das Verkehrsproblem zu entschärfen – und nicht nur Kontra sein, aus eigenem Egoismus, oder weil der Weg nach Glienicke jetzt mit dem Auto etwa 2 Minuten länger wird.

Die Aussage vieler Autofahrer aus dem Umland, dass sie sich nicht von Berlin vorschreiben lassen, wie sie in die Stadt fahren, unterstreicht egoistisches Verhalten.

Wir können mit Stolz darauf verweisen, dass wir mit unseren Aktivitäten in den vergangenen Jahren viele Denkanstöße gegeben haben, die jetzt zum Teil zwischen Berlin und Glienicke miteinander diskutiert werden.

 

Verlust von Kunden
Sie sagen, dass Sie befürchten, Ihr Klientel aus Hermsdorf und Frohnau zu verlieren - und somit Ihre Existenz bedroht sei. Diese Aussage halte ich für populistisch und möchte sie sehr bezweifeln, da nur relativ wenig Käuferströme über die Elsestraße zu Ihnen kommen

 

1.      Frohnau

Aus Frohnau fährt so gut wie kein Kunde über die Veltheim-, Schildower-, und Elsestraße zu Ihnen. Das wäre ein Umweg. Ihr Klientel aus Frohnau kommt eher über den Fürstendamm und die Hauptstraße. Somit verlieren Sie so gut wie keinen Kunden aus Frohnau durch die neue Verkehrssituation.

2.      Hermsdorf westlich der B 96

Die Kunden, die westlich der B 96 in Hermsdorf wohnen, kommen auch besser über die B 96 und die Hauptstraße zu Ihnen als über die Schildower Straße. Auch hier verlieren Sie so gut wie kein Klientel.

3.      Waldseeviertel

Das meiste Klientel aus Hermsdorf dürfte somit aus dem Waldseeviertel kommen. Und hier wird sich für Sie im Zweifelsfalle entscheiden, wie die meisten der Bewohner Ihr Engagement gegen eine Verkehrsberuhigung  auffassen. Ich weiß von vielen Nachbarn, dass sie in Zukunft aus Protest gegen Ihren Protest gegen eine Verkehrsberuhigung dann doch eher zum OBI fahren als zu Ihnen.

 

Fragen an Ihre Gemeindeverteter

Haben Sie schon einmal bei Ihren Gemeindevertretern angefragt, welches zukunftsweisendes Verkehrskonzept Glienicke plant?

Mit jedem Jahre wächst Glienicke immer weiter. Aber was hat Glienicke in den vergangenen 20 Jahren zur Verbesserung der Verkehrssituation beigetragen? Haben Sie diese Frage mal mit Ihrer Gemeindevertretung diskutiert? Warum wurde an der Kreuzung der Hauptstraße auf die B 96 statt eines Restaurants nicht ein Kreisverkehr gemeinsam mit dem Bund und Berlin geplant? Diese Ampelschaltung ist die Hauptursache für das tägliche Verkehrschaos.

Aufgrund der immer weiter zunehmenden Stadtflucht in das Umland wird die Verkehrssituation kontinuierlich schlimmer. So werden in Glienicke kurzfristig weitere große Baugebiete ausgewiesen. Wo wird der Verkehr fließen??? Die Verkehrssituation kann letztendlich nur durch völlig neue Verkehrskonzepte gelöst werden, an denen Berlin und die Umlandgemeinden jetzt auch gemeinsam mit der Bahn arbeiten. Sonst ersticken wir eines Tages alle in der Stadt und den Hauptfahrrouten.

Peinlich empfinde ich immer wieder den Hinweis darauf, wir würden eine neue Mauer bauen. Der Begriff Mauerbau ist verbunden mit „Mauertoten“ und somit eine Verhöhnung der Opfer des früheren politischen Systems.

Bei keiner einzigen verkehrsberuhigenden Maßnahme in der Stadt kommt ein solcher Satz auf, obwohl auch dort von den Anwohnern zum Teil Umwege in Kauf genommen werden müssen, zu Gunsten von tausenden Durchgangsfahrten. Wenn schon der Begriff „Mauer“ in Glienicke so stark strapaziert wird, könnte man ja auch von „Transitfahrten“ sprechen. Vielleicht merken Sie selber, auf welch dünnes intellektuelles Eis Sie sich mit diesem populistischem Satz begeben.

 

Ich würde mich freuen, wenn mein Schreiben etwas Licht in das Dunkel des „Informationstunnels“ bringen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Ulrich Swienteck

Mitglied der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung

 

Download
Inteview im Glienicker Kurier April 2020
Interview April 2020.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.4 MB

Leserbrief aus der Dorfzeitung Reinickendorf 03/2020

Download
Leserbrief Waldseeviertel: "Hier läuft gewaltig etwas schief!"
Dorfzeitung März.pdf
Adobe Acrobat Dokument 464.5 KB

RAZ Artikel 27.02.2020

Download
Neuer RAZ Artikel
Blumenkübel gegen Pendlerströme 27.02.20
Adobe Acrobat Dokument 643.8 KB

Neuer Artikel aus der Berliner Woche 26.02 2020

Nicht nur Rennstrecke – sondern auch Parkplatz

 Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel

 

Liebe Nachbarn aus dem Waldseeviertel,

seit vielen Jahren ist die Bürgerinitiative „Schildower Straße“ mit dem Bezirksamt Reinickendorf im Gespräch, um eine Verkehrsberuhigung im Waldseeviertel zu erreichen. Dieses betrifft den Durchgangsverkehr aus den umliegenden Gemeinden (OHV, BAR, FF, TP etc.).

Die Schildower Straße ist eine unterklassige Nebenstraße und keine Hauptstraße, wie die Kreisstraße in Glienicke. Mehrere Verkehrszählungern von uns und der Polizei haben ergeben, dass sich täglich ca. 7.000 Fahrzeuge aus den umliegenden Gemeinden ihren Weg durch die Schildower Straße und die Bertramstraße suchen.

Wir haben versucht, sowohl mit Glienicke als auch mit dem für uns zuständigen Bezirksamt Reinickendorf nach einer vertretbaren Lösung zu suchen. Leider hat Glienicke alle unsere Bemühungen ignoriert. Glienicke ist in den vergangenen 30 Jahren zwar um das 3-fache gewachsen, doch hat man es bislang versäumt, eine vorausschauende Verkehrsplanung zu betreiben.

 

Zahlreiche Gespräche mit der Bezirksstadträtin Frau Schultze-Berndt sowie auch Vorort – Termine in der Schildower Straße mit Vertretern aus dem Bezirksamt sowie die Diskussionen in den öffentlichen Sitzungen des Verkehrsausschusses haben in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 13. Februar zu der Beschlussvorlage geführt, dass

"umgehend in der Schildower Straße und gleichzeitig in der Elsestraße, jeweils am Ortsausgang, temporäre Modalfilter (z.B. in Form von massiven Blumenkübel“ zu installieren sind, die die Durchfahrt für motorisierte Verkehrsteilnehmer wirksam verhindern.

Das Bezirksamt wird ersucht, die Auswirkungen der Schließung der Verbindungs -straßen vom Waldseeviertel in Hermsdorf nach Glienicke zu bewerten, sobald der Verkehrsfluss entlang der B 96 durch verbesserte Ampelschaltungen an die neue Situation angepasst worden ist („Grüne Welle“)

Die Ergebnisse der Maßnahmen werden vom Bezirksamt in einer Bürgerversammlung vorgestellt und gemeinsam ausgewertet."

Dieser Antrag wurde von allen Parteien einstimmig angenommen. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses und der Bezirksstadträtin für die konstruktive Zusammenarbeit herzlich danken, und dass sie die Sorgen der Bürger aufgegriffen und nach einer verkehrstechnisch machbaren Lösung gesucht und umgesetzt haben.

Mit dieser Maßnahme steigt für alle Bewohner des Waldseeviertel die Lebensqualität, da die

Schildower Straße – Elsestraße – Gertrudtraße - Bertramstraße und Veltheimstraße

nicht mehr insbesondere für den Pendelverkehr als Durchgangsstraßen für die umliegenden Gemeinden genutzt werden kann. Die Lärm- und Umweltbelastungen werden erheblich reduziert. Das rücksichtslose Fahren mit entsprechender Gefährdung für alle Bewohner wird auf ein geringstmögliches Maß reduziert.

 

Wir bedanken uns auch bei allen Bürgern, die unsere Aktivitäten unterstützt haben. Sei es durch ihre Teilnahme an den Bürgerversammlungen,den Sitzungen des Verkehrsaus- schusses sowie der Unterschriftenaktion (ca. 600) für eine Verkehrsberuhigung im Herbst 2018.

Wo viel Vorteil, ist manchmal auch ein kleiner Nachteil. Auch unser PKW-Weg aus dem Waldseeviertel nach Glienicke führt jetzt über die Hauptstraße. Aber wie oft betrifft das jeden einzelnen von uns? Überwiegt dem gegenüber aber nicht der unschätzbare Vorteil, täglich ca. 7.000 Autobewegungen weniger in unserem Viertel zu haben?

Das Argument, dass jetzt nach 30 Jahren Mauerfall wieder eine neue Mauer aufgebaut wird ist ein geistiges Armutszeugnis. Es wird keine Mauer gebaut, sondern lediglich durch bunte Blumenkübel der Verkehrsstrom auf die Hauptstraßen umgeleitet. Außerdem ist dieser Satz eine Verhöhnung der Menschen, die unter der Mauer gelitten haben.

Jede Veränderung in unserem Leben bringt naturgemäß erst einmal Verunsicherung (Veränderung = Urangst des Menschen).  Mit der Einführung des Rauchverbotes in Restaurants sowie der Einführung des Mindestlohns wurde über den Untergang unserer Kultur diskutiert. Beide Maßnahmen sind mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert.

 

Und was passiert bei uns Dramatisches? - Es werden Blumenkübel aufgestellt, damit der Autoverkehr auf den Hauptstraßen bleibt.

 

Wir sind jetzt natürlich alle gespannt, wie sich diese Maßnahme auf die Verkehrssituation auf den Hauptstraßen auswirken wird, wenn auch die Ampelschaltungen Berlin / Glienicke aufeinander abgestimmt sind.

Ihre Bürgerinitiative Schildower Str. - Waldseeviertel

Bericht aus der RAZ kompakt 20.02.2020

Nachstehend eine Antwort zu dem Leserbrief von Hr. Dr. Steichele, Glienicke,                                            im Glienicker Kurier 02/2020

Mauer im Kopf

 

Wem gehört die Schildower Strasse? Die Antwort von Herrn Steichele ist klar: Den Autofahrern. Er möchte schließlich selbst weiter diese Abkürzung nutzen.

In seinem ideenlosen Beitrag in der Ausgabe des Glienicker Kuriers vom Februar 2020 darf sich Herr Steichele von der SPD zur Schildower Str. auslassen. Hierfür wird ihn im Glienicker Kurier fast eine ganze Seite zur Verfügung gestellt. Bericht aus der Kommunalpolitik. Ämter in Glienicker Gremien hat Herr Steichele nicht mehr. Deshalb dürfte es einige  Glienicker Vertreter z. B. aus der CDU, FDP, GBL und SPD freuen, dass er die dort vertretene Auffassung auf den Punkt bringt, ohne dass sie sich selbst die Finger schmutzig machen müssen.

Herr Steichele berichtet über die Sitzung des Verkehrsausschusses Reinickendorf im Januar 2020. Liest man den Artikel, könnte man meinen, er wäre dabei gewesen. War er aber nicht. Er beklagt sich, dass Glienicker Vertreter nicht zu der Sitzung eingeladen worden wären. Als stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung in Glienicke bzw. als Vorsitzender des zuständigen Glienicker Ausschusses TIG ist es ihm aber nie eingefallen, Berliner Kommunalpolitiker oder andere Betroffene in die Erörterung einzubeziehen, wenn es um die Schildower Str. ging. Ist auch nicht nötig. Er hält das sowieso alles für Quatsch. Auch er hat dazu beigetragen, dass es nicht zu der kleinsten Kompromisslösung in Glienicke gekommen ist. Jeden Vorschlag, der einer Verbesserung der Situation der Anwohner (auch in Glienicke) hätte führen können, hat er rundheraus abgelehnt.

Es war auch keineswegs so, dass nur Unterstützer einer temporären Schließung an der BVV-Sitzung teilgenommen hätten. Z. B. war Herr Dr. Oberlack zu der Sitzung eingeladen und hat seine Argumente gegen eine Entlastung des Berliner Waldseeviertels vorgetragen. Auch ein einzelner, versprengter Bürger, dessen unmittelbare Betroffenheit nicht ganz klar zu erkennen war wurde eigens eingeladen und er hat ein langes Rederecht erhalten.

Herr Steichele hat sich in dem Artikel wieder redlich bemüht, alle seine Gedanken zusammenzutragen, die er sich zu der Situation der Autofahrer gemacht hat. Die Anwohner der betroffenen Straßenzüge sind ihm egal. Ist eben so, wenn man da wohnt. Selber schuld. Das sagt sich natürlich leicht, wenn man in einer Sackgasse direkt am Fließ wohnt.

Als es darum ging, die (sinnvollen) Verschwenkungen auf der Karlstr./Alten Schildower Str. rückgängig zu machen, war Herr Steichele Vorsitzender des TIG. Da hat er sich nicht daran gestört, dass dies nur ein (angeblicher) einzelner Anwohner vorgeschlagen hat. Diesen kannte allerdings niemand. Noch nicht einmal Herr Steichele. Die paar Hermsdorfer Anwohner dagegen. Die sorgen sich womöglich um die Wertsteigerung der Immobilien zu Lasten der Allgemeinheit. Er übersieht, dass es sich um selbst bewohnte Immobilien handelt. Viele ältere Menschen leben dort seit zig Jahren. Welche Allgemeinheit? Des Durchgangsverkehrs? Im Übrigen rät  gerade Herr Steichele den Anwohnern der betroffenen Straßenzüge gerne, dort wegzuziehen oder die Fenster zu schließen, wenn es ihnen nicht passt, dass dort täglich ca. 7000 Autos/Lkw durchrasen, obwohl die Straße nicht dafür vorgesehen ist. Über 90% der Autofahrer halten die Verkehrsregeln nicht ein. Das regt u. a. Herrn Steichele nicht auf. Er verwechselt Ursache und Wirkung. Die Menschen engagieren sich, um dort zu leben und die Situation zu verbessern. Es handelt sich um ihr Wohnquartier, das man nicht einfach aufgibt. Wir raten Herrn Steichele auch nicht, sein Grundstück zu verkaufen und in verkehrsgünstiger gelegene Ecken zu ziehen, wenn er nicht mehr überall mit dem Auto langfahren kann, wo er will oder ihm die Fahrtzeit mit dem Auto zu lang scheint. Er wird auch gewusst haben: Wer raus in den Speckgürtel zieht, hat es weiter in die Stadt. 

Im Waldseeviertel betrachtet Herr Steichele den Autoverkehr nur als Lapalie. Ganz anders allerdings, wenn der Verkehr durch die dafür vorgesehene Haupt- bzw. Bundesstraße  gelenkt werden würde. Dann wird alles zum Drama. Was mit einer doppelten Belastung der Anwohner Glienickes gemeint ist, erschließt sich nicht. Nach den Erkenntnissen von Herrn Steichele wird ja nur zweimal am Tag zur und von der Arbeit durch das Waldseeviertel gefahren. Diese Autos würden dann wohl auch nicht häufiger eine Hauptstraße bzw. Bundesstraße nutzen.

Anders als in der Hauptstraße in Glienicke und an der B 96 gibt es im Waldseeviertel kein Gewerbe. Es handelt sich beim Waldseeviertel um ein reines Wohngebiet. Die Schildower Str. ist eine unterklassige Nebenstraße. Sie ist nicht zur Entlastung einer Kreisstraße oder Bundesstraße da. 

Das immer wieder gerne bemühte Mauerargument darf natürlich nicht fehlen. Modalfilter (Blumenkübel) bilden für Herrn Steichele den neuen Todesstreifen. Fragen Sie doch mal die Angehörigen der Mauertoten oder andere Betroffene, wie sie diesen Vergleich finden.

Unser Tipp: Stellen Sie sich nicht in den Stau vom Dorfteich bis zur Essotankstelle, sondern setzen Sie sich in die S-Bahn, den Bus, fahren Rad oder gehen zu Fuß. Das hat viele positive Wirkungen. Nicht nur für das Waldseeviertel. 

 

Susanne Tiefenthal

 

Märkische Allgemeine Zeitung 12.02.2020

Verkehrsproblem am Waldsee - Das Presseecho

Weitere Presseberichte

Download
Mehr Platz fürs Rad
Auftakttreffen des ADFC am 25.02.2020 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus zur Gründung eines eigenen Ortsverbandes
Einladungsschreiben zum Auftakttreffen A
Adobe Acrobat Dokument 467.8 KB

Artikel von Zeit Online 03.02.2020

Download
RAZ Artikel vom 23.01.2020
RAZ Jan. 2020.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Bericht aus der Morgenpost vom 10.01.2020            "Im Waldseeviertel in Hermsdorf will einfach keine Ruhe einkehren."

Download
Artikel aus der RAZ vom 21.11.2019
RAZ Artikel 21.11.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 480.1 KB
Download
Durchgangsverkehr im Waldseeviertel: Ein neues Gutachten liegt vor 23.10 2019
Bericht vom Tagesspiegel online vom 23.10.2019
Neues Gutachten Bericht Tagesspiegel 23.
Adobe Acrobat Dokument 290.3 KB
Download
Waldseeviertel in Hermsdorf: 96 Prozent der Autofahrer zu schnell 23.10.2019
Ein Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel
Tagesspiegel 23.10.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 451.8 KB
Download
Reinickendorfer Allgemeine Zeitung: "Die Blechlawine rollt weiter" (25.07.2019)
RAZ 25.07.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 530.9 KB
Download
Mitschnitt Radio: Berliner Rundfunk 91,4  - Wir kümmern uns (10.07.2019)
Mitschnitt Schildower Straße.MP3
Wave Audio Datei 6.5 MB
Download
Berliner Abendblatt: "Hoffnung für lärmgeplagte Hermsdorfer" (23.03.2019)
Berliner Abendblatt 23.03.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1'002.5 KB
Download
Reinickendorfer Allgemeines Zeitung Kompakt: "Es brodelt im Waldseeviertel" (07.03.2019)
RAZ 07.03.2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 420.9 KB

Bericht des berliner-rundfunk 91.4 vom 21.01.2019

Die Mitschnitte aus dem Bericht des berliner-rundfunk 91.4  vom 21.01.2019!

Download
Interview mit Anwohnern 21.01.2019
Interview von Christian Fuchs - 06:44 Uhr am 21.01.2019
BRF_91.4_Berlin_21-01- Mitschnitt-Schild
MP3 Audio Datei 5.4 MB
Download
Interview mit dem Bezirksamt Reinickendorf - Bezirksstadträtin Schultze-Berndt
BRF_91.4_Berlin_21-01-2019-Mitschnitt-Sc
MP3 Audio Datei 3.5 MB

Die Presseberichte

 

89 Eine Stadt, ein Land, viele Meinungen:
Pendlerverkehr am Stadtrand. Die Verkehrsanarchie muss ein Ende haben!

Der Artikel und die Diskussion im Tagesspiegel vom 28.08.2019

 

Zehn Debatten in zehn Wochen:

Verkehr – Kann das Auto weg? Prof. Dr. Karl Michael Ortmann von der Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung fordert mehr Sicherheit auf den Straßen für die Menschen an den Rändern der Stadt.

Der Artikel in der Berliner Zeitung vom 29.08.2019

 

Die Verkehrsanarchie muss eine Ende haben

Der Artikel auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung vom 02.08.2019

 

Berliner Woche (27.02.2019)

 

Berliner Abendblatt (03.02.2019)

 

Reinickendorfer Allgemeine Zeitung (17.01.2019)

 

Berliner Morgenpost (16.01.2019)

 

Berliner Kurier (15.01.2019)

 

Tagesspiegel (19.12.2018)

 

Reinickendorfer-Allgemeine (29.11.2018)

 

Abendblatt-berlin (22.11.2018)

 

Dorfzeitung-online (13.11.2018)

 

Tagesspiegel - Berlin Reinickendorf 

 

Der neue Artikel aus der RAZ Kompakt

Download
Pendlerströme nerven die Anwohner weiter
Das Waldseeviertel kommt einfach nicht zur Ruhe – Polizei bestätigt erstes Verkehrsgutachten
RAZ Kompakt 2 Okt 2019.pdf
Adobe Acrobat Dokument 314.9 KB

Abgewählt!

Den größten Widerstand in Glienicke gegen unsere Bemühungen um Verkehrsberuhigung gab und gibt es stets durch Dirk Steichele von der SPD.

  • Er möchte den Karlplatz wieder öffnen.
  • Er wollte aus Lärmschutzgründen die Verkehrsberuhigung in der Karlstraße und der Alten Schildower Straße zurückbauen.
  • Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Lärmaktionsplan unsere Straßen dann nicht berücksichtigt (trotz seiner Bemühungen zum Lärmschutz als es um den Rückbau der Verkehrsberuhigung ging)
  • Er hat – als einziger – gegen die Beteiligung der Bürgerinitiativen in der Glienicker AG Verkehrskonzept gestimmt. Von Bürgerbeteiligung hält er nicht viel.
  • Er ist gegen die von uns vorgeschlagene Einbahnstraßenlösung zur Verkehrsberuhigung.
  • Seine Empfehlung an alle Verkehrsgeplagten: Man könne ja wegziehen.

Er selbst wohnt übrigens ausgesprochen ruhig in der August-Bebel Straße in Glienicke.

 

Seine Wiederwahl zur Kommunalwahl im Mai 2014 war äußerst knapp (ca. 20 Stimmen zu viel).

 

Wir drücken ihm die Daumen, dass es 2019 nicht klappt und werden Sie – die Bürger und Wähler – bis dahin immer wieder daran erinnern was „Ihr Nachbar“ so vorhat.

Warum unser Vorschlag kein Problem war

Die Analyse mit Google Live Traffic beweist, was alle bereits ahnten: Eine echte Zeitersparnis bringt die Fahrt durch unser Wohngebiet gegenüber der Fahrt auf den Hauptstraßen selbst unter Berücksichtung der tatsächlichen Verkehrslage auf den Straßen nicht.

 

Mit Google Maps lassen sich kostenlos Informationen zur Echtzeitverkehrslage abrufen. Google erfasst für Google Live Traffic die tatsächliche Fortbewegungen von Fahrzeugen, in denen sich Android-Smartphones oder Android-Tablets befinden. Google sendet anonymisiert die Standortdaten dieser Geräte an die Google-Server. Dort wird daraus berechnet, wie schnell sich der Besitzer des Smartphones fortbewegt. Diese Informationen werden dann mit anderen Geräten abgeglichen, die ebenfalls ihre Lokalisationsdaten übermitteln. Daraus entsteht ein wirklichkeitsgetreues Abbild der Straßenlage.

 

Fazit: Der tatsächliche Zeitvorteil der Abkürzung liegt Nachmittags bei maximalen drei Minuten und ist auch Vormittags zu Stoßzeiten denkbar klein!

 

Ein kleines Beispiel anhand von Google Live Traffic soll dies verdeutlichen. Ziel ist es mit dem Auto auf der K6501 aus Richtung Osten kommend die B96 zu erreichen. Es werden von Google drei alternative Routen vorgeschlagen. Im Beispiel vom 13.04.2015 um 15:00 ist die Route über die Schildower Straße mit tatsächlichen 4 Minuten am schnellsten. Die Route über die Lessingstraße nimmt tatsächliche 5 Minuten in Anspruch, die Route über die B96 dauert tatsächliche 6 Minuten. Alle diese Zeiten sind Echtzeiten! Alle Geschwindigkeitsüber- oder Unterschreitungen sind dort berücksichtigt. Der tatsächliche Vorteil dieser Abkürzung beläuft sich im Beispiel also auf zwei Minuten. Zwei Minuten, die dazu führen, dass der Verkehr die Anwohner den ganzen Tag nervt!

 

Der Umstand, dass das erneute einmünden auf die B96 mindestens noch mal mindestens zwei Minuten kostet und spätestens ab Waidmannslust der verbleibende Zeitvorteil dieser "vermeintlichen Abkürzung" wieder bei Null ist, sei hier nur am Rande erwähnt.

Die Analyse mit Google Live Traffic beweist, was alle bereits ahnten: Eine echte Zeitersparnis bringt die Fahrt durch unser Wohngebiet gegenüber der Fahrt auf den Hauptstraßen selbst unter Berücksichtung der tatsächlichen Verkehrslage auf den Straßen nicht.

 

Mit Google Maps lassen sich kostenlos Informationen zur Echtzeitverkehrslage abrufen. Google erfasst für Google Live Traffic die tatsächliche Fortbewegungen von Fahrzeugen, in denen sich Android-Smartphones oder Android-Tablets befinden. Google sendet anonymisiert die Standortdaten dieser Geräte an die Google-Server. Dort wird daraus berechnet, wie schnell sich der Besitzer des Smartphones fortbewegt. Diese Informationen werden dann mit anderen Geräten abgeglichen, die ebenfalls ihre Lokalisationsdaten übermitteln. Daraus entsteht ein wirklichkeitsgetreues Abbild der Straßenlage.

 

Fazit: Der tatsächliche Zeitvorteil der Abkürzung liegt Nachmittags bei maximalen drei Minuten und ist auch Vormittags zu Stoßzeiten denkbar klein!

 

Ein kleines Beispiel anhand von Google Live Traffic soll dies verdeutlichen. Ziel ist es mit dem Auto auf der K6501 aus Richtung Osten kommend die B96 zu erreichen. Es werden von Google drei alternative Routen vorgeschlagen. Im Beispiel vom 13.04.2015 um 15:00 ist die Route über die Schildower Straße mit tatsächlichen 4 Minuten am schnellsten. Die Route über die Lessingstraße nimmt tatsächliche 5 Minuten in Anspruch, die Route über die B96 dauert tatsächliche 6 Minuten. Alle diese Zeiten sind Echtzeiten! Alle Geschwindigkeitsüber- oder Unterschreitungen sind dort berücksichtigt. Der tatsächliche Vorteil dieser Abkürzung beläuft sich im Beispiel also auf zwei Minuten. Zwei Minuten, die dazu führen, dass der Verkehr die Anwohner den ganzen Tag nervt!

 

Der Umstand, dass das erneute einmünden auf die B96 mindestens noch mal mindestens zwei Minuten kostet und spätestens ab Waidmannslust der verbleibende Zeitvorteil dieser "vermeintlichen Abkürzung" wieder bei Null ist, sei hier nur am Rande erwähnt.

Quelle: Google Maps

Unter folgenden Links darf sich jeder vom minimalen Zeitvorteil dieser vermeintlichen Abkürzung überzeugen. Wenige Minuten Ungeduld, die ein Wohngebiet zerschneiden!


Fahrt stadtauswärts in Richtung östliches Glienicke über die Bundesfernverkehrsstraße B96: Link

Fahrt stadtauswärts in Richtung östliches Glienicke über die Schildower Straße: Link


Die Vorteile dieser Lösung wären


Leises Berlin

Sehr geehrte Unterstützer unserer Bürgerinitiative,

 

unter https://www.berlin.de/leises-berlin/ lassen sich derzeit in Berlin wieder Lärmorte melden. Wenn Sie dem Link oben folgen und dann auf das Bild "Mitmachen" tippen, sich anmelden und ein wenig "durchklicken" dann lassen sich so Beiträge anlegen, oder unterstützen.


Zurück zur (traurigen) Normalität

Die Schildower Straße ist wieder für den Autoverkehr geöffnet.

 

Trotz aller Befürchtungen im Vorfeld war die Schließung nicht der Weltuntergang für Autofahrer.

 

Dank der "rücksichtsvollen Fahrweise" (Blid) der meisten motorisierten Verkehrsteilnehmer ist die Wiedereröffnung der Straße ein großer Grund zur Freude bei allen Anwohnern.


Petition zur Verlängerung der Heidekrautbahn

Wir möchten alle vom Durchgangsverkehr geplagten zur Unterschrift der Petition zum Erhalt und zur Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn nach Wilhelmsruh bis 2021 und die Verlängerung nach Gesundbrunnen auffordern!

 

Statt mit dem Auto aus Glienicke/Ost nach Berlin zu fahren böte sich so die Fahrt mit der Bahn als Alternative an!

 

Informationen und die Möglichkeit die Petition zu zeichnen gibt es hier: 
Verlängerung der Heidekrautbahn über Wilhelmsruh bis Berlin Gesundbrunnen

 

Ein Viodeo über die Strecke und die Reaktivierung der Heidekrautbahn gibt es hier:


Gemeinde Glienicke ist neues Mitglied der „Region Heidekrautbahn“ e.V.

Eine erfreuliche Nachricht aus Glienicke: Die Gemeinde Glienicke/Nordbahn ist seit dem 18. Oktober Mitglied der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Region Heidekrautbahn“ e.V.. Eine entsprechende Beitrittserklärung hatte Bürgermeister Dr. Hans G. Oberlack im Auftrag der Gemeindevertretung unterzeichnet.

 

Mit dem Beitritt verbindet sich auch die Hoffnung, dass viele Berufspendler aus Schildow dann nicht mehr durch Glienicke fahren, um die S-Bahnhöfe Frohnau und Hermsdorf zu erreichen. „Weniger Pkw-Verkehr auf unseren Straßen bedeutet eine deutliche Entlastung für Mensch und Umwelt.“ sagte Bürgermeister Dr. Oberlack.

 

Aus Sicht unserer Bürgerinitiative ein wichtiger, langfristig gedachter Schritt in die richtige Richtung und ein Schritt zur Umsetzung der auch durch uns eingebrachten Forderung nach Wiedereröffnung der Heidekrautbahn.

 

Nichtsdestotrotz ist die Schaffung einer sofortigen Entlastung der Schildower Straße vom Durchgangsverkehr weiterhin eine drängende Notwendigkeit! Die Heidekrautbahn darf jetzt nicht als Ausrede fürs Nichtstun herhalten, sondern muss sinnvolle Ergänzung einer wirksamen Verkehrsberuhigung werden.


Baumaßnahmen auf der B96 und Sanierung des Hermsdorfer Damms

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie durch Herrn Bezirksbürgermeister Frank Balzer bereits auf unserer Versammlung am 06.04.2016 angekündigt, wurden die Baumaßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf der B96 und die Sanierung des Hermsdorfer Damms von der BVV beschlossen.

 

Durch die Baumaßnahme auf der B96 und die bessere Abstimmung der Ampelphasen erhoffen wir uns durch die Verbesserung des Verkehrsflusses eine Reduktion von Ausweichverkehren in die Nebenstraßen.

 

Durch den Austausch der schadhaften Fahrbahndecke auf dem Hermsdorfer Damm werden Fahrgeräusche reduziert. Die geplante Sanierung des Hermsdorfer Damms soll den Aussagen Herrn Balzers nach aber auch dazu genutzt werden, den Autoverkehr zu verlangsamen.

  •  B96 Umbau der Kreuzungsbereiche 2016 bis 2017 - Berliner Straße/Hermsdorfer Damm und Berliner Straße/Burgfrauenstraße
    Erläuterung: Wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens ist zur Verbesserung des Verkehrsflusses eine Fahrbahnverbreiterung in den Kreuzungen Berliner Straße (B 96) / Hermsdorfer Damm und Berliner Straße (B 96) / Burgfrauenstraße erforderlich, um Links- und Rechtsabbiegespuren einzurichten. Die Baumaßnahme ist zur Verkehrsbeschleunigung, Staureduzierung und Verminderung der Lärm- und Schadstoffemissionen notwendig.
    Die Bauzeit beträgt ca. zwei Jahre, mit der Maßnahme soll 2016 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.
  • Neubau Hermsdorfer Damm 2016 bis 2018 von Berliner Straße bis Marthastraße
    Erläuterung: Schlechter Zustand der Oberfläche aus Kleinpflaster. Die Kleinpflastersteine sind teilweise durch Frosteinwirkung zerstört (gespalten). Die Versackungen wurden mit Asphalt provisorisch instandgesetzt, jedoch löst sich diese Befestigung regelmäßig und ist zu erneuern. Die darunter liegende ungebundene Tragschicht weist Tragfähigkeitsmängel auf. Aus Gründen der Verkehrssicherheit ist ein Neubau der Fahrbahn sowie der Knotenpunktsbereiche erforderlich. Die Bauzeit beträgt ca. zwei Jahre, mit der Maßnahme soll 2016 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2018 vorgesehen.

Das entsprechende Dokument zur Investitionsplanung ist hier einsehbar.


Glienicker Verkehrskonzept gescheitert

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

der Glienicker Ausschuss für technische Infrastruktur und Gewerbe hat in seiner Sitzung am 07.09.2016 das Verkehrskonzept für Glienicke beraten. Etliche Anwohner der (Alten) Schildower Straße und der Lessingstraße haben durch Anwesenheit und Wortbeiträge unser Anliegen für mehr Verkehrsberuhigung unterstützt, brauchten aber sehr viel Geduld und vor allem gute Nerven!

 

Zwar wurde gegen 21:00 das Verkehrskonzept, das auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Alten Schildower Straße und Lessingstraße vorsieht, der Gemeindevertretung zur Kenntnis empfohlen, leider ließen aber einzelne Vertreter der CDU/FDP-Fraktion und der SPD keinen Zweifel daran, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen für mehr Verkehrsberuhigung für unsere Straßen abgelehnt werden.

 

Neben einer fragwürdigen Art des Umgangs mit Bürgern als Gästen in den Glienicker Ausschüssen (bspw. Entzug des Rederechts zu den Tagesordnungspunkten) hat sich damit leider auch unsere Erwartung bestätigt, dass ein geschlossenes Verkehrskonzept und mehr Verkehrsberuhigung in Glienicke derzeit nicht mehrheitsfähig sind. Während Berlin handelt, wird in Glienicke gestritten und geprüft. So geht Politikverdrossenheit!

 

Allen Bürgern, die uns in der Sitzung unterstützt haben, gilt unser herzlicher Dank!

 

Wir bleiben dran!


AG Verkehrskonzept in Glienicke

Die Gemeindevertretung hat am 08.07. 2014 beschlossen eine Arbeitsgruppe „Verkehrskonzept Glienicke“ einzusetzen.


"Aufgabe der AG ist die Revision der vorhandenen Konzepte und vorliegenden Gutachten sowie die Integration des zu erstellenden Lärmschutzaktionsplanes sowie die Koordinierung der Bürgerinitiativen in Glienicke (und Berlin). Dabei sollen Maßnahmen vorgeschlagen werden, die kurz-, mittel- und langfristig geeignet sind, den innerörtlichen und durchfließenden Verkehr so zu gestalten, dass der Charakter unserer Gemeinde erhalten bleibt.

 

Dabei ist der Ort als Ganzes zu betrachten, Veränderungen zu Lasten anderer sind dabei zu vermeiden. Es sollen Vorschläge für verkehrsberuhigende Maßnahmen erarbeitet werden, durch die das weitere Anwachsen des Individualverkehrs begrenzt werden kann."


Die Bürgerinitiaive für mehr Verkehrsberuhigung hat sich um einen der Plätze in der Arbeitsgruppe Verkehr beworben und vertritt nun dort Ihre Interessen.


Positionen der AG Verkehrskonzept für den 22.04.2015

Für das Treffen der Verkehrsausschüsse aus Berlin und Glienicke hat die AG Verkehrskonzept eine Reine von Positionen entwickelt, die in Zusammenarbeit mit Berlin geeignet sind, das Anwachsen des Individualverkehrs zu begrenzen und die Wohnqualität zu steigern.

Download
Positionen der AG Verkehrskonzept für den 22.04.2015
Positionen der AG Verkehrskonzept 04_201
Microsoft Word Dokument 28.5 KB

Verkehrsauschuss des Bezirks Reinickendorf von Berlin

Die Bürgerinitiative für mehr Verkehrsberuhigung hat gegenüber dem Verkehrsauschuss des Bezirks Reinickendorf von Berlin auf die Situation hingewiesen und Vorschläge für eine weitergehende Verkehrsberuhigung gemacht. Die Diskussion war konstruktiv und offen. 

Ein Protokoll der Sitzung ist auf den Seiten des Bezirksamts Reinickendorf von Berlin einsehbar.


Download
Thesen für den Verkehrsausschuss Reinickendorf
Verkehrsausschuss 06.11.2014 Thesen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 72.5 KB

Engere Fahrbahn soll Raser an Landesgrenze bremsen

Die Morgenpost berichtete am 09.03. über die Verkehrsberuhigungsmaßnahme in der Schildower Straße: Link


Berlin beruhigt!

Unser Wohngebiet wird bereits seit Jahren durch weiter zunehmenden Autoverkehr durchschnitten. Spiegel dieser Entwicklung ist die Schildower Straße mit ca. 6.000 Durchfahrten täglich. Der "Zeitvorteil" der Abkürzung durch das Wohngebiet anstelle der Fahrt über die Hauptstraßen beträgt maximal drei Minuten. In allen Straßen wird zudem die erlaubte Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten! Unsere Forderungen an Berlin und Glienicke lauten daher:

 

  • Erhalt aller bisherigen verkehrsberuhigenden Maßnahmen,
  • Mehr wirksame Verkehrsberuhigung für die Straßenzüge um die Schildower Straße
  • Messbare Verkehrsberuhigungsmaßnahmen: Reduzierung des Verkehrsaufkommens bis 2016 für die Straßenzüge um die Schildower Straße um mindestens 50%.

Nachdem es uns 2014 gelungen ist, die Aufweitung der Straße in Glienicke und den Rückbau der Verkehrsberuhigung mit Ihrer Hilfe zu verhindern, geht Berlin-Reinickendorf nun voran:

 

Auf der gesamten Strecke zwischen Hermsdorfer Waldsee und Stadtgrenze Berlin wurde in den Kreuzungsbereichen der Schildower Straße die Fahrbahnbreite auf 3,50 durch Einengungen reduziert und dem Verkehr in Richtung Berlin Vorrang vor dem Gegenverkehr eingeräumt.

 

Mit dieser Maßnahme kommt der Bezirk Reinickendorf den Anwohnern entgegen und setzt auf mehr Verkehrsberuhigung! Die Reinickendorfer zeigen uns damit eindrucksvoll, dass Bürgernähe keine Frage der Größe eines Bezirks oder einer Gemeinde ist, sondern eine Haltung!

 

  1. Durch die Maßnahme ergeben sich folgende Vorteile:
  2. Die Maßnahme unterstützt unsere Forderung nach einer messbaren Verkehrsberuhigung.
  3. Die Geschwindigkeit des Verkehrs wird stark herabgesetzt und die Verkehrssicherheit verbessert.
  4. Korrekt fahrende Verkehrsteilnehmer können schwerer überholt werden.
  5. Durch die bessere Einsicht im Kreuzungsbereich und die Verlangsamung der Geschwindigkeit wird die Beachtung der „Rechts-vor-Links“ Vorfahrtsregel und die Verkehrssicherheit erhöht.
  6. Es wird ruhiger, da sich der Autoverkehr verlangsamt und die Verengung das Befahren der Großsteinpflasterung und beschädigten Straßenteile an den Rändern verhindert.
  7. Durch die Bevorrechtigung des Verkehrs in Richtung Berlin kann der Bus ungehindert passieren und wird so pünktlicher.
  8. Die Verengungen werden dazu führen, dass die Straße für Lkw, die die Schildower Straße trotz Verbots ebenfalls als Abkürzung nutzen, unattraktiv wird.

Die Maßnahme ist darüber hinaus vor allem ein kraftvolles Signal, dass unser schöner Kiez nicht dem Durchgangsverkehr geopfert wird - das BERUHIGT!


18.06.2015 - Die Hauptstadt macht es Glienicke vor: Berlin ist führend bei der Reduzierung des privaten PKW-Verkehrs